Technische Universität Wien
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2016-10-27 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Paul Brunner für Lebenswerk geehrt

Der Daphne Umwelttechnologiepreis für das Lebenswerk ging an Prof. Paul Hans Brunner von der TU Wien für seine Verdienste um Umweltschutz, Abfallwirtschaft und Ressourcenmanagement.

Prof. Paul H. Brunner

Paul H. Brunner, der mittlerweile emeritierte langjährige Vorstand des Instituts für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft der TU Wien, wurde mit dem diesjährigen Daphne Umwelttechnologiepreis für das Lebenswerk ausgezeichnet. Bereits zum 31. Mal wurde der Umwelttechnologiepreis von der Verlagsgruppe Bohman, der Wirtschaftskammer Österreich und der Raiffeisen Klimaschutz Initiative vergeben.

Stoffkreisläufe verstehen und gestalten
Über viele hundert Millionen Jahre haben sich die Stoffkreisläufe der Natur entwickelt. Von Lebewesen, von geologischen Phänomenen oder auch von Wind und Wetter werden verschiedenste Stoffe transportiert, zerlegt und neu zusammengefügt.

Der Mensch beeinflusst die Stoffkreisläufe unseres Planeten allerdings ganz dramatisch: Wir holen wertvolle Substanzen aus der Natur und bauen daraus unsere Städte mit ihren Netzen zur Versorgung mit Energie, Information und Gegenständen des täglichen Lebens. Die entstehenden Abwässer, Abluft und Abfälle müssen in aufwendigen Verfahren gesammelt und behandelt werden, damit sie entweder wieder in einen Kreislauf zurückgeführt oder in sicheren letzten Senken umweltverträglich entsorgt werden können.

Paul H. Brunner gilt als einer der Begründer des Forschungsgebietes „Anthropogener Metabolismus“. Dabei geht es darum, die vom Menschen beeinflussten regionalen und globalen Materialflüsse und –lager zu analysieren, zu bewerten und Möglichkeiten  zur wirksamen Steuerung aufzuzeigen – als Basis für einen ökologisch sinnvollen Umgang mit Ressourcen, Abfällen und Umwelt. Die TU Wien war die erste Universität überhaupt, die in ihrem Curriculum eine obligatorische Vorlesung zum Thema „Urbaner Stoffwechsel“ anbot.

Bild: © Michael Hetzmannseder