Technische Universität Wien
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2017-01-11 [

Elisabeth Schludermann

 | Forschungs- und Transfersupport ]

Der Weg in die Zukunft

Die Veranstaltung zur Brancheninitiative BRA.IN Bauforschung 2020 findet am Freitag, 13. Jänner 2017, statt.

In den Jahren 2006 bis 2009 hat die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit Unterstützung der Bauwirtschaft erfolgreich die Brancheninitiative "BRA.IN Bauwirtschaft" durchgeführt. Die Zahl der geförderten Projekte wie auch die Anzahl der Akteur_innen haben sich im Rahmen dieser Initiative mehr als verdreifacht. Die Kooperationen zwischen Bauwirtschaft und Wissenschaft wurden deutlich intensiviert. Nach Auslaufen der Initiative liegt das Niveau von Forschung und Entwicklung in der Baubranche nach wie vor deutlich über jenem vor der ersten Initiative. Dadurch ist die nachhaltige Wirkung der Brancheninitiative "BRA.IN Bauwirtschaft" eindrucksvoll belegt (siehe Potenzialanalyse Bauwirtschaft "Bauforschung 2020", Studie zum branchenspezifischen Forschungsbedarf).

Expert_innen sind sich weitgehend darin einig, dass die Bauwirtschaft vor enormen Herausforderungen steht. Sinkende Ausgaben der öffentlichen Hand, eine zunehmende Kluft zwischen oberen und unteren Segmenten am Wohnungsmarkt, die hohe Regelungsdichte in den Bereichen Recht und Normung, das Bevölkerungswachstum bei anhaltender Knappheit von Bauland, die Veränderung von Haushaltsgrößen und -typen sowie steigende Wohnkosten bei tendenziell stagnierenden Einkommen sind nur einige Beispiele für herausfordernde Rahmenbedingungen. Forschung und Entwicklung sind in diesem Kontext für die Bauwirtschaft von entscheidender Bedeutung für die Aufrechterhaltung und langfristige Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Aufgrund dieser Ausgangssituation starten die Geschäftsstelle Bau der WKÖ und die FFG mit Unterstützung von BMVIT und BMWFW die neue Brancheninitiative "BRA.IN Bauforschung 2020". Diese Initiative wird in den Jahren 2017 bis 2020 abgewickelt. Ausgangspunkt dafür ist die erwähnte Potenzialstudie, welche die folgenden zentralen Forschungsbereiche für die Bauwirtschaft feststellt:

Material und Konstruktionen:

  • Bauteil- und Baustoffinnovationen
  • Bauphysikalische Optimierungen

Innenraum und Wohnen:

  • Emissionen und Schadstoffe
  • Nutzer_innen-Behaglichkeit

Organisation und Prozesse:

  • Digitalisierung, Elektronik, IKT-Einsatz
  • Prozessoptimierung
  • Neue Geschäftsfelder
  • Humanressourcen

Ressourcen und Energie:

  • Ressourcenmanagement
  • Lebenszyklusbetrachtung
  • Energie- und Umwelttechnik

Immobilien, Wohnraum und Citys:

  • Demografische Entwicklung
  • Leistbarer Wohnraum
  • Finanzierungsmodelle

Ziel der neuen Brancheninitiative ist eine weitere Erhöhung der Forschungsaktivitäten im Baubereich sowie eine Erhöhung der F&E-Quote in der Bauwirtschaft.

Zielgruppe sind alle Branchen im Bereich der Bauwirtschaft, vom Bauhauptgewerbe, der Bauindustrie über Baunebengewerbe, Installationsbranchen, Bauproduktewirtschaft, Immobilienwirtschaft bis hin zu Bausoftware, Baumaschinen oder Bauchemie.

Alle bauspezifischen und baunahen Branchen sind aufgerufen, sich an dieser Brancheninitiative „BRA.IN Bauforschung 2020“ zu beteiligen und die Förderinstrumente der FFG in diesem Bereich in Anspruch zu nehmen. Um darüber eine Übersicht zu erhalten, wird derzeit von FFG, Geschäftsstelle Bau der WKÖ und ACR ein Bauforschungskatalog erstellt, in dem baurelevante Förderschienen und Forschungsdienstleister für potenzielle Anwender_innen dargestellt sind. Parallel besteht schon heute die Möglichkeit, mithilfe des FFG-QuickChecks auf Basis einer Projektkurz¬beschreibung ein geeignetes FFG-Förderprogramm zu finden.

Der Bauforschungskatalog wird bei der Auftaktveranstaltung zur Brancheninitiative "BRA.IN Bauforschung 2020" präsentiert, welche am 13. Jänner 2017 an der Wirtschaftskammer Salzburg stattfindet. Bei der Auftaktveranstaltung wird es seitens der FFG auch vor Ort Beratungsmöglichkeiten geben. Alle forschenden Unternehmen der Branche sind aufgerufen, die Angebote umfassend zu nützen, um ihre Innovationsleistungen und in weiterer Folge ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Detailinfos

Nähere Informationen:

Geschäftsstelle Bau, WKÖ
DI Robert Rosenberger
Schaumburgergasse 20, 1040 Wien
T: +43-590900-5216
rosenberger@bau.or.at
www.bau.or.at
www.forschung.bau.or.at