Technische Universität Wien
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2017-07-04 [

Julia Tamm

 | TU Wien ]

Sudden Workshop CREAU

Im Rahmen des "Sudden Workshops" von mostlikely in Kooperation mit der Abteilung für Raumgestaltung und nachhaltiges Entwerfen der TU Wien wurden von Studierenden vier urbane Prototypen in Holzbauweise umgesetzt.

Projekt "Wonderwall"

Projekt "Auf dem Holzweg"

Projekt "Multifly"

Projekt "Igelnest"

Das Format der Sudden Workshops ist speziell für Zwischennutzungen entwickelt, wobei der Fokus vor allem auf einem kollaborativen Arbeitsprozess liegt. In intensiver Auseinandersetzung mit der Umgebung entstanden Entwürfe für neue Raumstrukturen, vor Ort wurden diese in einer temporären Werkstätte von den Studierenden selbstständig 1:1 umgesetzt. Am 7. Juni wurden die Projekte übergeben und damit das Gelände der CREAU um viele neue Funktionen erweitert.

Betreut durch Mark Neuner (mostlikely) und Thomas Gamsjäger (TU Wien) entstanden vier Projekte, für die bewusst das Material Holz gewählt wurde und dessen Bedarf nur durch großzügiges Sponsoring gedeckt werden konnte. Das verwendete Holz trägt das Nachhaltigkeitszertifikat PEFC und wurde von der Firma Formholz direkt zur Creau geliefert. Mit der Unterstützung im Bereich Tragwerksplanung von Wilhelm Luggin (LUGGIN ZT-GmbH) entsprechen die Holzkonstruktionen auch den statischen Anforderungen und konnten somit zum Bau freigegeben werden.

Das Projekt "Wonderwall" steht direkt am Eingang und leitet die Besucher_innen ins Areal. Neben der Funktion als Kassa- und Sitzmöbel war es ein wichtiges Kriterium des Projektes die Creau nach außen sichtbar zu machen und die Barriere des Zaunes zu durchbrechen. Die Werbewirkung der Creau wird somit verstärkt und die Besucher_innen angelockt.
Vom Eingang kommend gelangt man direkt zum Projekt "Auf dem Holzweg". Hier wurde eine Plattform mit Outdoorwerktischen errichtet, welche nicht nur als Erweiterung der bestehenden Werkstatt dienen, sondern auch zum geselligen Verweilen einladen.
Um die Atmosphäre in der Creau noch gemütlicher zu gestalten, entwickelten die Studierenden des Projektes "Multifly" Module, welche neben ihrer Funktion als Sitzmöbel auch zur Bar gestapelt oder zur Bühne angeordnet werden können. Die Möbel ermöglichen eine multifunktionale Nutzung, welche der Creau gerecht wird.
Als unübersehbarer Turm geplant, gibt das Projekt "Igelnest" in der Creau den Ton an. Es erstreckt sich mehr als 8 Meter in die Höhe, wird bei Veranstaltungen als DJ-Plattform genutzt und schafft einen Überblick über das gesamte Areal.

Bis Ende September 2018 gestalten die gebauten Prototypen nun den Ort am Gelände der ehemaligen Stallungen der Trabrennbahn Krieau und erweitern seine Nutzbarkeit. Die entstandenen Projekte des Sudden Workshops bilden in Zukunft die Basis für alle geplanten Veranstaltungen am Gelände.
Der Ort, an dem die Objekte entwickelt und realisiert wurden, ist die CREAU – kurz für "Creative Au". Als Zwischennutzungsprojekt wird ein Teil der ehemaligen Stallungen der Trabrennbahn von der Leerstandsagentur Nest bespielt. In Kooperation mit verschiedenen Kulturveranstalter_innen werden auf dem ein Hektar großen Gelände gemeinschaftliche Werkstätten, Grünräume für Food Kooperativen, Schwitzhütten, Konzerte, ein Biergarten und diverse Kunstausstellungen realisiert und betrieben.

Ort:
Meiereistraße Ecke Krieaupromenade, 1020 Wien | direkt an der U2 "Stadion", schräg gegenüber vom Einkaufszentrum "Stadion Center"

Webtipp: https://www.facebook.com/suddenworkshopcreau


Bilder: © Eva Manhart, TU Wien