Technische Universität Wien
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2005-07-29 [

Karin Peter

]

Lange Nacht der Forschung an der TU Wien

, im Atominstitut sowie an den Instituten für chemische Technologien und Analytik sowie Architekturwissenschaften zur Schau stellen. Um den Forschungsgenuss noch zu erhöhen, wird der ?Popcornreaktor? die BesucherInnen der Langen Nacht mit frischem Popcorn versorgen und die Magic Chemistry Night in eine Welt der Farben und Effekte entführen.


Steckbrief - Lange Nacht der Forschung

Wann: 1. Oktober 2005, 17:00-00:00 Uhr

Wo: Wien, Linz, Innsbruck

Wo an der TU Wien:

  • "Freihaus", Wiedner Hauptstraße 8-10, 1040 Wien

  • Institut für Architekturwissenschaften , Treitlstraße 3, 1040 Wien

  • Atominstitut, Stadionallee 2, 1020 Wien

    Eintritt:

    - freier Eintritt für MitarbeiterInnen und Studierende der eigenen Institution, Kinder bis 12 Jahre

    - Tickets (für TU-?fremde? Institutionen): 9;- Euro/7,- Euro ermäßigter Tarif (u.a. SchülerInnen, Studierende, SeniorInnen,.. )

    Die Tickets sind für alle Veranstaltungen gültig, die in Wien angeboten werden.

    Detailinfos zur "Langen Nacht der Forschung": www.langenachtderforschung.at



     

    Was wird an der TU Wien im "Freihaus"gezeigt?

     

    #1 Von A wie Aktie bis S wie Sterbewahrscheinlichkeit

     

    Finanzielle Sicherheit als (Zukunfts)vorsorge

     

    Finanzielle Sicherheit - im Sinne von Vorsorge gegen unerwartete negative Ereignisse sowie Zukunftsvorsorge - wurde in letzter Zeit durch (Natur-)Katastrophen, Aktienmarktentwicklung und Pensionsdebatte zu einem interessanten Thema für alle.

     

    Die zugrundeliegenden mathematischen Modelle (Schadensverteilungen, stochastische Prozesse für Aktienpreise, Sterbewahrscheinlichkeiten) und deren Konsequenzen können für alle BesucherInnen - egal ob mathematisch ?vorbelastet? oder nicht - am Computer interaktiv ausprobiert und nachvollzogen werden. Was sind die größten Versicherungsschäden der letzten Jahrzehnte? Wie sollten Sie Ihr Vermögen investieren? Wie hoch ist Ihre Lebenserwartung? Wieviel Geld brauchen Sie für eine lebenslange Zusatzpension? Hier können Sie es selbst herausfinden!

     

    Beteiligte Institut/e: Institut für Wirtschaftsmathematik, TU Wien

     

     

    #2 Quanten-Theater mit Schokobällchen

     

    Die BesucherInnen als Elementarquanten in einer Quantenverschlüsselung

     

    Sie wollten immer schon wissen, wie man sich als "Quant" fühlt? Dann sind Sie bei uns gerade richtig. Sie sind Teil einer Quantenverschlüsselung, die die Übertragung einer geheimen Nachricht zum Ziel hat. Sie ziehen ein Schokobällchen aus einer Urne, das Sie beim Empfänger abliefern müssen. Auf dem Weg dahin können Sie sich in ein Quant hineindenken und sich als solches fühlen und erleben. Ganz im Sinne des meditativen Zen Koans "Mu". Dann wird es vielleicht sogar gelingen, sich wie die Schrödinger'sche Katze zu fühlen, oder auch wie in ein Teilchen, das durch zwei räumlich getrennte Spalten gleichzeitig schlüpft. Egal wie gut oder schlecht Ihnen das gelingt, sollten Sie danach Ihr Schokobällchen aufessen . . . oder nur entspannt dem Quantentreiben zusehen . . .

     

    Beteiligte Institut/e: Institut für Theoretische Physik, TU Wien

     

     

    #3 Das 3D-Adventure zur Quantenkryptographie

     

    3D-animierte, virtuelle Quantenkryptographie - sichere Kommunikation und Spionageangriffe

     

    Absolute Geheimhaltung verspricht die Quantenkryptographie, eine Methode zur Verschlüsselung und Übertragung von Nachrichten. Bedeutet das das Ende der Spionage, oder gibt es vielleicht doch noch Möglichkeiten, an die begehrten Informationen zu gelangen? Finden Sie spielerisch heraus, wie sicher die Quantenkryptographie ist und welche Chancen Spione noch haben, um geheime Informationen abzuhören. Sie werden selbst interaktiv eine Nachricht verschlüsseln und übertragen. Bei jedem Schritt sehen Sie genau was passiert und wie ein Maß an Sicherheit und Geheimhaltung erreicht werden kann, wie es bisher noch nicht möglich war. Versuchen Sie dann als Spion den Code zu knacken. Ob Ihnen das gelingen wird?

     

    Beteiligte Institut/e: Institut für Theoretische Physik, TU Wien

     

     

    #4 Science & Science fiction

     

    Realität und Fantasie in Kinofilmen

     

    Was kann die Wissenschaft heutzutage erklären, was Science-Fiction Filme schon seit längerem als Selbstverständlichkeit verkaufen? Ist das wissenschaftlich überhaupt machbar und wenn ja wie und wann? Sind zum Beispiel die Horrorversionen der dargestellten Naturkatastrophen und die der perfekten Überwachung wirklich möglich? Nicht nur CineastInnen werden voll auf ihre Rechnung kommen, wenn Filme wie z. B. "Minority Report" von ForscherInnen der Technischen Universität Wien auf ihren wissenschaftlichen (Zukunfts-)Gehalt mit Ihnen diskutiert werden. Filmerlebnis und wissenschaftliches Feeling auf höchstem Niveau - und das Ganze für jede Besucherin und jeden Besucher leicht verständlich erklärt ... und natürlich auch diskutiert.

     

    Beteiligte Institut/e: Atominstitut, TU Wien, Institut für Geodäsie und Geophysik, TU Wien, Institut für Rechnergestützte Automation, Arbeitsbereich Automatisierungssysteme, TU Wien, Institut für Rechnergestützte Automation, Arbeitsbereich Mustererkennung und Bildverarbeitung, TU Wien, Institut für Informationssysteme, Arbeitsbereich Verteilte Systeme, TU Wien,Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Arbeitsbereich Human Computer Interaction, TU Wien

     

     

     

    #5 Nach dem Blackout das Licht mit dem Laser wieder zünden

     

    Moderne Lasertechnik: Wege aus derm Stromversorgungs-Blackout

     

    Stell' dir vor, es geht das Licht aus, ... Nach den zahlreichen Blackouts 2003 in den USA und Teilen Europas ­ beinahe auch in Österreich - waren über 300 Millionen Menschen ohne Strom. Was also tun, damit so etwas nicht mehr passiert oder falls doch: wie können die manchmal sogar tödlichen Konsequenzen verhindert werden? Wir zeigen Ihnen, wie ein ?Blaockout? entsteht und allmählich die Gebiete eines Landes stromlos werden. Sie sehen aber auch, wie ein Netzausfall abgewendet werden könnte. Fällt der Strom aber einmal dennoch aus, muss z. B. in einem Spital der Notstromdiesel schnell anspringen. TU-Forscher entwickeln eine neue Möglichkeit stromerzeugende Gasmotoren mit einem Laserzündsystem zu zünden anstatt mit einer herkömmlichen Zündkerze. Werden Sie Zeuge, wie in einem Motorenmodell das Zündplasma eindrucksvoll demonstriert wird.

     

    Beteiligte Institut/e: Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft, TU Wien, Institut für Photonik, TU Wien

     

     

     

    #6 Elektromagnetische Felder - ja, sicher!

     

    Was elektromagnetische Felder leisten können und wozu man sie braucht.

     

    Über elektromagnetische Felder - im Speziellen ihre Wirkung auf die Gesundheit - wird immer wieder spekuliert (Stichwort: Elektrosmog). Während die gesundheitsschädigende Wirkung von elektromagnetischen Feldern noch immer nicht vollständig und schlüssig nachgewiesen werden konnte, werden diese Felder zum Wohle und zur Sicherheit des Menschen eingesetzt. Laufend tauchen dazu Fragen auf: Wie können Fehlstellen in Metallkonstruktionen festgestellt werden? Wie kann das Innere des menschlichen Oberkörpers (Lungenmonitoring) bequem beobachtet werden? Wie können Materialverteilungen in technischen Prozessen dargestellt werden? All diese Fragen können durch den Einsatz elektromagnetischer Felder beantwortet werden. Wie das geht? Probieren Sie es selbst bei interaktiven Experimenten aus!

     

    Beteiligte Institut/e: Institut für Elektrische Messtechnik und Messsignalverarbeitung, TU Graz

     

     

     

    #7 Wenn die Erde bebt ...

     

    Ungeheure Kräfte wirken im Inneren des Planeten und verändern laufend das Bild der Erde. Beherrschbar sind diese Naturgewalten nicht. ForscherInnen suchen jedoch nach den Ursachen und Möglichkeiten, damit Naturkatastrophen zumindest vorhergesagt werden können. Wir werden Ihnen das Phänomen Erdbeben veranschaulichen und begreiflich machen. Mit einer Erdbebensimulationsmaschine zeigen wir Ihnen, wie Erdbeben entstehen und wie sie sich auswirken können. Die Ausbreitung und Registrierung von Erdbebenwellen wird mit Computeranimationen dargestellt. Sie können selbst Experimente zur Erzeugung und Messung künstlicher Erschütterungen durchführen, Messgeräte werden diese live registrieren.

     

    Beteiligte Institut/e: Institut für Geodäsie und Geophysik, TU Wien

     

     

     

    #8 Der Berg ruft ... und kommt

     

    Risikomanagement von Fels- und Bergstürzen.

     

    Risiko = Schaden x Eintrittswahrscheinlichkeit. Soweit die Fakten. Sie erfahren, was diese ?Formel? beim Risikomanagement von Fels- und Bergstürzen bedeutet. Ein Feature aus einem Dokumentarfilm führt in das Thema ein und zeigt, welche Konsequenzen ein Felssturz in der Schweiz für die dortige Bevölkerung hatte. Die Möglichkeiten, die Gefahren durch Fels- und Bergstürze mittels Simulationsmodellen festzulegen, werden Ihnen vor Augen geführt: sehen Sie selbst, wie das Risiko durch Bergstürze und die Wirtschaftlichkeit von Abhilfemaßnahmen beurteilt werden und wie dabei vorgegangen wird.

    Damit Sie das alles selbst begreifen können, werden Sie Berge bauen, Hangrutschungen auslösen und den Vorgang in Zeitlupe beobachten - die "Base Friction - Maschine" macht's möglich.

     

    Beteiligte Institut/e: Institut für Ingenieurgeologie, TU Wien



     

     

    Die weiteren TU Wien-Standorte im Rahmen der Langen Nacht der Forschung

    Licht im Dienste der Sicherheit

    Institut für chemische Technologien und Analytik, TU Wien

    Ort: Bundeskriminalamt/ 1090, Schlickplatz 6 (Rossauerkaserne)

    Kristalline Feststoffe und Mineralien, die durch Einbau unterschiedlicher Seltenerd-Elemente in verschiedenen Farben lumineszieren. Die Leuchtstoffe erlauben das Anbringen "unsichtbarer" Markierungen auf Dokumenten bzw. Geldscheinen, welche erst unter UV Licht sichtbar gemacht werden können.



    Selbstleuchtende Hinweistafeln, die im Alltag zur Erhöhung der Sicherheit dienen, werden gezeigt und deren Aufbau und Funktionsweise erklärt.

    Forschungsergebnisse aus den Bereichen Physik und Chemie werden im täglichen Leben in Anspruch genommen. Dazu wollen wir angehende junge Wissenschaftler und interessierte Personen mit den Hintergründen und dem Einsatz dieser Phänomene vertraut machen und ihnen u.A. erlauben, auf diese Weise Fälschungen zu erkennen.

    Gezeigt werden:

    - Zwei Dunkelkammern mit Exponaten aus unserem Labor, welche unterschiedliche Farben und Leuchteigenschaften aufweisen. Sicherheitsmerkmale an Geldscheinen, Erkennen von gefälschten Dokumenten, Sichtbarmachen von versteckten Informationen. (in Zusammenarbeit mit dem BKA, erkennen von Falschgeld)

    - Selbstleuchtende Zeichen, Sicherheitstafeln, Leuchtmarkierungen und Leuchtfarben.

    - Eine Posterpräsentation zeigt und erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe der Festkörperchemie fester Lösungen sowie die Wechselwirkung von Materie mit elektromagnetischer Strahlung.

     

     

    Was Sie schon immer über Radioaktivität wissen wollten -und sollten

    Atominstitut der Österreichischen Universitäten

    Ort: 1020, Stadionallee 2

    In einer Führung durch das Atominstitut der Österreichischen Universitäten werden an mehreren Stationen (Reaktor, Radiochemie, Tieftemperaturphysik ...) die Eigenschaften und Probleme der ionisierenden Strahlung anhand von praktischen Beispielen vorgestellt und diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt in der Bestimmung der Dosis und Dosisleistung in Abhängigkeit von der Strahlenart, wobei thematisch der Strahlenschutz und Sicherheitsfragen in den Vordergrund gerückt werden.

    Mitgebrachte Proben (Fliesen, Kacheln, Sand, Gläser, Uhren ...) können einer ersten Abschätzung bezüglich ihrer Dosisleistung unterzogen werden.



     

     

    Virtuelle Architektur am Institut für Architekturwissenschaften der TU Wien

    Institut für Architekturwissenschaften, TU Wien

    Ort: 1040, Treitlstraße 3

    Jeder kennt Bilder von zerstörten Häusern nach einem Erdbeben. Was zum Zeitpunkt der Katastrophe im Inneren eines Hauses passiert, ist hingegen weniger bekannt. Wir laden Sie daher ein, in einem virtuellen Gebäude ein Erdbeben mitzumachen und dabei die Bedeutung der virtuellen Architektur für

    eine sicherere Bauweise zu entdecken. Daneben werden wir auch andere Anwendungen des virtuellen Raums vorstellen, z.B. die räumliche Darstellung von Informationen und die virtuelle Rekonstruktion von Gebäuden.

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