Technische Universität Wien
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2011-07-12 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Mehr Geld für Spitzenforschung in Biomasse-Technologien

Österreich ist Weltklasse in der Biomasse-Verwertung, und die Technische Universität Wien hat kräftig dazu beigetragen. Das COMET K1-Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+, das seit vier Jahren Forschungspartner aus Wirtschaft und Wissenschaft vereint, wird nun verlängert.

Biogasanlage in Güssing

Solche Spitzenleistungen können entstehen, wenn akademische Forschung und Wirtschaft Hand in Hand zusammenarbeiten: Im Kompetenzzentrum  Bioenergy 2020+ wird an Technologien geforscht, mit denen aus Biomasse auf umweltfreundliche Weise nutzbare Energie gewonnen werden kann – in Form von Biotreibstoffen oder elektrischer Energie. Nach vierjähriger Laufzeit wurde das Kompetenzzentrum nun evaluiert, und aufgrund des überaus großen Erfolges wird das Projekt nun verlängert. Die Fördergelder werden investiert – und das kommt nicht zuletzt der TU Wien zugute, die als Kooperationspartner einen wesentlichen Anteil an der Forschungsarbeit von Bioenergy 2020+ mitträgt.
Österreich in Führungsposition

Bioenergy 2020+ ist eines der K1-Kompentenzzentren im Rahmen der Förderschiene COMET des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF. In diesem Forschungsprogramm konnten wichtige Kompetenznetzwerke aus dem Bereich der Bioenergie vereint werden. „Österreich hat dadurch eine echte internationale Führungsposition eingenommen“, freut sich Professor Hermann Hofbauer, Vorstand des Instituts für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften der TU Wien. „Die Verlängerung von Bioenergy 2020+ wird uns die Möglichkeit geben, innovative Produkte  und Technologien weiter zu entwickeln – davon profitiert auch die österreichische Industrie.“
Weltweit gefragte Expertise an der TU Wien

Schon heute gibt es Vorzeigeprojekte, die nicht nur für Aufsehen in akademischen Kreisen sorgen, sondern auch für viele Industriepartner äußerst interessant geworden sind. So gilt die Biomasse-Anlage in Güssing als international höchst geachtetes Vorzeigeprojekt. „In der Biomasse-Anlage in Güssing steckt eine ganze Menge an wissenschaftlichem Know-How, und die TU Wien war die treibende Kraft hinter dieser Forschung“, erklärt Hermann Hofbauer. Während die bereits entwickelten Konzepte mittlerweile anderswo auf der Welt aufgegriffen werden, will man nun weitere, noch bessere Lösungen vorantreiben. Die Verlängerung des Kompentenzzentrums bringt einen wichtigen Impuls auch für die Forschung an der TU Wien: Ungefähr zehn weitere junge WissenschaftlerInnen werden über die Finanzmittel aus Bioenergy 2020+ finanziert werden können und im Rahmen ihrer Dissertationen von der TU Wien betreut werden.

 

 

Plattform Zukunftsfähige Energietechnik – ist ein Zusammenschluß von drei Arbeitsgruppen und einem akkreditierten Prüflabor innerhalb des Instituts für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften welcher Know How auf den Bereichen Wirbelschichttechnik, Biotreibstoffe, Synthesegasaufbereitung, Gasreinigung, Brennstoff- und Gasanalyse bündelt um die Zielsetzungen innerhalb des Forschungsschwerpunktes Energie & Umwelt an der Technischen Universität Wien effizienter umsetzten zu können. Aus diesem Pool stammen auch essentielle Anteile der Technologien die beispielsweise in Anlagen in Güssing und zahlreichen weiteren Standorten bereits erfolgreich realisiert wurden.

Energy & Environment ist – neben Computational Science & Engineering, Quantum Physics & Quantum Technologies, Materials & Matter sowie Information & Communication Technology – einer von fünf Forschungsschwerpunkten der Technischen Universität Wien.
Geforscht wird an der Erschließung neuer Energiequellen, der Versorgung mit Energie sowie deren Speicherung und effiziente Nutzung. Das technische Know how wird durch Expertise in den Bereichen Klima, Umwelt, Wirtschaft und Rohstoffe erweitert.