Technische Universität Wien
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2011-12-05 [

Juliane Mikoletzky

 | Universitätsarchiv ]

"Für dürftige und würdige Hörer"

Von 12. bis 17. Dezember findet eine Ausstellung des Universitätsarchivs zum Thema Stiftungsstipendien am k.k. polytechnischen Institut und an der Technischen Hochschule in Wien statt.

"Für dürftige und würdige Hörer": 12. – 17. Dezember 2011

Studieren war immer schon mit Kosten verbunden: Auch in früheren Zeiten mussten Kollegiengelder und Prüfungsgebühren bezahlt werden, ebenso Aufwendungen für Bücher und sonstige Lernmittel sowie Kosten für Unterkunft und Lebensunterhalt.
Studienstipendien waren eine historisch weit zurück reichende Form, begabten mittellosen Hörern ein Studium zu ermöglichen. Neben den von öffentlichen Stellen eingerichteten Stipendien standen den Universitäten aber vor allem eine Fülle von Stipendien privater Stifter und auch Stifterinnen zur Verfügung.

Auch für die Hörer des Wiener polytechnischen Instituts wurden schon früh eigene Stiftungen errichtet, die ersten bereits wenige Jahre nach der Eröffnung des Instituts. Vor dem Ersten Weltkrieg waren den Hörern der k.k. Technischen Hochschule in Wien rd. 100 verschiedene Stiftungsstipendien zugänglich, die teils ausschließlich für „Techniker“ gewidmet waren. Einige davon bestehen bis heute. 
Durch die Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – Erster und Zweiter Weltkrieg, Inflation und Zerfall der Habsburger Monarchie, Wirtschaftskrisen und politische Umwälzungen – wurde das Stiftungsvermögen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Seit der Zwischenkriegszeit verstärkten sich daher Tendenzen zur Zusammenfassung gleichartiger Stiftungen zu Sammelstiftungen, um überhaupt noch nennenswerte Stipendien vergeben zu können.

Mit der Schaffung einer staatlichen Studienförderung in Österreich seit den 1960er Jahren ging eine lange Tradition der Studienförderung durch Mitglieder der Zivilgesellschaft zu Ende. 

Das Universitätsarchiv der TU Wien möchte in einer Ausstellung die Vielfältigkeit des privaten Stipendienwesens an der TH in Wien vorstellen und auch an diese Leistung bürgerlich fundierter gesellschaftlicher Solidarität erinnern.

Ausstellung 
Ort: Prechtl-Saal, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Zeit: 12. – 17. Dezember 2011

Öffnungszeiten
Montag 12.12. 2011: 14 -17 Uhr
Dienstag - Freitag 10-17 Uhr
Samstag 17.12.2011; 10 – 13 Uhr

Auf Wunsch sind Führungen möglich. Information und Anmeldung ab 12.12. 2011
im Universitätsarchiv: T: +43-1-58801-41140, archiv@zv.tuwien.ac.at