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2012-05-10 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Ulrike Diebold und Günther Rupprechter in die ÖAW gewählt

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat neue Mitglieder aufgenommen. Zwei von ihnen kommen von der TU Wien.

Prof. Ulrike Diebold und Prof. Günther Rupprechter

Bei der diesjährigen Wahlsitzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurden Prof. Ulrike Diebold vom Institut für Angewandte Physik und Prof. Günther Rupprechter vom Institut für Materialchemie als „Korrespondierende Mitglieder im Inland“ der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse in die Akademie aufgenommen. Die Mitgliedschaft in der Akademie gilt als besondere Auszeichnung für große wissenschaftliche Leistungen.

Katalyse an Oberflächen
Die Physikerin Ulrike Diebold und der Chemiker Günther Rupprechter forschen in eng verwandten Gebieten. Beide beschäftigen sich mit der Untersuchung von Materialoberflächen. Günther Rupprechter untersucht die Katalyse chemischer Reaktionen auf Oberflächen. Er leitet den Spezialforschungsbereich FOXSI (Functional Oxide Surfaces and Interfaces). Mehr als 50 ForscherInnen bündeln in diesem Forschungsbereich ihre Kräfte, um funktionelle Oxide zu untersuchen. Diese komplexen Materialien sind etwa in Brennstoffzellen (als Katalysatoren oder Elektrolyte) von großer Bedeutung.

Atomare Vorgänge sichtbar machen
Auch Ulrike Diebold ist Teil des SFB-Projekts FOXSI. Sie untersucht auf atomarer Skala die Vorgänge, die an der Oberfläche von Metalloxiden ablaufen. Mit Hilfe der Rastertunnelmikroskopie lässt sich heute präzise abbilden, wie sich einzelne Atome verhalten. Wenn man diese Abläufe genau versteht, lassen sich neue Materialien mit besonderen Eigenschaften maßschneidern. Diebold wurde kürzlich mit dem „ERC Advanced Grant“ ausgezeichnet, einem der höchstdotierten europäischen Forschungs-Förderpreise.
Die Untersuchung von Materialoberflächen auf atomarer Ebene ist Teil des Bereiches „Materials and Matter“ – einer der Forschungsschwerpunkte der TU Wien.

Nachlese:
Eröffnung des SFB FOXSI: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/6883/  
ERC-Grant für Ulrike Diebold: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/7380/

Logo Materials & MatterMaterials & Matter ist – neben Computational Science & Engineering, Quantum Physics & Quantum Technologies, Information & Communication Technology sowie Energy & Environment – einer von fünf Forschungsschwerpunkten der Technischen Universität Wien. Geforscht wird von der Nanowelt bis hin zur Entwicklung neuer Werkstoffe für großvolumige Anwendungen. Die Forschenden arbeiten sowohl theoretisch, beispielsweise an mathematischen Modellen im Computer, wie auch experimentell an der Entwicklung und Erprobung innovativer Materialien.


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