Technische Universität Wien
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2013-03-06 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Mikrochip-Tüfteln an der TU Wien

Beim „Invent a Chip“-Wettbewerb lernen Teams aus verschiedenen Schulen, wie aus einer guten Idee ein nützlicher Mikrochip wird.

HTL-Schüler lernen an der TU Wien

HTL-Schüler lernen an der TU Wien

Man ist nie zu jung für geniale High-Tech-Ideen. An der TU Wien findet derzeit ein Workshop statt, bei dem SchülerInnen-Teams ihre eigenen Mikrochips entwickeln können. Am Institut für Computertechnik werden die Teams mit den Grundlagen der Chip-Entwicklung vertraut gemacht, bis 1. Juli haben sie dann Zeit, ihre Projekte zu vollenden. Danach wird die beste Idee prämiert – und als echter Silizium-Chip produziert.

Am Anfang steht eine Idee
Die Schul-Teams mussten zunächst ein konkretes Projektziel einreichen. Die sechs besten Chip-Ideen wurden von einer hochkarätig besetzten Jury ausgewählt und an die TU Wien eingeladen. Schon bei diesem ersten Schritt bewies der Mikroelektronik-Nachwuchs Kreativität: So soll etwa ein Lichtsteuerungschip für konstante Helligkeit am Schreibtisch sorgen, ein Blindenwarnchip soll vor herannahenden Autos warnen, ein Kurvensensor für Motorräder soll im richtigen Moment Breitstrahler aktivieren und so die Verkehrssicherheit erhöhen.

Hardwarenahe Programmierung
„Je nach Projektziel sind unterschiedliche technische Herangehensweisen nötig“, erklärt Johann Glaser vom Institut für Computertechnik, der Leiter des Projektes. „Manche Ideen setzt man am besten mit Mikrocontrollern um – sie lassen sich ähnlich programmieren wie ein Computer. Für andere Anforderungen ist es besser, die Schaltungslogik des Chips selbst zu designen. Das Programm läuft dann nicht Zeile für Zeile ausgeführt wie am Computer, verschiedene Teile der logischen Schaltung können gleichzeitig aktiv sein.“ Beide Varianten werden in eigenen Workshops den jungen Chip-Designern nähergebracht.

Gelernt wird an der TU, gearbeitet wird dann zuhause
Bereits zum dritten Mal findet der Wettbewerb nun an der TU Wien statt. „Bei uns wird sehr konzentriert gearbeitet – wir haben viel Programm und nur wenige Tage Zeit“, sagt Johann Glaser. Die sechs Teams stammen aus  fünf verschiedenen HTLs aus Steyr, Graz, Hollabrunn und Wien. Sie alle werden in den nächsten Wochen das an der TU Wien gelernte Wissen anwenden und einen möglichst schlauen Chip programmieren. Im Juli wird eine Jury dann entscheiden, welcher der Chips tatsächlich gebaut wird.

Im Herbst wird es eine offizielle Siegerehrung geben.  Für den ersten Platz gibt es iPads, die Teams auf den weiteren Plätzen bekommen FPGA- und Mikrocontroller- Entwicklungs-Kits.