Technische Universität Wien
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2014-01-24 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Noch mehr Rechenpower für die Wissenschaft

Der Startschuss für die nächste Ausbaustufe des Vienna Scientific Cluster (VSC-3) ist gefallen: Bald soll der Großrechner noch leistungsfähiger werden.

Um im Bereich der Supercomputer in der Spitzenklasse mithalten zu können, muss man die Hardware laufend verbessern. Schon der VSC-2, der im Jahr 2011 als Österreichs schnellster Großrechner in Betrieb genommen wurde, brach Rekorde – auf der TOP500-Liste der weltweit leistungsfähigsten Computer erreichte er den bemerkenswerten 56. Platz. Trotzdem ist es nun Zeit für die nächste Ausbaustufe.

Nach einer europaweit durchgeführten Ausschreibung im Spätsommer 2013 und der Bewertung der Angebote wurde am 16. Jänner der Auftrag für die nächste Ausbaustufe im Vienna Scientific Cluster (VSC-3) an die Firma Clustervision vergeben. Clustervision ist ein auf Hochleistungsrechner und Cluster-Systeme spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden.

Gemeinschaftsprojekt mehrerer Universitäten
Um der österreichischen Wissenschaft optimale Rechenleistung zur Verfügung stellen zu können, haben sich mehrere Universitäten zusammengeschlossen: Der VSC-3, als gemeinsames Projekt über die Leistungsvereinbarungen des bm.wf mit der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Graz und der Universität Innsbruck finanziert und mit der Universität für Bodenkultur Wien, der Karl-Franzens Universität Graz, der Medizinischen Universität Graz, der Montanuniversität Leoben und der Alpen-Adria Universität Klagenfurt als Partner im VSC-Verbund, wird in den nächsten Monaten am Standort "Science Center" der TU Wien im Arsenal aufgebaut  und voraussichtlich ab Mai für BenutzerInnen zur Verfügung stehen. Für Institute besteht die Möglichkeit, eigene Rechenknoten im Rahmen dieser Ausschreibung zu erwerben.

Das Cluster-System von Clustervision hat folgende Kennzahlen:

  • 1756 Rechenknoten mit je
    o 2 Intel CPUs E5-2650v2 (2.6 GHz, je 8 cores)
    o 64 GB Hauptspeicher DDR3-1866
    o 2 Intel QDR Infiniband Adapter
  • 5 Zugangsknoten für die beteiligten Universitäten
  • QDR "dual-rail" Infiniband Netzwerk
  • 600 TB Kapazität im parallelen Filesystem
  • 200 TB Kapazität für  NFS-Filesysteme
  • "Liquid Submersion Cooling"
    o Rechenknoten werden vollständig in eine Kühlflüssigkeit eingetaucht
    o Spezielles Mineralöl als Kühlmittel
    o Kühlwassertemperaturen 33°C, im Sommer bis zu 45°C

Durch das "Liquid Submersion Cooling" der Firma Green Revolution Cooling  kann eine sehr effiziente Kühlung des Cluster-Systems erreicht werden. Daneben kann das anfallende Warmwasser im Winter zur Heizung des Gebäudes verwendet werden.

Link VSC: http://vsc.ac.at

Nähere Informationen:
Ao.Univ.Prof. Dr.phil. Herbert STÖRI
Vorstand des Instituts für Angewandte Physik
Technische Universität Wien
Wiedner Hauptstr. 8, 1040 Wien
T +43-1-58801-13460
stoeri@iap.tuwien.ac.at 

Dr. Ernst HAUNSCHMID
Zentraler Informatikdienst (ZID) TU Wien
VSC-Systemadministrator
Technische Universität Wien
Wiedner Hauptstr. 8, 1040 Wien
T +43-1-58801-42090
haunschmid@zid.tuwien.ac.at