Technische Universität Wien
> Zum Inhalt

Gold Whistle Award für Ewald Benes

Prof. Ewald Benes, Institut für Angewandte Physik der TU Wien, wurde mit dem Distinguished Service Award (Gold Whistle Award) des International Congress on Ultrasonics (ICU) ausgezeichnet.

Prof. Ewald Benes bei der Demonstration der Lautstärke und des Obertonreichtums (mit hohen Ultraschall-Anteil) der goldenen Tritone Samba Thriller Pfeife

Prof. Sigrun Hirsekorn (incoming ICU Secretary General), Prof. Antoni Sliwinsky (Laudator), Prof. Ewald Benes (President of 2007 ICU Vienna, Empfänger of the 2015 ICU Gold Whistle Award), Prof. Bogumil Linde (Promotor, President of 2011 ICU Gdansk und incoming Chairman of the ICU Board), Prof. Nico Declercq (President of 2015 ICU Metz)

Prof. Antoni Sliwinsky (Laudator), Prof. Ewald Benes mit seiner Frau Dr. Brigitte Benes (Umweltgemeinderätin) bei der Entgegennahme der Auszeichnung, Prof. Bogumil Linde (outgoing Chairman of the ICU Board)

Ewald Benes ist auch Designer des ICU Logos und hat gemeinsam mit Dr. Stefan Radel, der 2013 den ICU Early Career (Silver Whistle) Award in Singapore erhielt, die ICU Relay Homepage kreiert, die im www Bindeglied der ICU Kongress-Serie zwischen den einzelnen Kongress-Events ist.

In Würdigung seiner herausragenden Verdienste für die Förderung und Vereinigung der Internationalen Ultraschall-Community erhielt Prof. Ewald Benes beim 2015 ICU Metz, Frankreich, die höchste Auszeichnung, die die ICU vergibt.

Bereits 1993, im Anschluss an die Ultrasonics International UI ’93 Conference, die an der TU Wien stattfand und dessen Local Organizer der Preisträger war, beschloss E. Benes gemeinsam mit den Professoren Joachim Herbertz, Deutschland, Leif Bjørnø, Dänemark, und Lawrence Crum, USA, eine neue Kongress-Serie zu gründen, den World Congress on Ultrasonics WCU. Im Gegensatz zur UI Congress-Serie, die von einem kommerziellen Publisher (damals Butterworth-Heinemann und später Elsevier) organisiert wurde, sollte ein von unabhängigen Wissenschafter_innen geleiteter Ultraschall-Weltkongress entstehen.

Dieser Europa-zentrierte Weltkongress sollte ein Gegengewicht zum USA-zentrierten IEEE Ultrasonics Symposium werden und fand daher alle 2 Jahre in Europa abwechselnd mit Asien oder Amerika statt: 1995 Berlin – 1997 Yokohama – 1999 Copenhagen (Joint Congress mit UI) – 2001 Atlanta (Joint Congress mit IEEE) – 2003 Paris – 2005 Beijing (Joint Congress mit UI).

Die fortgesetzte Konkurrenz zwischen WCU und UI wurde aber von den auf dem Ultraschall-Gebiet tätigen Wissenschafter_innen und Techniker_innen zunehmend als zeitraubend empfunden, sodass es 2007 zu einem Merger zwischen den UI und WCU Kongress-Serien auf der Basis neuer Bylaws kam, die aber der grundlegenden, Publisher-unabhängigen, Architektur der WCU-Bylaws folgten. Die enge Kooperation mit Elsevier’s Journal Ultrasonics ist seither alleine durch die derzeit führende Rolle dieses Journals auf dem Gebiet des Ultraschalls begründet.

Auf der Basis dieser neuen Bylaws fand dann im TU-Freihaus der erste vereinigte Ultraschall-Weltkongress, der 2007 International Congress on Ultrasonics ICU Vienna, unter der Leitung (Präsidentschaft) von Prof. Ewald Benes statt. Anschließend diente Benes dieser neuen, vereinigten Kongress-Serie, die mittlerweile bei 700 Teilnehmer_innen hält, als Chairman of the ICU Board (2009 ICU Santiago de Chile) und die letzten 6 Jahre als Secretary General (2011 ICU Gdansk, 2013 ICU Singapore und 2015 ICU Metz).

Prof. Benes hat damit entscheidend zur Überwindung der Fraktionierung der europäischen Ultraschall-Community und zur Implementierung einer von kommerziellen Interessen unabhängigen Kongress-Serie beigetragen. Unter seiner Chairman-Periode wurde der ICU eine Associate Member Organisation der International Commission for Acoustics ICA, die ihrerseits ein Scientific Associate of ICSU, dem International Council for Science, und eine Affiliated Commission of IUPAP, der International Union of Pure and Applied Physics, sowie eine Affiliated Organization of IUTAM, der International Union of Theoretical and Applied Mechanics, ist. Damit konnte diese Kongress-Serie nachhaltig international verankert werden.

Ewald Benes war bis 2010 Univ.Prof. am Institut für Angewandte Physik und bis 2011 Studiendekan der Fakultät für Physik der TU Wien. Seither ist er noch als Expert Evaluator und Reviewer zahlreicher europäischer (EC Marie Sklodowska-Curie, Horizon 2020, EURAMET) und nationaler wissenschaftlicher Projekte tätig.

Kontakt:
Ewald Benes
benes@tuwien.ac.at
M: +43-664-1250001