Übersicht der Abstracts von Autor_innen S bis Z
Schiebinger, Londa (1999): Has feminism changed science? Havard University Press.
Do women do science differently? And how about feminists--male or female? The answer to this fraught question, carefully set out in this provocative book, will startle and enlighten every faction in the "science wars."
Has Feminism Changed Science? is at once a history of women in science and a frank assessment of the role of gender in shaping scientific knowledge. Science is both a profession and a body of knowledge, and Londa Schiebinger looks at how women have fared and performed in both instances. She first considers the lives of women scientists, past and present: How many are there? What sciences do they choose--or have chosen for them? Is the professional culture of science gendered? And is there something uniquely feminine about the science women do? Schiebinger debunks the myth that women scientists--because they are women--are somehow more holistic and integrative and create more cooperative scientific communities. At the same time, she details the considerable practical difficulties that beset women in science, where domestic partnerships, children, and other demanding concerns can put women's (and increasingly men's) careers at risk.
But what about the content of science, the heart of Schiebinger's subject? Have feminist perspectives brought any positive changes to scientific knowledge? Schiebinger provides a subtle and nuanced gender analysis of the physical sciences, medicine, archaeology, evolutionary biology, primatology, and developmental biology. She also shows that feminist scientists have developed new theories, asked new questions, and opened new fields in many of these areas.
Schipper, Mineke (2007): Heirate nie eine Frau mit großen Füßen. Frauen in Sprichwörtern - eine Kulturgeschichte. Eichborn Verlag
»Vertraue nie einem Pferd oder einer Frau«, »Frauen und Öfen bleiben daheim«, »Wenn der Teufel es nicht schafft, schickt er eine Frau«: In allen Kulturen der Welt werden Ansichten über Frauen und die Rolle der Frau in Sprichwörtern ausgedrückt, dem kleinsten und prägnantesten literarischen Genre. Sie handeln vom weiblichen Körper, von der Schönheit, von den Lebensphasen als Mädchen und Frau, Braut, Ehefrau, Mutter und Großmutter, von Liebe und Leidenschaft, Sex und Kinderkriegen. Und von der Angst vor der starken Frau: begabt, intelligent, herausfordernd oder magisch-geheimnisvoll. Und trotz kultureller Unterschiede, so der Befund der Autorin, gibt es erstaunliche Übereinstimmungen. Da Sprichwörter über Frauen auch viel über Männer aussagen, ist ihr Buch gleichzeitig eine Kulturgeschichte der Menschheit.
Schlüter, Anne (Hrsg.in) 1992: Pionierinnen Feministinnen Karrierefrauen? Zur Geschichte des Frauenstudiums in Deutschland. Centaurus Verlag.
Als sich im 19. Jahrhundert die bürgerliche Frauenbewegung für die Zulassung von Frauen zum Studium einsetzte, führte dies zu heftigen Auseinandersetzungen in Hochschulen, Parlamenten und Ministerien. Einzelne Frauen studierten deshalb im Ausland - Zürioh wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Mekka studierwilliger Frauen vor allem aus Rußland und Deutschland. Obwohl sich seit der Jahrhundertwende auch deutsche Universitäten für Frauen öffneten, mußten jene weiterhin mit diversen Einschränkungen und Behinderungen fertig werden. Noch in den siebziger Jahren wurden die Hochschulen vor dem Hintergrund der Frauenbewegung als patriarchalisch analysiert. Ausgehend von den Anfängen um die Jahrhundertwende wird hier die weitere Entwicklung des Frauenstudiums dargestellt und eine Bilanz für die Gegenwart gezogen. Ein unverzichtbares Nachschlagewerk zum Frauenstudium.
Schmitz, Sigrid (Hg.in) 2004: Grenzgänge. Genderforschung in Informatik und Naturwissenschaft. Helmer Verlag (Königstein/Taunus)
Auch in den Naturwissenschaften hat sich eine kritische Geschlechterforschung entwickelt, die die Situation von Frauen, die Geschlechterkonstruktionen und die methodisch-epistemologischen Vorgehensweisen analysiert. Dieser Band gibt Einblicke in die theoretischen Grundlagen und aktuellen Diskussionen der Genderstudies in den Technik- und Naturwissenschaften.
Die Autorinnen liefern eine Reihe von Beispielen, von der konstruktiven Veränderung von IT-Produkten beim E-Learning bis hin zur spannenden Frage der Wirkmacht »neuer« Körperbilder in der digitalen Bildkultur. Explizites Ziel der Publikation ist es, den Dialog mit den Gesellschaftswissenschaften zu fördern. Die Herausgeberinnen leiten das Kompetenzzentrum »Genderforschung in Informatik und Naturwissenschaften« an der Universität Freiburg.
Schreyer, Franziska (2008): Akademikerinnen im technischen Feld. Der Arbeitsmarkt von Frauen aus Männerfächern. Campus Verlag (Frankfurt/New York).
Klappentext:
Seit fast 30 Jahren gibt es Versuche, mehr Frauen für »Männerberufe« zu gewinnen. Wie aber ist die berufliche Situation von Frauen, die stark männerdominierte Fächer studiert haben? Franziska Schreyer kommt in ihrer Studie zu einem ernüchternden Ergebnis: Frauen mit einem Abschluss etwa in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik sind gegenüber ihren männlichen Ex-Kommilitonen in der Beschäftigung meist im Nachteil und doppelt so häufig arbeitslos. Auch im Vergleich zu den Frauen, die andere Fächer studiert haben, sind sie keineswegs immer im Vorteil. Die Studie macht deutlich, dass sich die Arbeitswelt wandeln muss, um dauerhaft mehr Frauen in Männerdomänen zu integrieren.
Tabellenanhang (PDF, beim Verlag)
Schweighofer-Brauer, Anemarie/Schroffenegger, Gabriela/Gnaiger, Andrea/Fleischer, Eva (Hg.innen) 2002: Eigentlich lief alles nach Plan bis… Biographische Texte zu freien Wissenschafterinnen in Österreich. Studien Verlag.
In der Öffentlichkeit wird derzeit diskutiert, wie Wissenschaft, Wissensproduktion und Hochschulausbildung in Zukunft organisiert werden sollen (Privatisierung der Universitäten, Verkürzung der Studiengänge, Fachhochschulen, Abschaffung der Habilitation etc.). In diesen von politischer Seite recht groß angelegten Diskussionen in Österreich versuchten freie WissenschaftlerInnen - das heißt solche, die nicht in einigermaßen abgesicherten Institutionen angestellt sind - sich Gehör zu verschaffen. Allerdings mit wenig Erfolg. Im Gegenteil: Derzeit geht kleinen Instituten und freischaffenden eher die Luft endgültig aus, was in "Insiderkreisen" natürlich diskutiert wird, aber nicht in der breiten Öffentlichkeit.
Ein Zweck des Buches ist es, diese Diskussion thematisch, gedanklich, faktisch einzubinden und auch ihr mehr Öffentlichkeit zu verschaffen - und zwar über einen biografischen Zugang, der in der Öffentlichkeit erfahrungsgemäß lieber rezipiert wird als das bei einem "streng wissenschaftlichen" der Fall wäre.
Das Buch nimmt dazu Stellung, daß freie WissenschaftlerInnen Erfahrungsweisen und damit Analyseweisen, Wissensformen in die wissenschaftliche Diskussion einbringen, die nur sie einbringen können und die der Erfahrung einiger gesellschaftlicher Gruppen besser entsprechen als Wissen, das an Universitäten produziert wird. Es nimmt außerdem Stellung zu spezifischen Schwierigkeiten, mit denen Wissenschaft treibende Frauen konfrontiert sind. Weiters stellt es einen Beitrag dar, der gegenwärtigen Tendenz, alles nicht in bestimmte Schemata passende zu verunmöglichen und zu verhindern, entgegenzuwirken, indem es die Vielfalt von Lebensformen und ihren Reichtum durch die Biografien zu Bewußtsein bringt.
Scott, Joan Wallach (ed.) 2008: Women's Studies on the Edge. Duke University Press.
Description
At many universities, women’s studies programs have achieved department status, establishing tenure-track appointments, graduate programs, and consistent course enrollments. Yet, as Joan Wallach Scott notes in her introduction to this collection, in the wake of its institutional successes, women’s studies has begun to lose its critical purchase. Feminism, the driving political force behind women’s studies, is often regarded as an outmoded political position by many of today’s students, and activism is no longer central to women’s studies programs on many campuses. In Women’s Studies on the Edge, leading feminist scholars tackle the critical, political, and institutional challenges that women’s studies has faced since its widespread integration into university curricula.
The contributors to Women’s Studies on the Edge embrace feminism not as a set of prescriptions but as a critical stance, one that seeks to interrogate and disrupt prevailing systems of gender. Refusing to perpetuate and protect orthodoxies, they ask tough questions about the impact of institutionalization on the once radical field of women’s studies; about the ongoing difficulties of articulating women’s studies with ethnic, queer, and race studies; and about the limits of liberal concepts of emancipation for understanding non-Western women. They also question the viability of continuing to ground women’s studies in identity politics authorized by personal experience. The multiple interpretations in Women’s Studies on the Edge sometimes overlap and sometimes stand in opposition to one another. The result is a collection that embodies the best aspects of critique: the intellectual and political stance that the contributors take to be feminism’s ethos and its aim.
Contributors
Wendy Brown; Beverly Guy-Sheftall; Evelynn M. Hammonds; Saba Mahmood; Biddy Martin; Afsaneh Najmabadi; Ellen Rooney
Gayle Salamon; Joan Wallach Scott; Robyn Wiegman
Seemann, Malwine 2009: Geschlechtergerechtigkeit in der Schule. Eine Studie zum Gender Mainstreaming in Schweden.
Schule steht im Zentrum des sozialen Wandels. Aktuell nimmt dabei die Auseinandersetzung mit Gender im Sinne einer Veränderung der bestehenden Geschlechterverhältnisse eine bedeutende Rolle ein. Gender Mainstreaming ist eine zentrale Strategie, ohne die eine Weiterentwicklung von Schule zu einer Institution, die Schülerinnen und Schülern verschiedenster Herkünfte, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern gerecht wird, nicht möglich ist.
Malwine Seemann untersucht die schwedischen Erfahrungen mit Gender Mainstreaming im Schulbereich und zeigt Möglichkeiten und Grenzen auf, die weitergehende Perspektiven auch für entsprechende Entwicklungen in Deutschland aufzeigen.
Seiter, Josef (2007): Technik - weiblich! Analyse zu frauen- und mädchenzentrierten Fördermaßnahmen im Bereich der Technik und Naturwissenschaft. schulheft 4/07 - 128. Studienverlag
Wissenschaft und Erfahrung beweisen, dass Mädchen und Buben gleichermaßen früh ein hohes naturwissenschaftliches und technisches Interesse zeigen und dass sie Erfahrungen mit Technologiekonstruktionen als lustvoll und motivierend erleben. Tatsache aber ist, dass vor allem Mädchen im Laufe ihrer weiteren Bildungskarriere immer größere Distanz zu den Bereichen Technik und Naturwissenschaft für Alltag und Beruf entwickeln.
Das schulheft beschäftigt sich mit dem angeblichen Mangel an technischer Kompetenz von Mädchen und Frauen und deren tatsächlich geringen Präsenz in technischen Bereichen. Die Beiträge analysieren mädchen- und frauenzentrierte Fördermaßnahmen von der Früherziehung über die Schule bis zum Beruf. Schwerpunkte sind Gendersensible Pädagogik, „technical literacy“, Diskurs um die Arbeit in geschlechtsheterogenen oder geschlechtshomogen Gruppen.
Smutny, Petra/Hopf, Herbert (2003): Ausgemobbt! Wirksame Reaktionen gegen Mobbing. Manz'sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung.
WIRTSCHAFTSBLATT & MANZ | Ratgeber geben klare Antworten auf die Rechtsfragen des Alltags. Einfach und verständlich erklärt mit vielen Beispielen, Hinweisen & Zusammenfassungen.
Aus dem Inhalt:
- Wann spricht man von Mobbing?
- Wer sind die Mobbingbetroffenen?
- Folgen von Mobbing
- Welche rechtlichen Möglichkeiten haben ArbeitnehmerInnen?
- Welche rechtlichen Möglichkeiten haben ArbeitgeberInnen?
- Zahlreiche gerichtliche Fallbeispiele
- Rechtslage übersichtlich aufbereitet
- u.v.m.
Die AutorInnen: Maga. Petra Smutny und Dr. Herbert Hopf sind RichterInnen in Wien.
Sorensen, Knut Holtan (2012): Technologies of Inclusion: Gender in the Information Society
The Information Society is an evolving project, with new 'ensembles' of social practices and of information and communication technologies (ICTs) emerging all the time. But not everyone is equally included in this project. Breaking new ground with its focus on inclusion, and drawing on an extensive body of European research, Technologies of Inclusion: Gender in the Information Society analyses a range of strategies which succeeded in attracting more women and girls as users or designers of ICTs. This reveals a set of underlying dynamics -- what the authors call technologies of inclusion -- by which different strategies work. It also highlights new gender-ICT ensembles which challenge long-held notions of technology as a masculine domain. This book is a must, for scholars interested in shifting gender-technology relations and for practitioners interested in effective digital inclusion. Indeed, for anyone interested in the evolving project of the Information Society.
Steinbach, Jörg / Jansen-Schulz, Bettina (Hg.) 2009: Gender im Experiment - Gender in Experience. Ein Best-Practice-Handbuch zur Integration von Genderaspekten in naturwissenschaftliche und technische Lehre. Universitätsverlag TU Berlin.
Mit der "Offensive Wissen durch Lernen" (OWL) wurden in den vergangenen drei Jahren 10 Millionen EUR für die Verbesserung der Lehre eingesetzt. Diese Chance wurde auch genutzt, um Genderaspekte in die Qualitätsverbesserung einzubeziehen. Bettina Jansen-Schulz hat 40 Projekte als Gender-Beraterin begleitet. Das Ergebnis dieser Arbeit ist nun als Best-Practice Zusammenstellung erschienen. Dazu einige Zahlen: Es wurden 40 Projekte beraten, 19 Projekte haben sich mit Beiträgen beteiligt; 22 Beiträge liegen insgesamt vor, die von 20 Autorinnen und 24 Autoren verfasst wurden.
Streeruwitz, Marlene 2010: Das wird mir alles nicht passieren… Wie bleibe ich Feministin. Fischer Verlag.
Verlagsinformation:
Marlene Streeruwitz versteht es in einzigartiger Weise, die Abgründe der Wirklichkeit auszuloten und in Sprache zu fassen. In ihren neuen Erzählungen schildert sie elf Schicksale, elf Figuren, die eines gemeinsam haben: die Entscheidung, sich ihren äußeren Bedingungen unterzuordnen oder auf einer autonomeren Lebensgestaltung zu bestehen.
Diese elf literarischen Lernstücke finden ihre Fortsetzung auf der Website des Buches, auf der alle Fragen diskutiert werden, die diese elf Geschichten aufwerfen. Auf dieser Webseite wird verraten, wie die Personen ihr Leben weiter gestalteten und welche Überlegungen für sie ausschlaggebend waren. Die Theorie erschließt sich so aus der Praxis, und jenseits von dogmatischen Lösungen lassen sich durch Vielfalt die Räume der Emanzipation neu beschreiben.
Wie bleibe ich FeministIn. ein cross media experiment von marlene streeruwitz
http://wie.bleibe.ich.feministin.org/
Thaler, Anita (2006): Berufsziel Technikerin? Erschienen in der Reihe: Technik- und Wissenschaftsforschung, Band 53. Profil Verlag.
Technik-Gestaltung ist mit Macht und Einfluss verbunden, deshalb wird Frauen das Berufsziel Technikerin nahegelegt. Sie sollen nicht nur Nutzerinnen, sondern Expertinnen sein, die die Richtung und Ausformung der Technik-Entwicklung mitprägen. Doch die Erreichung, oder besser gesagt: Nichterreichung dieses Zieles wird im Sinne einer monokausalen Erklärung den angeblich technik-uninteressierten Frauen angelastet.
Dieses Buch beleuchtet mithilfe einer sozialwissenschaftlich-analytischen Studie das gesamte System "Berufsziel Technikerin", also Technik-Bildung, Technik-Berufstätigkeit, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die Frauen selbst.
Zunächst bietet eine komparatistische bildungswissenschaftliche Untersuchung einen umfassenden Vergleich von 22 deutschen und österreichischen Technik-Studiengängen. In einem zweiten Schritt geht die Autorin der Frage nach, wie es den Technik-Absolventinnen im Berufsleben geht. Aus der Gegenüberstellung von Meinungen angehender Ingenieurinnen mit Aussagen berufstätiger Ingenieurinnen uind Ingenieure resultieren erstaunliche Erkenntnisse zwischen Erwartungen und Realität.
Anita Thalers Analyse bleibt aber nicht bei der Feststellung von Handlungsnotwendigkeiten stehen. Durch Aufzeigen von Good Practice Beispielen in der Technik-Bildung und in Technik-Unternehmen bietet sie konkrete Empfehlungen zur Umsetzung gelebter Geschlechtergerechtigkeit in der Technik.
Thurner, Erkia / Weiss, Alexandra (Hg.innen) 2008: Johanna Dohnal. Innensichten österreischischer Frauenpolitiken. Innsbrucker Vorlesung. Studienverlag (Innsbruck u.a.)
Die Bundesministerin a.D. und Pionierin österreichischer Frauenpolitik, Johanna Dohnal, gibt in diesem Werk, das auf eine Vorlesungsreihe an der Innsbrucker Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie zurückgeht, einen Überblick über die Entwicklung von Frauenpolitik in Österreich: von den ersten frauenpolitisch relevanten Reformen der 1970er-Jahre über die Institutionalisierung der Frauenpolitik als eigenes Politikfeld bis hin zur Zusammenarbeit mit der Autonomen Frauenbewegung und den Auseinandersetzungen innerhalb der SPÖ. Dank dieser „Innensichten“ ermöglicht sie tiefe Einblicke in die Mechanismen österreichischer Politik sowie deren männlich dominierte Strukturen.
In Johanna Dohnals Rückblick auf gut zwei Jahrzehnte Frauenpolitik wird deutlich, was erreicht werden konnte, aber auch, wie Abwehr- und Abwertungsmechanismen gegenüber Frauen subtiler wurden. Gegen die neoliberale Rede von der vollendeten Gleichstellung zu argumentieren istschwieriger als gegen offenen Sexismus. Die Vorlesungen von Johanna Dohnal zeigen, dass eine Politik für mehr Geschlechterdemokratie nie einfach war, aber auch dass es notwendig ist zu kämpfen, denn: „Wenn wir uns nicht selbst befreien, so bleibt es für uns ohne Folgen.“ (Peter Weiss)
Tobies, Renate (Hg.in) 2008: "Aller Männerkultur zum Trotz" Frauen in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. Campus Verlag (Frankfurt/New York). 2. überarbeitete Auflage.
Studentinnen wählten bevorzugt Mathematik und Naturwissenschaften, als sich die Tore deutscher Universitäten für sie öffneten. Sie erwarben in diesen Fächern zuerst den Doktortitel, und einige erreichten bereits vor 1945 Positionen an Hochschulen und Forschungsinstituten. Welche Determinanten bestimmten ihre Wege und wie unterschieden sich die Karrieren der Forscherinnen von denen ihrer männlichen Kollegen? Antworten geben Expertinnen und Experten aus Deutschland, Israel, Österreich und den USA. Sie zeigen, warum Frauen spezifische Forschungsgebiete wählten, inwieweit sie Schule bildend wirkten und unter welchen Bedingungen sie mit Leitungspositionen betraut wurden. Nicht zuletzt gehen sie der Frage nach, warum diese Fächer bis heute als "Männerdomänen" gelten. Erstmals wird auch die Situation in der elektrotechnischen Industrie und in der Luftfahrtforschung untersucht.
Tondorf, Karin / Jochmann-Döll, Andrea (2005): (Geschlechter-) Gerechte Leistungsvergütung? Vom (Durch-) Bruch des Leistungsprinzips in der Entlohnung. VSA (St. Georgs).
Welche Funktion hat eine leistungsorientierte Vergütung und welche Chancen und Risiken ergeben sich für Beschäftigte daraus? Und: Wann kann von einer (geschlechter-)gerechten Leistungsvergütung gesprochen werden?
Die Autorinnen gehen der Frage nach, inwieweit die Systeme der Leistungsbezahlung den Grundsatz der Entgeltgleichheit einlösen. Es gibt zwar zahlreiche Untersuchungen zu leistungsorientierter Bezahlung, jedoch wurde keine unter dem Aspekt der geschlechtergerechten Leistungsbezahlung analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass in den Regelungen vielfältige Einfallstore für Diskriminierungen zu finden sind.
Dabei würde es zu kurz greifen, die Resultate nur unter dem engen Blickwinkel der Geschlechtergerechtigkeit zu betrachten. Sie sind in einem weiteren Sinne verteilungspolitisch bedeutsam. Darüber hinaus geht es nicht nur um Geschlechtergerechtigkeit, sondern zugleich um Entgeltgerechtigkeit zwischen Beschäftigten in unteren und oberen Hierarchiestufen, zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten, zwischen befristet und unbefristet Beschäftigten. Und nicht zuletzt: Wenn Leistungsvergütungen gezahlt werden (sollen), muss es auch wirklich um Leistung gehen. Dies ist keinesfalls selbstverständlich! Vielfach sind leistungsfremde Verteilungsgesichtspunkte ausschlaggebend, so z.B. die Hierarchie, (geschlechterbezogene) Vorurteile oder Quoten.
Vogel, Ulrike/Hinz, Chrisitana (2004): Wissenschaftskarriere, Geschlecht und Fachkultur. Bewältigungsstrategien in Mathematik und Sozialwissenschaften. Kleine Verlag (Bielefeld)
Was tragen Hochschule und Familie, aber auch Elternhaus und Schule zur Bewältigung einer Hochschulkarriere bei? Dies wurde bei Frauen und Männern aller Karrierestufen aus Mathematik und Sozialwissenschaften in einer qualitativen und einer repräsentativen Studie an Hochschulen erfragt.
Alle Befragten identifizieren sich mit Wissenschaftsbetrieb und Hochschullaufbahn, stark ausgeprägt jedoch erst nach der endgültigen Entscheidung für die Wissenschaft. Und Frauen sehen sich, insbesondere wenn sie sich ihrer Hochschulkarriere noch nicht sicher sind, in der Hochschule weniger gefördert sowie in Familie bzw. Partnerschaft stärker belastet als die Männer.
Wie sehen dabei die Karriereperspektiven von Frauen und Männern auf den verschiedenen Stufen der Hochschullaufbahn aus? Welche Auswirkungen haben die unterschiedlichen Fachkulturen auf Benachteiligungen und Priviligierungen von Frauen und Männern? Wie leisten Frauen und Männer auf den verschiedenen Stufen der Hochschullaufbahn in den unterschiedlichen Fachkulturen die Balance zwischen Beruf und Partnerschaft bzw. Familie?
Auf diese Fragen geben die Untersuchungsergebnisse Antworten und lassen erkennen, dass eine Angleichung der Freistellung von Belastungen in Partnerschaft bzw. Familie für Frauen und Männer letztlich auch zu einer Angleichung ihrer Karrierechancen in der Hochschule beitragen könnte. In der Konsequenz solcher Veränderungen könnten sich Auswirkungen auf Machtstrukturen der Hochschule ergeben.
Dieses Buch wendet sich insbesondere an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen und diejenigen in Wissenschaft und Politik, die über die Karrieren der zukünftigen Wissenschaftselite entscheiden. Darüber hinaus ist es für alle an dieser Thematik interessierte Personenkreise eine fundierte Informationsquelle.
Voigt-Eggert, Evelin (2006): Freundinnen der Technik. Wie Frauen sich Berufsfelder mit Zukunft erschließen. Ulrike Helmer Verlag (Königstein/Taunus).
Sie sind Systemarchitektin, Industriedesignerin, Umwelt-technikerin, Kamerafrau oder Expertin für Schienenfahrzeuge. Sie sitzen am Steuer einer Boing 737, sichern die Funktion brisanter Computersysteme, sind auf Einsatz in den Krisengebieten dieser Welt oder engagieren sich weltweit für die Beseitigung von Bodenkontaminationen ... In anschaulichen Porträts stellt die Journalistin Evelin Voigt-Eggert Frauen vor, die in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen Erfüllung finden und die es gelernt haben, dem »starken Geschlecht« Paroli zu bieten, ohne sich selbst als Frau zu verleugnen. Was brachten sie mit, welche Hürden mussten sie nehmen? Über sie zu lesen macht Mut - Mut, den Frauen gut gebrauchen können. Denn in technischen Berufen liegen reelle Zukunftschancen. Mit Beiträgen u.a. über Jutta Kleinschmidt (Physikerin und Rallye-Fahrerin), Dagmar Schipanski {Naturwissenschaftlerin), Nicola Lisy (Pilotin), Anke Lohmann (Feuerwerkerin) und Nina Werth (Kommunikationsdesignerin).
Wächter, Christine 2003: Technik-Bildung und Geschlecht. Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in hochqualifizierten Technikberufen und Ansätze zur Veränderung. Erschienen in der Reihe: Technik- und Wissenschaftsforschung. Profil Verlag.
Verlagsinformation:
FRAUEN UND TECHNIK - KEIN NATURGEGEBENER WIDERSPRUCH!
Frauen spielen in Technikentwicklung und -politik nur eine randständige Rolle; der geringe Frauenanteil in naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsgängen und Berufen ist sprichwörtlich. Eine sozialverträgliche Technikgestaltung wird aber erst dann möglich sein, wenn eine viel stärkere Einbeziehung von Frauen erfolgt - als Expertinnen in Wissenschaft, Forschung, Politik, Verwaltung und Wirtschaft, als Benutzerinnen und Betroffene. Das hier vorgelegte Buch - Ergebnis eines großangelegten Forschungsprojekts zur Entwicklung eines Frauen-Technologie-Programms in Österreich - unternimmt "Diagnosen und Therapievorschläge", um die Einbeziehung von Frauen in technische Berufe zu erleichtern; dazu gehören u.a. konkrete Vorschläge zur Reformierung von Ausbildungsinhalten und -methoden und zur Attraktivierung von Berufsbildern und -laufbahnen für Zielgruppen, die nicht der männlichen Normbiografie entsprechen. Die Arbeit versucht also, die theoretische Analyse des Spannungsverhältnis "Frau-Sein, Technik und Männlichkeit" mit praktischen Handlungsansätzen zu verbinden.
Wajcman, Judy (2005): TechnoFeminism. Polity Publisher
Do technologies have sex? Until recently popular stereotypes have associated technology strongly with masculinity. But in the new digital age, wired women are populating cyberspace and embracing technological change. The cyborg figure has fired the feminist imagination as an icon of women's power and freedom from biological sex difference. What does the new global information society - interconnected, genetically engineered, digitally designed, remotely controlled - hold for women? While most commentators assert that everything in the digital future will be different, how true is this for the social relations of gender?
This timely and engaging book argues that technoscientific advances are radically transforming the women machine relationship. However, it is feminist politics rather than the technologies themselves that make the difference. TechnoFeminism fuses the visionary insights of cyberfeminism with a materialist analysis of the sexual politics of technology. Drawing on new perspectives in postmodernism, feminist theory and science and technology studies, Judy Wajcman explores the ways in which technologies are gendered both in their design and use. At the same time, she shows how our very subjectivity is shaped by the technoscientific culture of the world we inhabit. This book provides a lucid, accessible and succinct interpretation of some of the most complex and urgent debates of our times and will appeal to students in sociology, women's studies, cultural studies, and science and technology studies.
Weber, Claudia (1998): Neue Produktionskonzepte: Folgen für Frauen. Rainer Hampp Verlag (München)
Der Umbruch betrieblicher Organisationsstrukturen im Zuge der Dezentralisierung der Fertigungssteuerung ist ein vieldiskutiertes Thema. Vergleichsweise wenig beachtet wurde dabei bisher die Frage, wie sich die Einführung neuer Produktionskonzepte (teilautonome Gruppen, Fertigungsinseln u.a.) auf die Beschäftigungschancen und Arbeitsbedingungen von Frauen auswirkt. Wird sich die bestehende Segregation von „Männer"- und „FrauerTarbeitsplätzen verstärken oder abschwächen? Werden sich die Frauen auf der Verliererseite finden, oder sind nicht im Gegenteil gerade als ..weiblich" kategorisierte Fähigkeiten wegen der Bedeutung sozialer und kommunikativer Qualifikationen in den neuen Modellen stärker gefragt? Die Studie geht diesen Fragen auf der Basis von sechs Fallstudien in der industriellen Fertigung verschiedener Branchen der metallverarbeitenden Industrie nach. Untersucht wird, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Ausmaß Frauen in die neuen Arbeitsformen einbezogen werden, welche spezifischen Anforderungen und Belastungen sich daraus für sie ergeben und wie die Gruppenarbeit das Geschlechterverhältnis am Arbeitsplatz beeinflußt. Besonderer Wert wird darauf gelegt, die beteiligten Frauen selbst zu Wort kommen zu lassen. Als Fazit ergibt sich, daß für Optimismus in bezug auf eine Besserstellung der Frauen kaum Anlaß besteht. Unter bestimmten Voraussetzungen freilich könnte Gruppenarbeit weiblichen An- und Ungelernten den Zugang zu qualifizierter Produktionsarbeit erleichtern. „Verschiedenheit" ist eine Devise, die es gerade im Zusammenhang mit den veränderten Produktivitäts- und Qualitätszielen verdient, stärker von Arbeitgebern, Betriebsräten, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik beachtet zu werden. Dr. Claudia Weber, Soziologin, seit 1975 in industriesoziologischer Forschung und sozialwissenschaftlicher Japanforschung tätig, derzeit Mitglied des Forschungsinstituts für Arbeit, Technik und Kultur (FATK) Tübingen. Arbeitsschwerpunkte: lndustrie-/0rganisationssoziologie und Frauenforschung in international vergleichender Perspektive.
Weber, Jutta 2003: Umkämpfte Bedeutungen. Naturkonzepte im Zeitalter der Technoscience.
Ausgehend von den neuesten Entwicklungen in Erkenntnistheorie und Technowissenschaften, wie etwa der Artificial-Life-Forschung, diskutiert die Autorin unser gegenwärtiges Naturverständnis. Sie wendet sich gegen einen Naturbegriff, in dem Natur als beständige Ordnung erscheint, und plädiert für ein Konzept der Natur als "Agent" statt als passiver Ressource.
Weber, Jutta (Hg.) 2010: Interdisziplinierung? Zum Wissenstransfer zwischen den Geistes-, Sozial- und Technowissenschaften. Transcript Verlag.
Verlagsinformation:
Die Zeit antagonistischer Wissenschaftskulturen scheint vorüber: Begriffe, Modelle und Objekte wandern zwischen den Geistes-, Sozial- und Technowissenschaften. Dabei entstehen neue und intensive Verflechtungen. So werden ehemals kritische Konzepte des vermeintlich Nicht-Technischen in den Technowissenschaften aufgegriffen, während biokybernetische Denkfiguren auch die Geisteswissenschaften durchziehen.
Dieser Band verfolgt solche Übersetzungsversuche und fragt, ob sich eine kreative interdisziplinäre Wissenskultur oder eine restriktive, formale Kultur der ›Interdisziplinierung‹ auf der Grundlage einer neuen Technorationalität herausbildet.
Welzig, Elisabeth (2011): Durch die gläserne Decke: Frauen in Männerdomänen
Managerinnen, die für ihre eigene Sekretärin gehalten werden; Pilotinnen, die mit einem Flugschüler im Cockpit sitzen, von dem die Passagiere glauben, er sei der männliche Aufpasser: All das kommt heute immer noch vor, wenn auch die geschlechtsspezifischen Zuweisungen zu bestimmten Positionen seltener und zumindest akademisch als politisch inkorrekt geächtet werden. Die Autorin interviewte mehr als 30 Frauen, die nach 1945 in Österreich berufliches Terrain betreten haben, das bis dahin ausschließlich Männern vorbehalten war: Unter ihnen befinden sich Künstlerinnen wie die Komponistin Olga Neuwirth, Managerinnen wie Brigitte Ederer und Politikerinnen wie Waltraud Klasnic. Es werden aber auch die Lebensgeschichten einer Pilotin, einer ÖBB-Lokführerin und einer Offizierin der Wiener Berufsfeuerwehr erzählt.
Wetterer, Angelika (hg.) 2008: Geschlechterwissen und soziale Praxis. Theoretische Zugänge - empirische Erträge. Ulrike Helmer Verlag.
Verlagsinformation:
Das Thema hat inzwischen auch Eingang in empirische Forschungen gefunden, die nach dem Geschlechterwissen der Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern fragen. Das Buch schließt an diese Diskussionen an und geht der Frage nach, inwiefern unterschiedliche Formen sozialer Praxis unterschiedliche und auch konkurrierende Spielarten von Geschlechterwissen voraussetzen und hervorbringen.
Wetterer, Angelika (hg.) 2010: Körper Wissen Geschlecht. Geschlechterwissen und soziale Praxis II. Ulrike Helmer Verlag.
Verlagsinformation:
Geschlechterforschung, feministische Theorie, Soziologie des Körpers, Wissenssoziologie, Geschlecht als Wissenskategorie, sozialer Wandel - so lauten die Schlagworte zu diesem facettenreichen Band. Die theoretischen und empirischen Beiträge des Buches setzen die Diskussionen fort, die im Sammelband »Geschlechterwissen und soziale Praxis« begonnen worden sind.
Wiesner, Heike (2002): Die Inszenierung der Geschlechter in den Naturwissenschaften. Wissenschafts- und Genderforschung im Dialog. Campus Verlag (Frankfurt/Main).
Heike Wiesner führt Wissenschafts- und Geschlechterforschung zusammen und bietet damit eine ungewohnte Lesart des Werdegangs und Alltags wissenschaftlicher Akteure. Sie gewährt Inneneinsichten in den Wissenschaftsbetrieb, in Netzwerke und Kompetenzstreitigkeiten, die vor Augen führen, warum die Ergebnisse der Techoscience nicht von der Inzenierung der Geschlechter zu trennen sind.
Winker, Gabriele / Degele, Nina (2009): Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. (transcript)
Das Thema soziale Ungleichheit steht nach wie vor im Zentrum der Soziologie. Die mehrdimensionale Analyse sozialer Ungleichheit stellt unter dem Begriff der »Intersektionalität« in den letzten Jahren die wohl größte Innovation in diesem Feld dar und gewinnt auch in der Lehre zunehmend an Bedeutung – insbesondere in den Modulen zur Soziologie sozialer Ungleichheit, zur Sozialstrukturanalyse und zu den Gender Studies.
Erstmals im deutschsprachigen Raum liegt nun eine kompakte Analyse dieses zentralen Ansatzes der Soziologie sozialer Ungleichheit vor. Die Ausarbeitung einer klaren forschungsanleitenden Theorie und Methodik machen den Band zu einem wertvollen Begleiter in Lehre und Forschung.
Inhaltsverzeichnis:
http://www.transcript-verlag.de/ts1149/ts1149_1.pdf
Wischermann, Ulla / Rauscher, Susanne / Gerhard, Ute (hg.) 2010 : Klassikerinnen feministischer Theorie. Grundlagentexte Band 2 (1920-1985). Frankfurter Feministische Texte - Sozialwissenschaften 13.
Verlagsinformation:
Band II der »Klassikerinnen feministischer Theorie« stellt die zentralen feministischen Diskurse und Theorien der Wegbereiterinnen und der 'neuen' Frauenbewegungen der 1920er bis in die 1980er Jahre vor. Die Quellentexte geben einen umfassenden Überblick über die großen Frauenbewegungsthemen und über die Entwicklung feministischer Theorien in Europa und Nordamerika. Jedes Kapitel wird durch einen Kommentar eingeleitet, in dem die Quellen in ihrem diskursiven und historischen Kontext erläutert werden.
Wladasch, Katrin; Liegl, Barbara 2009: Positive Maßnahmen. Ein Handbuch zur praxistaublichem Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung von strukturellen Diskriminierungen und zur Herstellung von mehr Chancengleichheit.
Sind positive Maßnahmen taugliche Instrumente zur Umsetzung von Chancengleichheit? Wie müssen diese ausgestaltet sein, um erfolgreich zur Zielerreichung beitragen zu können? Welche Maßnahmen sind gerechtfertigt und welche auch nicht?Titelbild Broschüre Positive Maßnahmen
Im Rahmen des Projektes "Positive Maßnahmen - Maßnahmen zur Erreichung von mehr Chancengleichheit?" wurde ein Handbuch erstellt, das sich den wesentlichen Fragen im Zusammenhang mit der Thematik stellt, Good Practise Beispiele präsentiert, sich förderlichen und hemmenden Faktoren widmet und einen kurzen Leitfaden zur Umsetzung enthält
Das Handbuch richtet sich an Personalverantworltiche, GeschäftsführerInnen, BetriebsrätInnen, Vertrauenspersonen, Diversity Beauftragte, etc. und an alle, die sich für die Thematik interessieren und kann gegen Versandkostenersatz bestellt werden.
Zur elektronischen Version des Handbuchs.
Download
Wobbe, Theresa (Hg.) 2003: Zwischen Vorderbühne und Hinterbühne. Beiträge zum Wandel der Geschlechterbeziehungen in der Wissenschaft vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. transcript.
Bekräftigt die Wissenschaftsforschung vor allem die Binnendynamik der Wissenschaft und blendet dabei häufig die Wirksamkeit des Geschlechterunterschieds aus, so verkennt die Geschlechterforschung oftmals den Eigensinn des wissenschaftlichen Kontextes, wenn für sie nur der Geschlechterunterschied zählt. Die Beiträge dieses Bandes schlagen einen anderen Weg ein, wenn sie die Dynamik zwischen der Vorderbühne der Wissenschaft und der Hinterbühne des Familiensystems erkunden. Dass und wie eng die Kultur der Wissenschaft mit Geschlechterkonzepten verschränkt ist, diskutieren sie anhand verschiedener Sequenzen von der Frühen Neuzeit bis heute. Dabei wählen sie unterschiedliche methodische Zugänge, die von der Architekturgeschichte über den Vergleich statistisch hoch aggregierter Daten bis zur Interpretation historischer Quellen reichen.
Woitech, Birgit; Schiffbänker, Helene; Schaffer, Nicole; Reidl, Sybille 2009: Ein anderer Blickwinkel. Erfahrungen aus der angewandten Genderforschung. Leykam Buchverlag.
Verlagsinformation:
Die Übersetzung von Geschlechterwissen in praxisorientierte Kontexte ist eine zentrale Aufgabe der Gender-ExpertInnen. Damit einher geht die Herausforderung der „Übersetzungsarbeit“ von theoretischem Geschlechter- bzw. Gender-Wissen in konkrete politische oder institutionelle Kontexte. Im vorliegenden Band sind Beiträge aus Projekten des Instituts für Technologie- und Regionalpolitik der JOANNEUM RESEARCH zusammengeführt, die die Gender-Expertise in unterschiedlichen Arbeits- und Politikkontexten zur Anwendung gebracht haben. Sie reichen von Erfahrungen mit neuen Instrumenten wie Gender-Budgeting über Gender in der Arbeitsorganisation innovativer Beschäftigungsfelder (Forschung, Kreativwirtschaft, Pflege) bis zur geschlechtersensiblen Gestaltung von Berufsorientierung oder auch Standortentwicklung. Sie stellen damit angewandte Gender-Expertise in unterschiedlichen thematischen und institutionellen Kontexten dar. Der Bezug zur Praxis bildet das zentrale Charakteristikum. Die Beiträge verknüpfen theoretische Erkenntnisse (der Frauen- und Geschlechterforschung) mit konkreten Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis.
Wroblewski, Angela / Gindl, Michaela / Leitner, Andrea / Pellert, Ada / Woitech, Birgit 2007: Wirkungsanalyse frauenfördernder Maßnahmen im bm:bwk. Verlag Österreich.
unter Mitarbeit von Laura Negele, Sybille Reidl, Lorenz Lassnigg und Wolfgang Polt
Verlagsankündigung:
Welchen Effekt haben staatliche Programme zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung? Welche Erfolgsgeschichten beruhen darauf – und was ist aus den unterschiedlichen Ansätzen und Programmen geworden?
Seit über 10 Jahren fördert das Wissenschafts-/Bildungsministerium Programme und Projekte, um den Zugang von Frauen in die Wissenschaft und die Position von Wissenschafterinnen zu verbessern. Die vorliegende Studie untersucht diese Aktivitäten, dokumentiert die Verläufe und zieht Bilanz. Die gewonnenen Erfahrungen können als fundierte Basis für weitere Schritte auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit dienen.
Zachmann, Karin 2004: Mobilisierung der Frauen. Technik, Geschlecht und Kalter Krieg in der DDR. Campus Verlag.
Verlagsinformation:
Der hohe Anteil der Frauen im Ingenieurberuf erscheint als eine der wenigen Erfolgsgeschichten der DDR, zumal in der Bundesrepublik die männliche Dominanz im technischen Bereich nahezu ungebrochen blieb. Die Mobilisierung der Frauen für die Technik war ein zentraler Bestandteil des "sozialistischen Umbaus". Doch die Verschiebung der Geschlechtergrenzen in der Arbeitswelt verlief keineswegs konfliktfrei. Sowohl in den Ausbildungs- und Berufsstrukturen als auch im Selbstverständnis der Ingenieure war die männliche Kultur der Technik fest verankert. Karin Zachmann schildert die Auseinandersetzungen zwischen technischen Experten und politischer Elite um Reformen in der Ingenieurausbildung und beleuchtet anhand biografischer Quellen den mitunter schwierigen Weg der Frauen in die Welt der Technik.
Zimmermann, Karin 1999: Spiele mit der Macht in der Wissenschaft. Paßfähigkeit und Geschlecht als Kriterien für Berufungen. Edition Sigma.
Verlagsinformationen:
„Spiele mit der Macht in der Wissenschaft“ bilden das Passepartout, durch das sich eine wissenschaftliche Elite etabliert. Wie dies im Spannungsfeld zwischen staatlicher Steuerung und universitärer Autonomie geschieht, zeigt die Autorin hier am Beispiel von Berufungsverfahren während des Umbruchs in der ostdeutschen Universitätslandschaft. Die Fallstudie zum Berufungsgeschehen beleuchtet die Machtspiele aus den Perspektiven von Professor/inn/en ost- wie westdeutscher Herkunft, Aufsteiger/inne/n in die Professur, Angehörigen des wissenschaftlichen Mittelbaus, Mitgliedern universitärer Berufungskommissionen, Wissenschaftsorganisationen und politikberatenden Expertengremien. Im Zentrum stehen die verborgenen Machtspiele auf den verschiedenen Hinterbühnen. Um sie ins Rampenlicht zu rücken, entwickelt die Autorin ein qualitatives Forschungskonzept, das den methodischen Bezug auf die Grounded Theory mit der Theorie des Machtfeldes verknüpft. Im Ergebnis wird deutlich, wie in den Berufungsgremien Qualitäts- und Entscheidungskriterien ausgehandelt werden, die - vermeintlich objektiv gehandhabt - situativ modifiziert und mehrfach umcodiert werden. Die so konstruierte Paßfähigkeit ist die Folie für die Beharrlichkeit homosozial-männlicher Rekrutierungsmuster, die gerade bei den reputationsträchtigen akademischen Positionen enorm stabil sind.
Technische Universität Wien
































