Technische Universität Wien
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Wiedereinsteigerinnen

Das Projekt "Wiedereinsteigerinnen" wurde im Rahmen des Profilentwicklungsprojektes "Equality" von März 2006 bis Dezember 2007 an der TU Wien durchgeführt und planmäßig abgeschlossen. Die Homepage wurde zum Zwecke der Dokumentation des Projektes umgebaut und bleibt online, um die Erfahrungen des Projektes weiterhin Interessierten zugänglich zu machen.

 Das Programm "Wiedereinsteigerinnen" bestand aus drei Teilen, aus

Einzelangeboten

Gruppenangebot

Forschungsprojekt.

 

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind sowohl in Kurzform als auch in einer Vollversion zugänglich. 

In einem Abschluss-Statement fassen die Trainerinnen des Gruppencoachings Mag.a Regine Trotz und Mag.a Sabine Eybl ihre Eindrücke aus eineinhalb Jahre Arbeit mit den Frauen an der TU Wien wie folgt zusammen:

"Auffällig war vor allem, dass mangelnde, ungefähre und nicht eingehaltene Vereinbarungen in der Zusammenarbeit auf den jeweiligen Instituten sowie Schwächen der funktionalen Strukturen für Frauen besondere Erschwernisse darstellen. Je mehr undurchsichtige informelle Systeme und traditionelle männerbündische Gepflogenheiten die Arbeitsabläufe prägten umso schwieriger war es für die Frauen sich zu positionieren und zu behaupten, ja sogar ihren ganz normalen Arbeitsalltag in der vorhandenen Zeit zu bewältigen.  Klare Strukturen, transparente Abläufe und funktionsbewußtes Handeln der Leitung sind für weibliche Mitarbeiterinnen eine unverzichtbare Basis für die Erreichung von Chancengleichheit!"

Dr.in Amelie Cserer, die sowohl Forschungsprojekt als auch Evaluierung durchführte, sieht in der oft strikten Rollentrennung zwischen dem Leben als Frau und Mutter einerseits, als Wissenschafterin andererseits eine große Herausforderung für viele Frauen:

"Wissenschaftlerinnen und Studentinnen der technischen Universität folgen gesellschaftlichen, familiären und insbesondere universitären Millieuwerten und -normierungen, wenn sie eine strikte Rollenschottung vollziehen. Im positiven Fall kann diese Rollenschottung als Strategie zum Ausbau einer Expertinnen Position führen, die mittels soziotechnischem Wissensmonopol sozial abgesichertes Prestige und positives Ansehen erfährt. Im negativen Fall führt die strenge Rollenschottung jedoch zu einer strikten Rollenseggregation, die als Isolation empfunden wird. Die Situation, als Technikerin und Naturwissenschafterin und Mutter alleine arbeitsspezifische und familienspezifische Problemlagen lösen zu müssen, wurde von den Teilnehmerinnen einerseits als belastend beurteilt, andererseits aber auch als kränkend, insofern sie als Individuum durch ihre Umwelt für ihre besondere (andersartige) Situation verantwortlich gemacht werden."