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UNESCO Auszeichung
für WIT-Projekt

 

 

 

 

Das "fFORTE WIT - Women in Technology" ist Teil von fFORTE, einer gemeinsamen Initiative des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und der Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung, für Verkehr, Innovation und Technologie und für Wirtschaft und Arbeit.

Projekt-Resümee und Zusammenfassung

fFORTE WIT – Women in Technology 2008 - 2012

Projektresümee
Die Möglichkeiten der Frauenförderung mit einer Spannbreite der Zielgruppen von 10 jährigen Schülerinnen bis zu Universitätsprofessorinnen konnten mit dem WIT Projekt fast zur Gänze aufgegriffen werden. Ausbaumöglichkeiten und Optimierungen sind noch in den Zielgruppen Oberstufenschülerinnen, postdoc-Wissenschafterinnen und Absolventinnen gegeben.

Der Nachhaltigkeit eines Frauenförderprogrammes wird dann Rechnung getragen, wenn die gesetzten Maßnahmen, die entstandenen Fachkooperationen und Netzwerke, die Erfahrungen und daraus resultierende Konzepte durch einen finanziellen und zeitlichen Rahmen so lange gesichert sind, bis die Ziele und Forderungen der ursprünglichen Ausgangslage erreicht sind.

Um diese gesetzten Ziele der Frauenfördermaßnahmen zu erreichen und benachteiligende Strukturen und Verhaltensweisen zu verändern muss jedoch die Tatsache verstanden und tatkräftig umgesetzt werden, dass Frauenförderung weder von einer Koordinationsstelle noch von der Unileitung alleine bewerkstelligt werden kann. Alle Fakultäten, alle Institute, alle Mitarbeitenden an der Universität tragen hierfür die Verantwortung.

Mit der Leaky Pipeline Studie wurde 2011 wissenschaftlich mehrfach belegt, warum Frauenförderung an der TU Wien nach wie vor ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist. Ohne die Beteiligung aller Universitätseinrichtungen können die notwendigen Veränderungen jedoch nicht herbeigeführt werden.
Frauenfördermaßnahmen wie im Projekt fFORTE WIT – Women in Technology sind ein wichtiger, jedoch nicht der einzige notwendige Baustein für ein Konzept der Nachhaltigkeit von Netzwerken und Strukturen, welche das Ziel haben, Benachteiligungen zu eliminieren.

WIT in Zahlen 2008 - 2012

Projektbeschreibung - Projektgliederung - Projektfinanzierung - Projektziele - Projekterfahrungen 

 

 

Der offizielle Abschluss des Projektes

fFORTE WIT - Women in Technology wurde im November 2011 gefeiert. Das Projekt an vier Fakultäten der TU Wien kann in seiner Projektlaufzeit von 2008 - 2011 auf eine große Erfolgsgeschichte blicken:
WIT Kernteam: 8 Dissertantinnen, 8 BetreuerInnen
1.220 TeilnehmerInnen bei 61 Seminaren und Workshops 
1.131 Teilnehmerinnen bei 129 techNIKE Workshoptagen
16 Mentorinnen und 72 Mentees beim Onlinementoring
9 MentorInnen und 36 Mentees beim Gruppenmentoring

Das besondere Erfolgsgeheimnis WIT
Besonders an WIT:

  • Spannweite der Maßnahmen und Zielgruppen
  • Qualität des Curriculums und des Weiterbildungsangebotes
  • Netzwerke über alle Fakultäten

Erfolge von WIT

Geheimnis von WIT

  • die TrägerInnen des Projektes

Projektresümee:

  • WIT ist ein wichtiger Schritt - allerdings nicht der einzige notwendige, um den Frauenanteil an der TU Wien zu erhöhen
  • WIT braucht Nachhaltigkeit // ein Netzwerk an allen Fakultäten // die Einbeziehung aller Mitarbeitenden der TU Wien
  • WIT ist ein Projekt als Werkzeug für eine Brücke in die Zukunft


Das WIT-Organisationsteam bedankt sich ganz herzlich bei allen Prokjektbeteiligten und KooperationspartnerInnen für die Zusammenarbeit, Unterstützung und das energievolle Engagement.
Die letzten Verträge der WIT-Dissertantinnen laufen im September 2012 aus und bis dahin wird es WIT in der gewohnten Form weiterhin geben.
Ab 2013 hoffen wir, mit dem WIT 3 Folgeprojekt an allen 8 Fakultäten der TU Wien starten zu können.

Verantwortung in der Forschung - Verantwortung für die Forschung

Fachlicher Austausch des WIT-Kernteams 2010

Mit zwei Kurzworkshops und einem Einführungsvortrag hat die Philosophin Mag.a Nora Hangel die wesentlichen Gedanken zu diesem Thema sehr fachkundig aufbereitet, zur Diskussion gestellt und zur aktiven Auseinandersetzung eingeladen.

A) Technikforschung und der gesellschaftliche Kontext, in den sie eingebunden ist
Ziel ist es, auf die Mehrdimensionalität von Verantwortung in der Technik hinzuweisen.

Verantwortung kann durch die mehrstellige Relation beschrieben werden: WER trägt Verantwortung,
WOFÜR, VOR WEM und bezüglich WELCHER normativer Standards.
Technik, z.B. eine Maschine/ein Werkzeug/ein Verfahren steht nicht neutral und wertfrei für sich selbst, sondern ist ein Mittel zu einem bestimmten Zweck. Alle Handlungen des Herstellens und des Verwendens dieser Technik lassen Handlungsentscheidungen entstehen. Und dort beginnt der Bereich der Ethik und Technikethik und somit das Ende der Neutralitätsthese der Technik. Neben Herstellung und Verwendung gibt es auch noch das Wissen um technische Verfahren, deren Gebrauch und Reparatur. Auch in diesem dritten Bereich wirkt sich die Technikethik aus.
An der technischen Errungenschaft des Autos wurde gezeigt, in welchem Verantwortungskontext sich die Technik befindet: das Auto als Antwort auf erhöhtes Bedürfnis nach Mobilität, die Zunahme von Infrastruktur wie Tankstellen, Strassennetze; die politische Notwendigkeit von Gesetzen und Verkehrsregeln und einem angepassten Gesundheitssystem aufgrund der Unfälle. Technik verändert also handelnd die Welt. Weder Technikentwicklung noch Techniknutzung finden im "luftleeren Raum statt". Technik hat also nicht nur eine mehrstellige Relation, sondern auch eine mehrdimensionale Auswirkung. Wichtig ist die Erkenntnis, dass sobald Verantwortung mehrere Beteiligte wie z.B. Herstellende, Technikwissende, Benutzende umfasst, sie sich nicht in die Zwischenräume von Verantwortlichen verflüchtigt.

B) Forschungsalltag und sein organisationaler Forschungszusammenhang: die ForscherInnen selbst
Ziel ist es, auf die Verantwortung des Miteinander der in der Technik Forschenden hinzuweisen.

Interessant ist hierzu ein Artikel, der 2005 in der Zeitschrift Nature zum wissenschaftlichen Fehlverhalten von ForscherInnen erschienen ist.
Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Suche nach neuen Wegen für eine geringere Gefährdung der Forschungsintegrität ist. Um die Integrität in der Forschung zu sichern gilt es die Forschungsumgebung und jene Aspekte zu beleuchten, die Änderungen am erfolgsversprechendsten zugänglich sind.

Literaturhinweis: Fenner, Dagmar: Einführung in die Angewandte Ethik, UTB 2010.

 

UNESCO Auszeichnung für WIT-Projekt

Eine großartige Auszeichnung für ein Modell der Nachwuchsförderung bei Wissenschafterinnen

September 2009

Zum Dekadenprojekt „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ wurde das von der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies durchgeführte Projekt „fFORTE WIT – Women in Technology“ von der Österreichischen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.
Die festliche Verleihung der Urkunde fand am 2. Oktober 2009 statt. Entgegengenommen wird diese Auszeichnung von WIT Projektinitiatorin o.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Mag. Dr.techn. Gertrude Kappel und dem wissenschaftlichen Leiter von WIT o.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Franz Rammerstorfer.

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) ist eine der 16 rechtlich eigenständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen.
Nachhaltige Entwicklung gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Vereinten Nationen haben auf Empfehlung des „Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung“ in Johannesburg (2002) die Jahre 2005-2014 zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen.

Diese Nachhaltigkeit beruht auf drei Säulen: Soziale Gerechtigkeit, ökologische Verträglichkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit. Mit der Auszeichnung von Projekten, die sich um diese Anliegen bemühen, soll der Beitrag Österreichs an der UN-Dekade sichtbar gemacht werden.

Die UNESCO Auszeichnung von „fFORTE WIT – Women in Technology“ wird damit begründet, dass Frauen in technischen Fächern erfolgreich gefördert und auch Schülerinnen in diesem Projekt mit einbezogen werden.
Im Sinne der Nachhaltigkeit wird eine feste Verankerung des Projektes an allen Fakultäten der TU Wien angestrebt. Mit der Auszeichnung durch die Österreichische UNESCO-Kommission erfährt diese Zielbestrebung eine wichtige Unterstützungserklärung.


Weiterführende Links:
http://www.unesco.at/bildung/nachhaltigkeit.htm
http://www.umweltbildung.at/cgi-bin/dekadenbuero/af.pl?ref=projekte
http://www.unesco.org/en/esd

Weitere Projektinformationen

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