Hintergrund
Den unterschiedlichen Maßnahmen zur Frauenförderung in der Technik ist international eines gemein, nämlich der recht dürftige Erfolg bei den Bemühungen eine nennenswerte Veränderung der Geschlechterverhältnisse in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern herbeizuführen. Österreich steht mit diesem Phänomen keineswegs allein auf weiter Flur – für die meisten westlichen Industriestaaten wurden ähnliche Befunde erhoben (vgl. European Commission, DG Research: 2006), auch auf der supranationalen Ebene wird diese Situation von der Europäischen Kommission rege analysiert und diskutiert (vgl. European Commission, DG Research: 2003). Betrachtet man hierzulande die jahrelangen Bemühungen mehr Mädchen und junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Themen zu interessieren, so mag ein Blick in die Statistiken der österreichischen Universitäten enttäuschen. Im Vergleich der letzten beiden Jahrzehnte hat sich an dem erheblichen Männerüberschuss in den naturwissenschaftlichen und technischen Studienrichtungen nicht viel geändert; der auffallende Männerüberhang in den oberen Ebenen der universitären Hierarchie (besonders Habilitierte und ProfessorInnen) ist für alle universitären Fachrichtungen beinahe gleich bleibend gegeben (vgl. BM:BWK: 1998 und BM:BWK: 2006). Die - sehr langsame - Steigerung des Frauenanteils scheint in keinem Verhältnis zu den anhaltenden und ernsthaften Bemühungen nach Veränderung zu stehen. Gender in die Lehre (GiL) wurde auch als Antwort auf dieses Phänomen konzipiert.
Technische Universität Wien

