Technische Universität Wien
> Zum Inhalt
Quelle: Pixelio.de

Geschlechtergerechte Sprache

Geschlechtergerechtes Formulieren bedeutet die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Sprache. Dadurch werden Frauen und Männer in der Sprache gleichermaßen sichtbar und können sich auch gleichermaßen angesprochen fühlen. Einige Informationen dazu, finden Sie im Folgenden: 

  

Quelle: Pixelio.de

Rechtliche Aspekte

Die rechtlichen Normen zur sprachlichen Gleichbehandlung sind auf unterschiedliche Regelungswerke und Gesetze verteilt. Die TU Wien selbst hält im Frauenförderungsplan, § 11 , fest, dass "... in allen Schriftstücken und wo dies sinnvoll und machbar erscheint auch bei mündlichen Äußerungen entweder explizit die weibliche und männliche Form oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen zu verwenden [sind]."

Einen guten Überblick über geschlechtergerechtes Formulieren in der öffentlichen Verwaltung finden Sie auf den Seiten des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen.

Nach oben

Quelle: Pixelio.de

Wissenschaftliche Forschung

Aus den Neurowissenschaften ist mittlerweile schon länger bekannt, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, wenn Frauen und Männer explizit angesprochen werden. Genaueres dazu finden Sie im folgenden Artikel von Susanne Wagner (2002):

Abstract:
Sprachverarbeitung im Gehirn kann auf der Kopfoberfläche zu Spannungszu- und -abnahmen führen, die über ein Elektroenzephalogramm meßbar sind. Fehler wie das Verwenden eines grammatikalisch oder von der Bedeutung her unpassenden Wortes in einem Satz führen zu ganz spezifischen Spannungsmodulationen. Mit dem Wissen um die "Fehlermeldungen" des Gehirns konnte untersucht werden, ob Berufsbezeichnungen wie "Doktor" oder "Krankenschwester" mit Klischeevorstellungen über das Geschlecht der bezeichneten Personen verbunden sind (Osterhout et al., 1997). Die Messungen deuten darauf hin, daß Klischeevorstellungen Teil der im Gehirn als Bedeutung eines Wortes abgespeicherten Information ist.

Wagner, Susanne (2002): Spannung und Widerstand. Wahrnehmung und Beeinflussung gesellschaftlicher Gegebenheiten im Spiegel elektrophysiologischer Experimente zur Sprachverarbeitung im Gehirn. In: Verein FluMiNuT (Hg.). WISSEN SCHAF(F)T WIDERSTAND (S. 89-94). Wien: Milena-Verlag 

Eine Präsentation von Dr.in Karen Böhme zum Thema finden Sie unter: www.dpg-physik.de/gliederung/ak/akc/workshops/Sprachgebrauch.pdf

Für einen weitergehenden Bezug zu Ergebnissen der Sprachwissenschaften und Neurowissenschaften siehe http://science.orf.at/science/news/58510 

Nach oben

Quelle: pixelio.de

Weitere Informationen / Geschlechtsneutral formulieren leicht gemacht

Geschlechtsneutrale Sprache - wieso?

Geschlechtsneutrale Sprache und Schreibweise - wie?

Nach oben