Häufig gestellte Fragen und Antworten
- Was hat Controlling mit Kontrolle zu tun?
- Wozu braucht die TU Wien eine Budgetplanung?
- Muss die TU Wien Steuern zahlen?
- Wieso muss die TU Wien eine Eröffnungsbilanz erstellen?
- Wodurch unterscheidet sich die Kameralistik von der kaufmännischen Buchführung?
- Welche Informationen können dem Kostenbericht entnommen werden?
- Wieso ist die kalkulatorische Miete so hoch?
- Wieso stimmen einige Kostenarten aus dem Kostenbericht nicht mit den Werten der Quästur überein?
- Wieso sollte jedes Institut seine Drittmittelgeräte bzw. aus Drittmitteln angeschafften Anlagegüter inventarisieren lassen?
Was hat Controlling mit Kontrolle zu tun?
Das Wort "Controlling" kommt aus der englischen Sprache und bedeutet soviel wie: Lenken, Steuern. "Kontrolliert" wird nur insofern, als die tatsächlich realisierten Werte mit den Planwerten verglichen und die Abweichungen nach ihrer Ursache analysiert werden.
Wozu braucht die TU Wien eine Budgetplanung?
Die TU Wien ist mit über 3.500 MitarbeiterInnen ein Großbetrieb. Eine solche Betriebsgröße setzt eine vernünftige Planung und Organisation voraus. Die für die Aufrechterhaltung des Betriebes notwendigen Mittel belaufen sich jährlich auf etwa EUR 130 Millionen. Der Bund als Geldgeber, wie auch jeder einzelne Staatsbürger, erwartet mit Recht eine sparsame und effiziente Verwendung dieser Gelder, was eine vorausschauende Planung und schwerpunktsetzende Verteilung erfordert. Letzlich soll eine Gegenüberstellung der Ist-Werte zu den Plan-Werten den Erfolg der Universität messen und insofern motivierende Wirkung haben.
Muss die TU Wien Steuern zahlen?
Die TU Wien ist bei Eingangsrechnungen nicht vorsteuerabzugsberechtigt und ist daher (bei Ausgangsrechnungen) umsatzsteuerpflichtig. Im Gegensatz zu Unternehmen der privaten Wirtschaft zahlt die TU Wien keine Körperschaftssteuer und keine Gewerbesteuer. Ansonsten sind aber praktisch alle anderen Steuern wie bei einem privaten Unternehmen fällig (Kapitalertragssteuer, Grundsteuer, Lohnsteuer, ...).
Wieso muss die TU Wien eine Eröffnungsbilanz erstellen?
Die Erstellung einer Eröffnungsbilanz ist im neuen Universitätsgesetz vorgeschrieben. Darüber hinaus ermöglicht es den Universitäten erstmals, eine Gegenüberstellung des Vermögens und der Schulden vorzunehmen und diese zu veröffentlichen. Die jährlich zu erstellende Bilanz erleichtert nicht nur Verhandlungen mit dem Ministerium, sondern wird auch das Image der Universitäten in der Öffentlichkeit steigern helfen.
Wodurch unterscheidet sich die Kameralistik von der kaufmännischen Buchführung?
Die Kameralistik ist ein auf Zahlungen orientiertes Abrechnungssystem, während die kaufmännische Buchführung den Verbrauchsaspekt von Gütern und Dienstleistungen in den Vordergrund stellt. Vereinfacht gesagt erfolgt die Buchung in der Kameralistik beim Zahlungsausgang, in der kaufmännischen Buchführung bei der Leistungserbringung. Die kameralistische Buchführung, wie sie derzeit an der TU Wien verwendet wird, weist jedoch zahlreiche Elemente der kaufmännischen Buchführung auf.
Welche Informationen können dem Kostenbericht entnommen werden?
Der Kostenbericht soll in erster Linie das Bewußtsein wecken, daß es zusätzlich zu der ordentlichen und außerordentlichen Dotation auch noch andere Kostenbestandteile gibt. Dazu gehören insbesondere Einrichtungen wie die Dekanate, die Zentrale Verwaltung, der Zentrale Informatikdienst und die Bibliothek. Ohne diese Einrichtungen und Dienste kann der Betrieb an der TU Wien nicht aufrecht erhalten werden.
Wieso ist die kalkulatorische Miete so hoch?
Im Kostenbericht scheinen nicht nur die dem Institut direkt zurechenbaren Raumkosten auf, sondern auch die in einem Gebäude vorhandenen nicht direkt zurechenbaren wie z.B. Keller, Terrasse, Gänge, Stiegenhäuser, Aufzug usw. Diese werden nach einem Umlageschlüssel auf die Nutzer umgelegt. Der im Kostenbericht angegebene Mietpreis/m² ist für das ganzes Haus gerechnet, weshalb die Rechnung: "kalkulatorische Miete dividiert durch Miete/m² ist gleich m² am Institut" nicht stimmen kann!
Wieso stimmen einige Kostenarten aus dem Kostenbericht nicht mit den Werten der Quästur überein?
Bei den Personalkosten beispielsweise scheinen die in der Quästur gebuchten Dienstgeberbeiträge für Pensionskassen nicht im Kostenbericht auf, da sie außerordentliche Zahlungen sind. Stattdessen werden kalkulatorische (durchschnittliche) Werte angesetzt.
Wieso sollte jedes Institut seine Drittmittelgeräte bzw. aus Drittmitteln angeschafften Anlagegüter inventarisieren lassen?
Die Summe der aus Drittmitteln angeschafften Anlagegüter geht als Outputfaktor in die Evaluierung der Forschung ein und verbessert damit das Institutsprofil.
Technische Universität Wien
