Studienverbund "Chemie und Technologie von Materialien" der TU Wien & Universität Wien
Im Mai 2010, besiegelten die Technische Universität (TU) Wien und die Universität Wien den Studienverbund "Chemie und Technologie der Materialien". In diesem Verbund kooperieren die Masterstudien Materialchemie (TU) und die Chemie (Universität Wien). Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Kombination der jeweiligen Spezialkompetenzen zu einem hochqualifizierten Masterstudium.
Das Programm des Studienverbundes zwischen den Masterstudien Materialchemie (TU Wien) und Chemie (Universität Wien) stützt sich auf fünf wesentliche Eckpfeiler.
Die fünf Eckfpeiler
- Charakteristisch ist bei diesem Studienverbund ist zum einen, dass beide Universitäten - sowohl die TU als auch die Universität Wien - Studienmodule im Material-Bereich anbieten. Diese werden in einem gemeinsamen Katalog publiziert und Studierende müssen eines dieser Module an der jeweiligen Partneruniversität absolvieren.
- Eine weitere Besonderheit dieser Kooperation ist, dass die Diplom- bzw. Masterarbeit an beiden Universitäten durchgeführt werden, egal an welcher man HauptbelegerIn ist.
- Der Zweitprüfer für die Abschlussprüfung wird von der jeweiligen Partneruniversität gestellt. Im Falle der Masterstudierenden an der TU Wien, muß der Zweitprüfer somit von der Technischen Universität kommen.
- Die Abschlussprüfungs selbst wird an der Herkunftsuniversität abgelegt, diese stellt auch das Diplom aus.
- Zusätzlich zum Diplomzeugnis bekommen die Masterstudierenden auch ein Zertifikat: Es bestätigt die Teilnahme an dem Studienverbund "Chemie und Technologie der Materialen" in Wien.
Das Angebot und Kompetenz beider Universitäten nutzen
Die Vorteile des neuen Studienverbunds beschreibt Adalbert Prechtl, Vizerektor für Lehre der TU Wien, so: "Studierende beider Universitäten haben so die Möglichkeit, komplementäre Angebote forschungsgeleiteter Lehre der Partner zu nutzen. Durch interfakultäre Elemente aus den Bereichen Werkstoffwissenschaften der Fakultät Maschinenwesen und Betriebswissenschaften sowie Mikro- und Nanomechanik von biologischen/biomimetischen Materialien der Fakultät für Bauingenieurwesen bietet die TU Wien den Studierenden im Studienverbund den Erwerb zusätzlicher technologischer Kompetenzen an."
Ziel: ein gemeinsames Masterstudium
Bereits ab dem Studienjahr 2011/2012 könnten weitere Masterstudien folgen. Erklärtes Ziel der TU Wien und der Universität Wien ist es, ein gemeinsames Masterstudium "Materialchemie" anzubieten. Weitere Masterstudien, wie z.B. "Materialwissenschaften" oder "Werkstofftechnologie und- analytik" könnten Teil der Kooperation werden.
"In den Naturwissenschaften kann man international nur mithalten, wenn man alle Kräfte bündelt. Nach einer intensiven Kooperation zwischen der Universität Wien und TU bei den Hochleistungsrechnern planen wir als nächsten Schritt ein gemeinsames Studium der Materialchemie. Dies wird zu engeren Kooperationen in der Forschung und insbesondere bei kostenintensiven Geräteinvestitionen führen", so Heinz W. Engl, Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Wien.
Bis zu einer möglichen Umsetzung dieses Vorhabens bildet der Studienverbund eine qualitativ hochwertige Übergangslösung, bzw. ist bereits eine bestens geeignete Einstiegsphase in die Entwicklung eines gemeinsamen Studienprogramms.
Technische Universität Wien
