Technische Universität Wien
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REFUGEES WELCOME @ TU WIEN

Unsere Motivation:
Die Technische Universität Wien ist eine weltoffene Universität, deren Angehörige in dem Bewusstsein leben, dass Universitäten des 21. Jahrhunderts Teil einer global vernetzten und in politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenhänge eingebundenen internationalen Gemeinschaft sind.
Das Leitbild "Technik für Menschen" steht auch für das Selbstverständnis weltweite Zusammenhänge und Probleme zu erkennen, Solidarität zu leben und Verantwortung zu übernehmen.

Im Zuge der letzten Entwicklungen rund um die Situation von Flüchtlingen wurden zahlreiche Aktionen aus dem Haus gestartet. Studierende, Lehrende und allgemeines Personal haben selbstorganisiert konkrete Hilfs- und Unterstützungsangebote geschaffen.
Ziel all dieser Initiativen: Hilfe die direkt ankommt, Projekte die sofort umgesetzt werden.

Wenn Sie sich einbringen möchten, Projekte unterstützen wollen oder eine eigene Initiative starten, melden Sie sich gerne unter refugees@tuwien.ac.at.

Aufruf der HTU: Freiwillige für das MORE-Buddy-System gesucht!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Initiative MORE der uniko geht jetzt in die heiße Phase: Es melden sich bereits Interessent_innen. Für viele ist das Unisystem neu bzw. in dieser Form ungewohnt. Die zukünftigen MORE-Studierenden sind erst seit Kurzem in einem fremden Land, sprechen kaum Deutsch (dafür aber Englisch meistens sehr gut) und sind die Kultur hier nicht gewohnt.

Neben der Bereitstellung von Lehrveranstaltungen, die besucht werden können, bedarf es auch einer Unterstützung der zukünftigen MORE-Studierenden. Dafür wird ein eigenes Buddy-System eingerichtet. Zu den wichtigsten Aufgaben ist die Unterstützung beim Uni-Alltag. Dabei soll der Sprach- und Wissenserwerb eine primäre Rolle spielen. Die Unterstützung beim Lernen und das Unterstützen beim Knüpfen neuer sozialer Kontakte, sowie die Funktion als erste Ansprechperson spielen eine große Rolle beim Buddy-System. Natürlich steht es jedem Buddy frei, wie viel Zeit sie oder er in die Betreuung investieren möchten.

Jede Person, die möchte, egal ob Studierende oder nicht, kann sich als Buddy melden. Fremdsprachen wie z.B. Arabisch, Farsi oder Urdu sind nicht erforderlich. Im Gegenteil der Dialog soll möglichst auf Deutsch sein, um die neu erlernte Sprache bei den MORE-Studierenden zu festigen. Kenntnisse über das österreichische Universitäts- und Bildungssystem, der Uni-Struktur der TU sowie Fachkenntnisse für die jeweilige Studienrichtung sind sehr von Vorteil, aber kein Muss.

Zurzeit gibt es eine Vorerfassung interessierter Teilnehmer_innen. Sobald MORE-Studierende bei uns anfangen, werden wir einen MORE-Buddy aus den Voranmeldungen suchen. Wenn wir eine passende Person gefunden haben, arrangieren wir ein Treffen mit beiden. So können sich beide einmal treffen und kennen lernen.

Bei Interesse einfach das Anmeldeformular ausfüllen: http://goo.gl/forms/ONp3RH78cA

Liebe Grüße
Das HTU Vorsitzteam

MORE

Die österreichische Universitätenkonferenz hat die Initiative MORE gegründet um die Angebote der Universitäten gebündelt darzustellen. Asylwerber_innen und Asylberechtigte können Vorlesungen und Seminare an österreichischen Universitäten besuchen und finden dort auch Gelegenheit ihr Wissen und ihre Sprachkenntnisse weiterzugeben. MORE versteht sich als Austauschprozess und wechselseitige Bereicherung, es reduziert die Menschen nicht zu Empfänger_innen von Hilfsleistungen. In einer weiteren Projektphase ist eine Art No-Border-Academy geplant, in der Asylsuchende und Asylberechtigte ihr Wissen in Form von Vorträgen, Seminaren usw. weitergeben können.

MORE Information Leaflet (EN)

Die TU Wien ist auch hier aktiver Teil:

Fakultät für Architektur und Raumplanung

  • Open University
    Das Vorhaben der "Open University" ist Teil der future.lab-Initiative der Fakultät für Architektur und Raumplanung. Das Vorhaben ist darauf angelegt, die üblichen Handlungsweise von Asylpolitik und Bildungsweisen einen Ort der Emanzipation entgegenzusetzen. Jeder soll die Möglichkeit erhalten, ihr Wissen und seine/ihre Fähigkeit einbringen zu können. Vorlesungen, Seminar, Workshops werden für jedermann zugänglich sein.
    Zentraler Ort der Open University wird das Mobile Stadtlabor sein, dessen Standort vom Karlsplatz nach NeuMarx wechseln wird. Dort soll das Mobile Stadtlabor hin zum Campus der Open University ausgebaut werden. Beteiligt sind Studierende, Lehrende und Flüchtlinge.
  • Wahlseminar Kunst und Gestaltung 2, 5 Plätze
    Es wird ein erstes Handwerkszeug des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und dieses mit theoretischen Grundlagen zu Räumen im Umbruch eingeübt. Seminararbeit auf Deutsch ODER Englisch, Voraussetzung: Interesse an der theoretischen Auseinandersetzung mit Kunst ODER Architektur.
  • Wahlseminar Kultur- und Architektursoziologie
    In search for a home -  Wohnerfahrungen von Asylwerber_innen und anerkannten Flüchtlingen:
    Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, angehende Architekt_innen mit der Frage der Unterbringung von Flüchtlingen zu konfrontieren. Die Studierenden sollen auf Grundlage empirischer Forschung ein Problembewusstsein für die Wohnsituation von Geflüchteten entwickeln. Die bei der Feldforschung erworbenen Kenntnisse sind zugleich als Grundlage für die Entwicklung von planerischen Maßnahmen zu sehen.
    *** Die Teilnahme von Studierenden mit Fluchterfahrung und/oder einschlägigen Sprachkenntnissen (v.a. Arabisch) ist für diese LVA dezidiert erwünscht ***

Fakultät für Bauingenieurwesen, 10 Plätze:

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, 10 Bachelor- und 10 Master-Plätze:

Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften, 10 Plätze:

Fakultät für Mathematik und Geoinformation, 10 + 5 Plätze:

  • Einführung in das Programmieren für Technische Mathematik
    Die Vorlesung findet auf Deutsch statt, der Übungsteil  kann auch auf Englisch abgehalten werden. Bis zu 10 neue Studierende können aufgenommen werden.
  • Astronomie
    In dieser Vorlesung mit Übung können bis zu 5 neue Studierende aufgenommen werden, die Veranstaltung wird in Deutsch abgehalten.

Fakultät für Physik

Fakultät für Technische Chemie, 10 Plätze + Online-Stream:

  • Grundlagen der Chemie
    Erste Vorlesung für alle Beginner_innen, keine Vorkenntnisse notwendig! Die Vorlesung wird auf Deutsch abgehalten und ist online als Stream verfügbar.

Fakultät für Informatik, ca. 45 Plätze:

  • Welcome.TU.code
    Im Wintersemester 2016/17 werden bereits zum dritten Mal Computerkurse für Flüchtlinge auf unterschiedlichen Niveaus abgehalten: Von der Einführung in die PC-Benutzung für Anfänger_innen über Office Anwendungen bis hin zu einer Einführung ins Programmieren für die Fortgeschrittenen. Den Unterricht gestalten Studierende der Informatik im Rahmen einer Lehrveranstaltung im Bereich Informatik–Didaktik. Als Kooperationspartner bei diesen Kursen sind unter anderem die Caritas, die Diakonie, der Samariterbund, das Georg Danzer Haus, die Kinderfreunde und Soziales Wien beteiligt.
    Kontakt: welcome.TU.code@tuwien.ac.at

Weitere Initiativen an der TU Wien

  • HTU-Sammelaktionen und Direkthilfe
    Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien - kurz HTU – organisiert Unterstützungsangebote für Flüchtlinge, vermittelt Dolmetscher_innen etc. Das Sekretariat fungiert als Sammelstelle für Sachspenden. Darüber hinaus wurde mit dem "Ich will helfen"-Verteiler eine Möglichkeit geschaffen mit der sich Hilfswillige organisieren können.
    Von Akuthilfe in Röszke über Lieferungen nach Traiskirchen und Unterstützung am Wiener Westbahnhof – die Studierenden packen an wo es nötig ist.

  • Chemistry.TU.do – Chemie verbindet
    Chemistry.TU.do ist ein dreitägiger Workshop (21.9. – 25.9.2015, immer nachmittags), in dem mit einfachen Experimenten an ca. 30 asylsuchende Jugendliche (14-20 Jahre) Grundkenntnisse der Chemie vermittelt werden.
    Die Tutor_innen sind freiwillige Studierende.

  • Möbelwerkstatt
    Studierende aus Architektur und Raumplanung organisieren gemeinsam mit dem Verein "Flucht nach Vorn" eine Möbelbauwerkstatt mit jugendlichen Flüchtlingen.

  • Displaced - Participatory action research: Urbane Bildungsräume für junge Flüchtlinge
    Ein Projekt im Rahmen eines kooperativen Lehrveranstaltungsformates des Instituts für Kunst und Gestaltung, des Arbeitsbereiches Stadtkultur und öffentlicher Raum, bink - der Initiative baukulturelle  Bildung für junge Menschen und PROSA - Projekt Schule für Alle.
    Junge Flüchtlinge, Studierende und Lehrende begeben sich gemeinsam auf die Suche nach Qualitäten unüblicher Lernorte und (nonverbaler) Möglichkeiten des voneinander Lernens mit der Zielsetzung, urbanen  Raum für neue Formen des Lernens spielerisch zu erobern. Bei dem Projekt handelt es sich um eine studienrichtungsübergreifende Masterlehrveranstaltung.

  • Refugees and the Table of Plenty
    Im Rahmen des Urbanize-Festivals findet am 8. Oktober, 19.00 Uhr ein Vernetzungstreffen zum Thema "Refugees and the Table of Plenty" statt. Am "Table of Plenty" sollen Positionen und Handlungsoptionen  zusammengeführt werden. Diese Initiative ist Symbol und Ausgangspunkt für eine (räumliche) Praxis, die auf ein zukunftsfähiges Miteinander zielt:
    Junge Flüchtlinge, Studierende und Lehrende der Fakultät für Architektur und Raumplanung, TU Wien laden Kolleg_innen, externe Expert_innen und alle jene, die sich engagieren wollen, zu diesem Abend ein.
    In der Woche vom 5. bis 9. Oktober 2015 ist das offene Urbanize Seminar "Displaced . Refugees and the city" auf der Suche nach Qualitäten unüblicher Lernorten und bereitet in seiner produktiven Heterogenität diesen Abend vor. In einer Art "living laboratory" wird probiert, adaptiert, möbliert, aufgekocht, umgerührt.

  • Ausstellung Fluchtraum Österreich
    Eine Ausstellung über räumliche Manifestationen gegenwärtiger Asylpolitik und reglementierte Zustände des Wartens. Fluchtraum Österreich untersucht Raumstrukturen und Grenzen, welche um Asylsuchende in Österreich entstehen und gebaut werden. Ziel des Projektes ist das Schaffen einer neuen Sichtweise auf Zustände der Flucht und des Wartens, der reglementierten Raumnutzung von Asylwerbern, sowie der Rolle welche Architektur und gebauter politischer Raum in diesem Zusammenhang spielen. Die Thematik Asyl soll dabei als grundlegender Bestandteil heutiger Raumproduktion und als notwendiges Beschäftigungsgebiet der Architekturpraxis aufgezeigt werden.
    Kurator_innen sind DI Nina Valerie Kolowratnik MsCCCP, Lektorin an der Abteilung für Gebäudelehre der TU Wien; Adjunct Assistant Professor an der GSAPP Columbia University New York und DI Johannes Pointl MsAUD, Universitätsassistent an der Abteilung für Gebäudelehre der TU Wien.
    Als Wanderausstellung wird Fluchtraum Österreich im Herbst und Winter 2015/2016 an die Orte und Umgebung der Feldrecherche zurückgeführt, welche im April 2015 eine Woche lang quer durch Österreich erfolgte. Als Kommunikationsraum, soll die Ausstellung Fluchtraum Österreich einerseits den Austausch zwischen lokaler Bevölkerung und Asylwerbergästen fördern und andererseits das Thema Asyl als wichtigen Teil heutiger Raumplanung in den Architekturdiskurs einführen. Neben den Ausstellungen in Asylwerberunterkünften werden die Arbeiten in Architekturinstitutionen und Kultureinrichtungen, sowie im Rahmen von Informationsveranstaltungen im öffentlichen Raum gezeigt.

  • AMAL - Initiative zur Integrationsbegleitung für Migrantenfamilien aus dem Nahen Osten
    AMAL begleitet Migrant_innen über Schwierigkeiten und Hürden hinweg, von Sprachbarrieren und Kulturschocks bis zu Bildungsbarrieren und Behördendschungel. Schlüsselfaktoren für die Integration in Gesellschaft und Kultur sind Sprache und die persönliche Beziehung zu Österreicher_innen. Durch die Methode der Kontakt- und Sprachkonversationen in Kleingruppen in privatem Rahmen ermöglicht AMAL die Begegnung von Mensch zu Mensch und fördert Beziehungen und Freundschaften. AMAL bietet darüber hinaus Hilfe bei Behördenwegen, auch für Student_innen und steht mit Expert_innen in ärztlichen, juristischen und anderen Fragen zu Verfügung.
    Zielgruppe: Das Angebot von AMAL richtet sich an Frauen und Männer, junge Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Der Verein AMAL kooperiert u. a. mit der katholischen Hochschulgemeinde Bereich TU/Karlskirche und freut sich über ehrenamtliche Mitarbeit!