Technische Universität Wien
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5 Punkte zur Selbsthilfe

Wenn Sie sich in einer solchen, anhaltend konflikthaften Arbeitsplatz-Situation befinden, sollten Sie sich Unterstützung holen, um die Situation schrittweise zu entschärfen. Wichtig ist, nicht zu resignieren oder unbedachte Schritte zu setzen.


Selbsthilfe – Wege bei Mobbing
1. Problem anerkennen
2. sich orientieren
3. Rat und Hilfe in Anspruch nehmen
a. Interne Ansprechstellen
b. Externe Ansprechstellen
4. Professionelle Begleitung finden
5. Wohlbefinden stärken, Ziele setzen


1. Der erste Schritt ist, die Probleme als solche zu erkennen
Wenn Sie die Schwierigkeiten mit vertrauten verschwiegenen Menschen besprechen, können Sie Trost und Sicherheit gewinnen. Hilfreich ist es auch, sich geeignete Vorgehensweisen zur Beseitigung der belastenden Situation zu überlegen.
Siehe auch: ÖGB Service Center und Mobbing-Beratungsstelle der AK: 10 Erste Hilfe-Tipps


2. Orientierung kann Sie stärken
Um eine bestmögliche Unterstützung zu erreichen, sollten Sie die Situation möglichst gut beschreiben können. Finden Sie heraus, wo das Arbeitsklima noch intakt ist („Wann fühle ich mich wohl?“). Stärken und verbessern Sie ihr Konfliktlösungsverhalten. Broschüre
Führen Sie ein Mobbing-Tagebuch zur Orientierung, wann was vorfällt. Beispiel eines Mobbing-Tagebuchs


3. Holen Sie sich Rat und Hilfe
Holen Sie Informationen ein. Entscheiden Sie dann, welche Anlaufstellen für Mobbing Sie wann kontaktieren wollen (nicht unbedingt alle zugleich).
Besprechen Sie mit diesen Mobbing-ErstansprechpartnerInnen, ob es sich um Mobbing handelt, oder ob ein anderer Konflikt vorliegt. Lassen Sie sich auch weitere Wege zur Problem-Bewältigung aufzeigen.

Wohin kann ich mich bei Mobbing-Problemen wenden?

4. Finden Sie professionelle Begleitung
BeraterInnen und Coaches helfen Ihnen, sich persönlich zu stärken und klare Ziele für eine Verbesserung Ihrer Situation zu formulieren. Prozessbegleitende BeraterInnen oder Coaches eignen sich für unterstützende Begleitung aus dem Mobbing heraus.
Geeignete Fachleute sollten über psychologische, sozialarbeiterische bzw. therapeutische Grundausbildungen bzw. Kenntnisse verfügen und jedenfalls hinsichtlich Anti-Mobbing-Arbeit spezialisiert sein.

5. Achten Sie besonders gut auf Ihr Wohlbefinden in der Freizeit
Je besser es Ihnen gelingt, in Ihrem Leben nach der Arbeit einen Ausgleich zu finden, umso entspannter können Sie die Belastungen des Arbeitsalltags bewältigen. Vermeiden Sie Freizeitstress, setzen Sie auf Entspannung und Erholung.
Setzten Sie sich jedenfalls auch positive Ziele in ihrer Freizeit, unabhängig von Ihren Zielen gegenüber der Mobbing-Situation.

Vom ÖGB empfohlene Bücher zum Thema Mobbing