Technische Universität Wien
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Vorschriften zum Ausschreibungs- und Aufnahmeverfahren

1. Ausschreibungstext

Ausschreibungspflicht besteht für alle Stellen an der TU Wien. Ausnahmen bestehen nur für Lehrbeauftragte und befristete Drittmittelstellen (siehe UG 2002 § 107 Abs. 1 und 2).
Der Text darf keine direkten oder indirekten Diskriminierungen enthalten und wird nach Bestätigung durch das zuständige Arbeitskreismitglied (6 Werktage Bearbeitungsfrist!) zumindest im Mitteilungsblatt der TU Wien veröffentlicht.

Grundsätze zur diskriminierungsfreien Textgestaltung:

  1. Der Text muss ein richtiges Maß an Genauigkeit aufweisen (nicht zu sehr spezifisch und nicht zu allgemein).
  2. Der Text muss nach den Grundsätzen des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes diskriminierungsfrei sein.
  3. Geschlechtergerechte Textgestaltung kann durch Neutralformen oder doppeltgeschlechtliche Schreibweise erreicht werden. -> Genaueres unter sprachliche Gleichbehandlung.

 

2.  Geeignete Bewerberinnen ansprechen

Die ausschreibenden Stellen sind verpflichtet, aktiv nach geeigneten Bewerberinnen zu suchen (siehe Aktuelle Richtlinie des AKG "Richtlinie zum Entfall der Wiederholung der Auschreibung"), und diese Suche nach geeigneten Bewerberinnen zu belegen:
Formblatt f. allgemeines (technisches und Verwaltungs-)Personal;
Formblatt f. wissenschaftliches Personal u. akademisches Verwaltungspersonal;
Formblatt für Professuren

Wenn an anderen Universitäten oder in internationalen Foren nach geeigneten Bewerberinnen gesucht wird, darf der Ausschreibungstext nicht gekürzt werden.

„Sind bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist keine Bewerbungen von ausreichend qualifizierten Frauen eingelangt und wurden keine Bemühungen zur Motivierung von Bewerberinnen gesetzt, ist die Stelle vor Beginn des Auswahlverfahrens nochmals auszuschreiben und das Bemühen um Bewerberinnen nachzuholen. Erhebt der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen in seiner Stellungnahme keinen begründeten Einwand, kann die Wiederholung der Ausschreibung entfallen. Langen auf Grund der neuerlichen Ausschreibung wiederum keine Bewerbungen von Frauen ein, ist das Auswahlverfahren durchzuführen“ (Frauenförderungsplan § 29 Abs 3).

 

3. Nach Bewerbungsfristablauf die BewerberInnen-Liste dem AKG-Mitglied übermitteln

Die Liste ist dem zuständigen Arbeitskreismitglied unverzüglich zur Kenntnis zu bringen, die Bewerbungsunterlagen sind ebenfalls zur Verfügung zu stellen.

 

4. Zum Auswahlverfahren das AKG-Mitglied zeitgerecht einladen

Zu Auswahlgesprächen sind jedenfalls alle Bewerberinnen einzuladen, die dem Ausschreibungstext entsprechen (vgl. § 30 Abs 2 Frauenförderungsplan der TU Wien), die Liste der Eingeladenen sowie die Termine der Aufnahme- bzw.  Bewerbungsgespräche sind dem zuständigen Arbeitskreismitglied zeitgerecht (=6 Werktage vorher) zu übermitteln. Der AKG hat das Recht, an den Auswahlgesprächen teilzunehmen.
Bei Aufnahmegesprächen (Bewerbungsgesprächen) sind sachliche und diskriminierungsfreie Kriterien, Verhaltensweisen und Fragestellungen anzuwenden (vgl. § 31 Abs 1 und 3 des Frauenförderungsplans der TU Wien).
Finden andere Formen der Personalauswahl statt, ist das Arbeitskreismitglied entsprechend zeitgerecht einzubinden. 

 

5. Begründeten Aufnahmewunsch dem AKG-Mitglied vorlegen

Wenn bei gleicher Qualifikation die Auswahlentscheidung zwischen einer Bewerberin und einem Bewerber ansteht, sind die Regelungen der Geschlechtergleichstellung anzuwenden (siehe § 11 Bundes-Gleichbehandlungsgesetz bzw. § 34 Abs 1 Frauenförderungsplan der TU Wien).
Der danach erstellte Besetzungsvorschlag muss vom Arbeitskreis für  Gleichbehandlungsfragen vor Dienstantritt der /des neuen Beschäftigten bestätigt werden (durch das zuständige Arbeitskreismitglied). Andernfalls ist der Arbeitsvertrag ungültig und es drohen der TU Wien kostenintensive Schadenersatzansprüche sowie Rufschaden.

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