Technische Universität Wien
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2016-05-03 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Sustainability Awards für Projekte der TU Wien

Mit pflanzlichen Fasern verstärkt Ildiko Merta Beton. Herbert Störi war für den Aufbau des umweltfreundlichen Großrechners VSC3 verantwortlich. Beide Projekte wurden nun mit Sustainability Awards ausgezeichnet.

Sustainability Awards - vergeben für das Forschungsprojekt von Ildiko Merta und den VSC3

Ildiko Merta (Mitte) nimmt den Sustainability Award entgegen. Rechts daneben: Vizerektorin Anna Steiger

Stabil und haltbar: Beton mit Pflanzenfasern

Prof. Herbert Störi (rechts) präsentiert den VSC3

Großrechner an der TU Wien: Der VSC3

79 Projekte von 21 Universitäten wurden beim diesjährigen Sustainability-Award eingereicht, acht wurden schließlich von einer Fachjury ausgewählt – einer davon geht an die TU Wien, für Ildiko Mertas Forschungsprojekt über umweltfreundliche Betonsorten, ein zweiter geht an das interuniversitäre Großrechner-Projekt VSC3, geleitet von TU-Professor Herbert Störi. Außerdem gab es Auszeichnungen für ein IT-Projekt, an dem Prof. Margit Pohl beteiligt ist, und ein von Ewa Vesely und Vizerektorin Anna Steiger initiiertes Projekt zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Grüner Beton
Neuartige Betonsorten entwickelt die Bauingenieurin Ildiko Merta am Institut für Hochbau und Technologie der TU Wien. Sie erforscht, wie man pflanzliche Fasern in Beton einarbeiten kann, um einen Werkstoff mit optimalen mechanischen Eigenschaften, guter Haltbarkeit und vorbildlicher Umweltbilanz zu erzeugen. Ihr Projekt wird vom FWF im Rahmen des „Hertha Firnberg“-Frauenförderprogramms finanziert, nun wird die TU Wien für dieses Projekt mit dem Sustainability Award für nachhaltige Universitäten ausgezeichnet.

Lesen Sie mehr über Ildiko Mertas Forschungsprojekt


Grüne Rechenpower
Hochleistungsrechner sind heute ein unverzichtbares Werkzeug für die wissenschaftliche Forschung. Allerdings braucht große Rechenpower auch viel Energie. Der Vienna Scientific Clusters (VSC) wurde an der TU Wien geplant und aufgebaut, genutzt wird er nun von mehreren österreichischen Universitäten. Das VSC-Team unter Leitung von Dr. Ernst Haunschmid achtete dabei ganz besonders auf Energieeffizienz: Anstatt die Wärme der Prozessoren durch die übliche Ventilatorkühlung abzuführen, wurden die Motherboards des VSC3 in Ölwannen getaucht. Dadurch erspart man sich eine aufwändige Klimaanlage im Rechnerraum und spart Strom.

Lesen Sie mehr über das Großrechnerprojekt VSC-3

 

Kein Essen mehr verschwenden
Neben diesen beiden ersten Plätzen konnte man sich an der TU Wien auch noch über zwei weitere Preise freuen: Mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde ein Projekt, das vom Österreichischen Ökologie Institut geleitet wird, das mit Prof. Margit Pohl von der TU Wien zusammenarbeitet. Gemeinsam entwickelt wird das Konzept „UrbanFoodSpots“ – öffentlich zugängliche Kühlsysteme, in denen man Lebensmittel zur Verfügung stellt, die man sonst wegwerfen würde. Kombiniert ist dieses Kühlsystem mit einem digitalen Informationssystem, das den Zugang und die Benutzung erleichtern soll. Finanziert wird das Projekt von der FFG, auch die Ernst Winninger GmbH ist beteiligt.

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
Der dritte Platz in der Kategorie „Strukturelle Verankerung“ ging an ein Projekt, das von Vizerektorin Anna Steiger und der Vereinbarkeitsbeauftragten Ewa Vesely (Institut für Computersprachen) geleitet wird: Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung wird auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen immer mehr zum Thema. Die TU Wien versucht seit drei Jahren gezielt, auf die Situation pflegender Angehöriger zu sensibilisieren, ihre Bedürfnisse und Probleme zu erheben, und Unterstützung zu leisten. In einer Reihe von Informationsveranstaltungen und Workshops werden Informationen rund um die Pflegethematik zur Verfügung gestellt, Expert_innen eingeladen, TU  Forschungsergebnisse präsentiert  und  mit der  Vernetzungsplattform „Mehr als ich kann“ eine informelle Austauschmöglichkeit etabliert. Maßnahmen wurden im Bereich Personalentwicklung und betrieblicher Gesundheitsförderung gesetzt. Mit der Betriebsvereinbarung „Erweiterte Pflegefreistellung“ konnte das Thema auch strukturell verankert werden.

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Vergeben wurde der Sustainability Award am 3.Mai 2016 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.