Technische Universität Wien
> Zum Inhalt
2017-10-02 [

Andrea Würz

 | Forschungszentrum Energie + Umwelt ]

Urbane Produktion im Blickpunkt

Die TU Wien präsentierte Forschungsergebnisse im Spannungsfeld von Stadt und Industrie.

VR Prof. Johannes Fröhlich (TU Wien), Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Wirtschaftskammer Wien und DI Regina Plas (Wirtschaftskammer Wien) v.l.n.r.

Zahlreiche Gäste folgten den Kurzpräsentationen der Sessions...

... und informierten sich in der Ausstellung.

Die Aussicht auf die Stadt vom TUtheSky war zwar durch das Regenwetter etwas getrübt, der Überblick der Forschungsaktivitäten der TU Wien zu den Themen „Standort und Logistik“ sowie „Nachhaltige Produktion und Technologien“ war für die über 100 Teilnehmenden der Veranstaltung „Blickpunkt Forschung: Urbane Produktion @ TU Wien“ trotzdem umfassend und klar. In ihren Begrüßungsworten unterstrichen Prof. Johannes Fröhlich, Vizerektor für Forschung und Innovation der TU Wien und Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Spartenobmann Industrie der Wirtschaftskammer Wien die Bedeutung der Forschung, um eine urbane Arbeitswelt „smart“ weiterentwickeln zu können, sodass sie einer heterogenen Stadtgesellschaft Integrations- und Aufstiegsperspektiven bieten kann. Das Zusammenspiel in der räumlichen Nutzung von Industriebetrieben und dienstleistungsorientierten Unternehmen müssen dabei einander ergänzen, um die Heterogenität zu gewährleisten. Die dabei zu meisternden Herausforderungen sind extrem vielfältig. Der Erfolg eines forschungsgetriebenen Ansatzes, Lösungen zu finden, wurde durch die präsentierten Projekte unterstrichen, die auch die vielfältige Forschungsexpertise in diesen Bereichen aufzeigten. Die anwendungsnahen Forschungsprojekte wurden teilweise in Kooperation mit den jeweiligen Unternehmenspartnern präsentiert, die dabei den Nutzen der Projektzusammenarbeit für sie darstellten.


Von der Produktion von Biomasse bis zu neuen Modellen der Nahversorgung
Die Session „Standort- und Logistikkonzepte“ umfasste Vorträge zu Verkehrskonzepten im Spannungsfeld der urbanen Produktion, flexiblen Transport von Kleingütern, die Verwendung von Parkplatzflächen für die Produktion von Biomasse, Energieoptimierung an Industriestandorten, Möglichkeiten einer nachhaltigen Nutzungsmischung in einem Stadtentwicklungsgebiet sowie eine Methode, leerstehende Immobilien anhand deren Standort zu bewerten.
In der Session „Nachhaltige Produktion und Technologien“ wurden zuerst aktuelle Aktivitäten der TU Wien im Bereich Industrie 4.0 präsentiert, bei denen natürlich auch Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt: Die Pilotfabrik in Aspern und das neue K1-Zentrum Austrian Center for Digital Production. Der Bogen spannte sich dann weiter von einem komplett neuen Modell der Nahversorgung, über eine Methode zur Optimierung des Energiebedarfs von Produktionsunternehmen bis hin zu Möglichkeiten der weiteren Kompetenzvertiefung im Bereich Industrie 4.0. Den Abschluss bildete ein effizientes Verfahren zur CO2-neutralen Produktion von Strom und Wärme aus Biomasse.

Veranstaltungsreihe „Blickpunkt Forschung“
Die Veranstaltungsreihe „Blickpunkt Forschung“ wird vom Forschungszentrum Energie und Umwelt und dem Forschungs- und Transfersupport in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien organisiert. Generelles Ziel ist es, potenziellen Kooperationspartnern aus der Wirtschaft einen Einblick in die TU Wien-Forschungsaktivitäten durch Projektendpräsentationen zu geben und dabei Kooperationsmöglichkeiten für weiterführende Projekte aufzuzeigen. Die vorgestellten Projekte werden im Rahmen von Kurzpräsentationen in Sessions zusammengefasst sowie jeweils in einer begleitenden Ausstellung präsentiert. Dies bietet Raum für den Austausch zwischen TU Wien-Forschenden und Industrievertreter_innen und ermöglichte viele Fachgespräche.

Ideenmarkt Forschung: Nachhaltige Produktion
Passend zum „Blickpunkt Forschung“ war das Thema des „Ideenmarkt Forschung“ am darauffolgenden Vormittag die „Nachhaltige Produktion“. Der Fokus lag auf der internen Vernetzung der TU Wien-Forschenden. Dieser Workshop wurde wie gewohnt in Form einer „Ideenmesse“ gestaltet. Dabei hatten die Forschenden wieder Gelegenheit, mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen, sich über Projekte zu auszutauschen, neue Projektideen entstehen zu lassen und über zukünftige gemeinsame Projektmöglichkeiten zu sprechen.


Die Unterlagen zu den Veranstaltungen finden Sie unter http://energiewelten.tuwien.ac.at/blickpunkt_forschung bzw. https://energiewelten.tuwien.ac.at/service/veranstaltungen/ideenmarkt_forschung (TU-login erforderlich).


Der nächste interne Vernetzungsworkshop „Ideenmarkt Forschung“ wird im Frühjahr 2018 – voraussichtlich zum Thema „Lebenszyklus“ – stattfinden und wird für alle interessierten Forschenden (egal ob grundlagen- oder anwendungsorientiert) offen sein.