Technische Universität Wien
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2017-10-25 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Ille Gebeshuber – Österreicherin des Jahres

Die Experimentalphysikerin Ille Gebeshuber von der TU Wien wurde bei der Austria’17-Gala zur Österreicherin des Jahres im Bereich „Forschung“ gekürt.

Ille Gebeshuber - Österreicherin des Jahres

Wenn wir die Tricks der Natur verstehen, die über viele Millionen Jahre von der Evolution perfektioniert wurden, dann können wir sie auch für unsere Technologie nutzen. Das ist das große Anliegen von Prof. Ille Gebeshuber vom Institut für Angewandte Physik. Jahrelang forschte sie im Urwald von Malaysia, viele ihrer Erfahrungen von dort hat sie auch in ihrem erfolgreichen Buch „Wo die Maschinen wachsen“ niedergeschrieben. Nun wurde sie bei der Austria’17-Gala, veranstaltet von der Tageszeitung „Die Presse“ als Österreicherin des Jahres in der Kategorie „Forschung“ ausgezeichnet. Die Höhepunkte der Gala gibt es am 26. Oktober um 23:15 in ORF 2 zu sehen.

Lernen von der Natur
Ille Gebeshuber studierte Technische Physik an der TU Wien, wo sie auch das Doktoratsstudium der technischen Wissenschaften absolvierte. Danach folgten einige Auslandaufenthalte, unter anderem als Postdoc am Physics Department der University of California sowie mehrere Jahre Forschungstätigkeit an der Universität Malaysia.

In zahlreichen Dschungelexpeditionen – nicht nur in Malaysia, sondern im Lauf der Zeit auch in anderen tropischen Ländern – lernte sie die bemerkenswerten Eigenschaften der Tiere und Pflanzen des Regenwalds kennen. Dabei wurde ihr rasch klar, in wie vielen Bereichen sich die Technik Inspiration und Ideen aus der Natur holen kann: Mit Pflanzen kann man Bergbau betreiben. Schmutzabweisende Oberflächen können Schmetterlingsflügeln nachempfunden werden. Algen, die Glas produzieren, und Bakterien, die Magnete erzeugen, sind Vorbilder für umweltfreundliche Alternativen für Computer und Handys. Bionik ist zu einer Forschungsdisziplin geworden, von der unterschiedlichste Industriezweige profitieren können.

 

Bild: © Fotostudio Wilke