Technische Universität Wien
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2017-11-03 [

Christine Cimzar-Egger

 | Büro für öffentlichkeitsarbeit ]

TU Wien-Absolvent_innen bei ASciNA-Awards und ASciNA-Mentoring-Programm erfolgreich

Österreichische Forscher_innen arbeiten auf der ganzen Welt. Jene die in Nordamerika tätig sind, können sich im Netzwerk ASciNA (Austria Scientist and Scholars in North America) vernetzen. Die TU Wien und der TU Wien alumni club unterstützen das ASCiNA Austria Chapter, das den ASciNA-Award und das ASciNA-Mentoring-Programm organisiert.

Dietmar Offenhuber [1]

Coopamare, einer Recyclingcooperative in São Paulo, die in der Studien untersucht wurde. [2]

Michael J. Fink, VR Johannes Fröhlich und Magdalena Klemun (v.l.n.r.) [3]

Magdalena Klemun [4]

Michael J. Fink [5]

Arnold Päcklar

ASciNA Award für „Waste is Information“-Studie
Dietmar Offenhuber, TU Wien-Absolvent der Architektur, ist derzeit als Assistant Professor an der Northeastern University in Boston, USA, tätig. Nach seinem Architekturstudium absolvierte er einen PhD in Urban Planning am MIT. Seine Forschungstätigkeit kann man mit „Verantwortlichkeitsdesign“ umschreiben, beschäftigt er sich doch mit der Beziehung zwischen visueller Repräsentation und urbaner Steuerung. Sein Buch „Waste Is Information“, das die Erkenntnisse dreier von im erarbeiteten Studien zusammenfasst, wurde nun mit dem ASciNa-Award in der Kategorie „Junior Principal Investigator“ ausgezeichnet. Die Studie untersucht innovative Abläufe und Technologien zum Monitoring und zur Visualisierung von Abfall-Systemen. Dadurch soll erforscht werden, wie Bewohner_innen und Stadtverwaltung durch urbane Infrastruktur-Systeme mit einander umgehen. Um diese Interaktion sichtbar zu machen, hat Dr. Offenhuber für seine Studie Abfallwege nachvollziehbar gemacht. Der ASciNA Award ist ein Wissenschaftspreis, der ausschließlich an Nachwuchsforscher_innen für ihre exzellenten wissenschaftlichen Publikationen vergeben wird. Der Award ist der Kategorie „Junior Principal Investigator“ ist mit 10.000 EUR dotiert und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft unterstützt.

Drei ASCiNA-Mentees heuer von der TU Wien unterstützt
Jungwissenschaftler_innen aus Österreich mit in Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko)  etablierten Forscher_innen in Kontakt zu bringen, das ist die Aufgabe des ASCiNA-Mentoring Programms. Die Mentees können von den Erfahrungen der Mentor_innen, die sich sowohl im österreichischen wie auch amerikanischen Wissenschaftssystem auskennen, profitieren und in Karrierefragen beraten lassen. Die TU Wien sponsert im Rahmen des ASciNA-Mentoring-Programm 2017/18 drei Mentees:

Magdalena Klemun studierte Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Wien (Bachelor) und Earth Resources Engineering an der Columbia University in New York (Master). Derzeit absolviert Klemun ein PhD Studium in Engineering Systems am Massachusetts Institute of Technology (MIT). In ihrer Forschung geht sie der Frage nach, warum manche Technologien rascher kostengünstiger werden als andere. Dabei interessiert sie sich besonders für Zusammenhänge zwischen dem strukturellen Aufbau emissionsarmer Energietechnologien, etwa Photovoltaikanlagen oder Kernkraftwerke, und ihrer Kostenentwicklung. Ziel ihrer Arbeit ist es, Einsichten für Klimastrategien und für die Entwicklung neuer Technologien zu gewinnen.

Chemie bestimmt das Leben von Michael J. Fink. Nach seinem Doktorabschluss der Technischen Chemie und zwei Jahren Postdoc-Forschung an der TU Wien wechselte Dr. Fink 2015 an die Harvard University, um dort weiter als Postdoc um dort weiter als Postdoc mit Prof. George M. Whitesides am Department of Chemistry and Chemical Biology zu forschen. In seiner Forschung konzentriert er sich auf die Funktion von Biomolekülen, besonders mit Blick auf Enzyme. Dabei interessieren ihn Enzyme in Kombination mit kleinen Molekülen aus natürlichen, physiologischen bis hin zu künstlichen, biotechnologischen Prozessen.

Arnold Päcklar absolvierte seinen Master in Technischer Chemie an der TU Wien. Danach wechselte er für ein PhD-Studium in Chemie an die Colorado State University, wo er sich auf Chemistry Education und Materials Chemistry spezialisierte. Im Bereich Materialchemie konzentriert Päcklar sich auf Gasabsorption, die beispielsweise in der Katalyse eine wichtige Rolle spielt. Im Bereich der Chemie-Pädagogik versucht Päcklar derzeit das „selbst-regulierte Lernen“  im Chemiestudium der Colorado State University zu verbessern, um die Abbrecher- und Wechselrate von Studierenden zu reduzieren.

Über ASciNA
ASciNA (Austria Scientist and Scholars in North America), das Netzwerk von österreichischen Forschenden und Lehrenden, die in Nordamerika  tätig sind, wurde 2002 in Washington DC gegründet und zählt mittlerweile 1200 Mitglieder. Die TU Wien und der Alumni Club der TU Wien unterstützen das ASCiNA Austria Chapter, das besonders die akademische Mobilität und den Erfahrungsaustausch zwischen in Nordamerika und in Österreich tätigen Wissenschaftler_innen fördert.

Copyright Foto [1, 2]: Dietmar Offenhuber
Copyright Foto [3]: privat
Copyright Foto [4]: Chatty Photography
Copyright Foto [5]: Fotostudio Wilke