Technische Universität Wien
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2018-01-15 [

Ewa Vesely

 | Vereinbarkeitsbeauftragte, Vera Kuzmits | Personalentwicklung und Betriebliche Gesundheitsförderung ]

Papa mit Kind zu Hause?

Österreichische Universitäten nehmen mehr Rücksicht auf individuelle Lebensentwürfe von Vätern. Erleben Papamonat und Väterkarenz eine erstmalige Konjunktur?

Ins Bild gerückt

Nicht selten wird gegenwärtig behauptet, das Familienbild sei einem Wandel unterzogen. Was heißt das aktuell für individuelle Familien und die Rolle der Väter? Mit dem Imagefilm "Papa mit Kind zu Hause?" geht das interuniversitäre Netzwerk UniKid – UniCare Austria dieser Frage auf den Grund. Genauer gesagt lässt dieser Film "echte" Väter an den Universitäten zu Wort kommen und gibt Einblick in den Familienalltag: Exemplarisch berichten vier Väter, die an vier österreichischen Universtitäts-Standorten forschen, arbeiten oder studieren, über ihre Karenzzeit. Ganz persönlich und authentisch erzählen sie in kurzen Sequenzen von ihren Erfahrungen.




Anders aufgerollt

"Wir wollen mit dem Imagefilm einfach bewusster hinschauen. Dadurch entsteht ein authentisches Bild über die Vaterrolle zwischen Familie und universitärer Laufbahn", unterstreicht UniKid-UniCare Austria - Netzwerksprecherin Ewa Vesely. Über weite Strecken wurde der Diskurs von Familie und Karriere im Hinblick auf Frauen thematisiert. Erhält das Thema Vereinbarkeit mit Blick auf Männer und moderne männliche Rollenbilder nun andere Durchschlagskraft? Generell sind sich Human Resources Expert_innen einig: Sie sehen immer mehr das Potential von Vereinbarkeit von Familienaufgaben mit Erwerbstätigkeit im Hinblick auf Zufriedenheit und Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch die Vaterrolle gewinnt dabei an Stellenwert.

Film ab!

Der Film wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ermöglicht und steht am 15. Jänner 2018 auf den Startseiten vieler Universitäten Österreichs zur Verfügung.

Studium. Beruf. Familie.

Das Zusammenspiel dieser drei Aspekte kennzeichnet das interuniversitäre Netzwerk UniKid-UniCare Austria. Das Netzwerk wurde 2004 als UniKid - Netzwerk der Kinderbüros und Kinderbetreuungsbeauftragten der österreichischen Universitäten gegründet. Die Umbenennung erfolgte aufgrund der Erweiterung des Serviceangebotes an einzelnen Standorten, der Beschäftigung mit dem Themenbereich Pflege von Angehörigen und vermehrten internationalen Kooperationen. Die Netzwerk-Website bietet für Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, aber auch pflegende Angehörige, die an österreichischen Universitäten arbeiten oder studieren, gebündelte Informationen und hilfreiche Kontakte:

www.unikid-unicare.at

TU Wien

Ein Blick auf die Entwicklung der Zahl der Väterkarenzen an der TU Wien zeigt eine erfreuliche Tendenz, vor allem bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern. In den Jahren 2005 bis 2008 waren in Summe 12 Väter in Karenz. Zwischen den Jahren 2010 und 2016 ist die Zahl der Väter in Karenz deutlich gestiegen. Allein im Jahr 2016 waren bereits 38 Väter in Kinderkarenz.

Rektorin Sabine Seidler dazu: "Bezogen auf unseren Personalstand sind die Zahlen zwar immer noch ernüchternd, aber es geht voran, langsam aber stetig". Der TU-Informatiker Dr. Roland Lezuo hat einmal gesagt: "Väter, nehmt Euch mit Kinderkarenz Zeit für Eure Kinder, denkt nicht zu viel darüber nach und tut es! Die Erfahrungen während der Karenz können sehr bereichernd sein und Zeit mit den eigenen Kindern ist so wertvoll und schön."

Mit ihrem Beitrag zum Imagefilm "Papa mit Kind zu Hause" möchte die TU Wien genau diese Einladung an "ihre" Väter aussprechen.

Kontakt

Netzwerksprecherinnen UniKid-UniCare Austria
Bronwen Arbeiter-Wyerer, Tel.: 0043 4632 7009216 | Bronwen.Arbeiter@aau.at 
Ewa Vesely,  Tel.: +43-158801-18504 | ewa.vesely@tuwien.ac.at