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2018-05-14 [

Florian Aigner

 | PR und Marketing ]

Große Auszeichnung für Koen Blanckaert in China

Die Wasserbauexperte Prof. Koen Blanckaert wurde zum Visiting Professor an der Tsinghua University bestellt.

Prof. Koen Blanckaert nimmt die Auszeichnung der Tsinghua-Universität entgegegen.

In einer Zeremonie, die am 10. April in Peking stattfand, wurde Koen Blanckaert, Professor an der Fakultät für Bauingenieurwesen, zum Visiting Professor an der Tsinghua University bestellt. Im Bestellungsschreiben würdigt Professor Qiu Yong, Präsident der Tsinghua University, die hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen Koen Blanckaerts.

Die Auszeichnung ist auch eine Würdigung Koen Blanckaerts langjähriger Aktivitäten in China – er knüpfte enge Kooperationen mit der Tsingua University und war von 2010 bis 2014 Visiting Professor an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Tsinghua – eine angesehene Universität
Tsinghua University hat in China eine ähnliche Stellung wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA. Sie ist die im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich führende Universität des Landes. Es ist kein Zufall, dass der amtierende Staatschef Chinas, Xi Jinping, ein Absolvent der Tsinghua University ist. Vielleicht weniger bekannt ist, dass der vorhergehende Staatschef Chinas, Hu Jintao, ebenfalls ein Tsinghua Absolvent, wie Koen Blanckaert in der Wasserbau spezialisiert war, bevor er seine politische Laufbahn einschlug.

Die Bestellung soll die Zusammenarbeit der TU Wien und der Tsinghua University im Bereich der Wasserbau fördern. Gerade in China ist der Bedarf nach neuen Ideen und Lösungen im Bereich Wasserbau besonders hoch. Die sozio-ökonomischen Aspekte der Nutzung chinesischer Wasserressourcen (Wasserkraft, künstliche Bewässerung, Trinkwasseraufbereitung) sind dabei genauso ein Thema wie die Minderung von Risiken (Hochwasserschutz, Schutz vor Trockenheit und Bewahrung der Trinkwasserqualität) sowie die Bewahrung von Ökosystemen.

Um all diese Probleme effizient und mit überschaubaren Kosten lösen zu können, braucht man neue wissenschaftliche Konzepte. Koen Blanckaerts Forschungsarbeiten sollen der Forschung in China neue Impulse geben. Auch die Forschung an der TU sollen durch die Zusammenarbeit bereichert werden, etwa durch Studentenaustausch.

Foto: Tsinghua University