Technische Universität Wien
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2018-07-05 [

Florian Aigner

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Auszeichnung für Richard Wilhelm

Ionenstrahl-Physik: Bei der internationalen Konferenz IBMM in Texas wurde der TU-Physiker Richard Wilhelm mit dem IBMM-Preis ausgezeichnet.

Prof. Robert Elliman übergibt den Preis an Richard Wilhelm (rechts).

Mit Ionenstrahlen lassen sich Materialien hoch präzise bearbeiten. Diese Technologie wird heute weltweit angewendet und hat sich zu einem großen wissenschaftlichen Forschungsgebiet entwickelt. Derzeit findet in San Antonio (Texas, USA) eine der wichtigsten Konferenzen zu diesem Thema statt. Dort wurde, wie alle zwei Jahre, auch diesmal wieder der „IBMM Prize“ vergeben – eine Auszeichnung für herausragende junge Forscherinnen und Forscher, die vor maximal 7 Jahren ihr Doktorat abgeschlossen haben. Der diesjährige Preisträger ist Richard Wilhelm von der TU Wien.

Hochgeladene Ionen
Den Preis erhielt Richard Wilhelm für seine Arbeiten mit hochgeladenen Ionen und ihrer Streuung an Festkörpern. Wenn mehrfach geladene Ionen – also Atome, denen man gleich mehrere Elektronen entrissen hat – auf einen Festkörper auftreffen, dann kommt es zu einem Austausch elektrischer Ladung. Das lässt sich sogar dann beobachten, wenn es sich um eine extrem dünne Festkörperschicht handelt, die von den Ionen in winzigen Bruchteilen einer Sekunde durchschlagen wird.

Richard Wilhelm studierte in Dresden, seine Doktorarbeit schrieb er am Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf, wo er danach auch als Postdoc arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte verbrachte er an der Universität Stockholm und 2016 auch an der TU Wien. Danach kehrte er zunächst nach Dresden zurück, bevor er 2017 wieder an die TU Wien geholt werden konnte, wo er derzeit an seiner Habilitation arbeitet.

Zum Nachlesen:
Hohle Atome – die große Wirkung eines unterschätzten Effekts