Technische Universität Wien
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2005-08-09 [

A. Rebhan

]

Workshop über Quark-Gluon-Plasmaphysik

Vom 10.-12. August 2005 findet im Freihaus der TU Wien ein Workshop zum Thema Quark-Gluon-Plasma statt. Über 80 Physiker aus aller Welt diskutieren die neuesten experimentellen Ergebnisse vom relativistischen Schwerionenbeschleuniger RHIC am Brookhaven National Laboratory zur Herstellung eines Quark-Gluon-Plasma.


Mit hochenergetischen Kollisionen von Goldatomkernen werden am RHIC

die Bedingungen, die 10 Mikrosekunden nach dem Urknall im Universum

herrschten, nachgestellt.Bei den dabei erreichten Temperaturen von

mehreren 10 hoch 12 Kelvin (10.000 Milliarden Grad) werden die

Protonen und Neutronen aus den Atomkernen zu einem Quark-Gluon-Plasma

verschmolzen, das dann in einem Miniurknall auseinanderfliegt und

wieder zu gewöhnlichen Nukleonen ausfriert. In den letzten 1 - 2 Jahren

mehrten sich die Hinweise, dass das entstandene Quark-Gluon-Plasma

schneller in ein thermisches Gleichgewicht zu kommen schien, als

theoretisch von der zuständigen Theorie, der Quantenchromodynamik,

erklärbar schien. Das Quark-Gluon-Plasma scheint zudem eine Viskosität

zu haben, die es zur perfektesten jemals experimentell realisierten

Flüssigkeit machen würde.



Der Workshop an der TU Wien konzentriert sich auf diese Problematik

und versammelt die zuständigen Spezialisten, die bereits in der

Vorwoche an der diesjährigen "Quark Matter" Konferenz in

Budapest (mit über 800 TeilnehmerInnen) teilnahmen, nun in Wien. Der Workshop an der TU

Wien wird von den Physikern Christian Fabjan (Atominstitut),

der am CERN an Schwerionenexperimenten beteiligt ist, und

von Anton Rebhan (Institut für Theoretische Physik), der

als Theoretiker an Quark-Gluon-Plasmaphysik arbeitet, organisiert.



Kontakt

Ao. Univ.-Prof. Dr. Anton Rebhan

Inst. f. Theoret. Physik

Wiedner Hauptstr. 8-10/136

A-1040 Vienna, Austria

Tel: +43-1-58801-13626

rebhana@tph.tuwien.ac.at



Konferenz-Homepage: hep.itp.tuwien.ac.at/qgpth05