Technische Universität Wien
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2006-05-16 [

Bettina Neunteufl

]

TU-Ressel-Preis für biologische Sulfatentfernung

Die TU Wien vergibt den diesjährigen Ressel-Preis an Frau Dr. Vanessa Parravicini vom Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft.

Vanessa Parravicini

Dr. Parravicini wird für ihre Dissertation "Anaerobe Biologische Sulfatentfernung aus Industrieabwässern" mit dem 13.100 Euro dotieren Ressel-Preis der TU Wien ausgezeichnet. Die Arbeit entstand im Zusammenhang mit einem Forschungauftrag der Firma Lenzing AG. Ziel der ausgezeichneten Forschungsarbeit ist die Aufklärung der biochemisch-mikrobiologischen Vorgänge und die Ermittlung jener Bedingungen unter denen Sulfat als wesentlicher Inhaltsstoff der Abwässer aus der Viskoseerzeugung, aus dem Abwasser entfernt werden kann. Mit dem anaeroben Abwasserreinigungsverfahren können mehrere Umweltprobleme gelöst werden. Einerseits ergeben sich wirtschaftlich interessante Möglichkeiten für die Kreislaufführung der Rohstoffe Schwefel und Zink, die derzeit in die Umwelt abgegeben werden, andererseits können der Energiebedarf und die Investitionskosten für die Abwasserreinigung und die Klärschlammentsorgung vermindert werden.

Insgesamt wurden drei Forschungsarbeiten von "Doktorvätern" für den Ressel-Preis vorgeschlagen und von einer sechsköpfigen TU-internen Jury (darunter der Vizerektor für Forschung, Prof. Franz G. Rammerstorfer) beurteilt. Mit dem Ressel-Preis ausgezeichnet werden können AbsolventInnen eines Doktoratsstudiums der TU Wien, deren Dissertation in direktem Zusammenhang mit interdisziplinärer Drittmittelforschung steht. Die Preisverleihung an Frau Dr. Parravicini erfolgt am 22. Juni 2006 im Zuge der nächsten Promotionsfeierlichkeit an der TU Wien.

Zur Person

Die gebürtige Mailänderin Vanessa Parravicini ist seit Mai 2000 als Universitätsassistentin am Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagment und Abfallwirtschaft an der Fakultät für Bauingenieurwesen beschäftigt. In den Jahren 1991 bis 1998 absolvierte sie das Studium des technischen Umweltschutzes an der Politecnico di Milano. Ihrer Diplomarbeit stellte sie an der Technischen Universität Dänemark, Kopenhagen unter der Leitung von Prof. A. Rozzi und von Prof. P. Harremoes fertig.

Der Forschungspreis der TU Wien wird heuer zum fünften Mal verliehen. Gefördert werden soll damit die Forschungstätigkeit der jeweiligen PreisträgerInnen. Forschungsbezogene Auslandsaufenthalte, Kongressteilnahmen und die Anschaffung von Geräten sollen dadurch wesentlich erleichtert werden.