Technische Universität Wien
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2007-01-30 [

"Niederösterreichische Nachrichten" Nr. 05 vom 29.01.2007 Seite: 18

 | Neunkirchner Volkspost ]

Herr über den Computer

HOHE AUSZEICHNUNG: Der Neunkirchner Dr. Jürgen Lorenz wurde mit dem Gordon-Bell-Preis ausgezeichnet, einem Preis für Hochleistungsrechnen.

Dr.techn. Jürgen Lorenz

Fotografieren und viel Sport sind seine Hobbys. Im Brotberuf ist Dr. Jürgen Lorenz aber Wissenschaftler und Mitarbeiter beim Institut Analysis und Scientific Computing der Technischen Universität Wien.

Und das mit großem Erfolg. Denn der gebürtige Neunkirchner wurde mit dem Gordon-Bell-Preis 2006 ausgezeichnet. Dieser würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Hochleistungsrechnens.

Lorenz, Professor Christoph Überhuber und Stefan Kral sowie ein Team von amerikanischen Wissenschaftlern stellten einen neuen Rekord bei der Rechenleistung auf ultraschnellen Computern auf. Sie erreichten mit dem gemeinsamen Einsatz von 128.000 Prozessoren des größten und schnellsten Computers der Welt, Blue Gene/L, 207 Billionen Rechenschritte pro Sekunde. "Selbst wenn man alle Computer von ganz Wien über eine schnelle Internetverbindung zu einem Riesencomputer zusammenschalten würde, könnte man da nicht herankommen", verdeutlicht Dr. Lorenz die Leistung. Im Vorjahr war das Team noch zweiter geworden, 2006 klappte es dann. Lorenz: "Das Programmieren der jetzt schnellsten wissenschaftlichen Anwendungssoftware war nur im Team möglich."

Der Gordon-Bell-Preis wird seit 1987 verliehen. Er dient der Bewertung internationaler Fortschritte auf dem Gebiet des Parallelrechnens.