Technische Universität Wien
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2008-05-28 [

Nicole Schipani

]

Antrittsvorlesung von Prof. Anton Rebhan

Anton Rebhan behandelt in seiner Antrittsvorlesung am Montag, 2. Juni 2008 um 17:00 Uhr, das Thema „Quark – Gluon – Plasmaphysik: Die Rekonstruktion des Urknalls im Teilchenbeschleuniger“

Quark-Gluon-Plasma-Produktion am RHIC-Beschleuniger des Brookhaven National Laboratory, USA: Teilchenspuren nach Kollision von zwei Gold-Ionen bei 100 GeV pro Nukleon im STAR-Detektor. Im kommenden Jahr sollen ähnliche Experimente bei 50mal höheren Energien in Europa mit dem Large Hadron Collider am CERN durchgeführt werden.

Anton Rebhan

Anton Rebhan, der per 1. März 2008 zum Universitätsprofessor für Theoretische Physik an der TU Wien bestellt wurde, spezialisierte sich im Laufe seiner Karriere  auf Elementarteilchenphysik bei extremen Temperaturen und Dichten, wie sie bei der Geburt des Universums, dem Urknall, vorherrschten. Dieser „Big Bang“ wird neuerdings in Teilchenbeschleunigern als „Little Bang“ wiederaufgeführt. Bei diesen Experimenten entsteht das sogenannte Quark-Gluon-Plasma, das Prof. Rebhan mit seiner Arbeitsgruppe am Institut für Theoretische Physik erforscht.

„Unser Universum war während der ersten zehn Mikrosekunden nach seiner Entstehung vor ungefähr 14 Milliarden Jahren so heiß, dass Materie, wie wir sie kennen, unter diesen
Bedingungen nicht existierte. Bei Temperaturen, die mehr als 100.000-mal heißer als das Innere der Sonne sind, verschmelzen Elementarteilchen wie Protonen und Neutronen zu einem Quark-Gluon-Plasma“, erläutert Rebhan das Objekt seiner Forschung.

Bei seiner Antrittsvorlesung „Quark – Gluon – Plasmaphysik: Die Rekonstruktion des Urknalls im Teilchenbeschleuniger“ gibt Anton Rebhan einen Überblick über den Stand dieses Forschungsgebietes.

Zeit: Montag, 2. Juni 2008 um 17:00 Uhr
Ort: Freihaus Hörsaal 5, (2. Stock, grüner Bereich), Wiedner Hauptstraße 8-10, 1040 Wien