Technische Universität Wien
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2009-04-02 [

Daniel Palm

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Richtiges Handeln in der Krise

Unter dem aktuellen wie mutigen Motto „Antizipation statt Überreaktion“ stand die erste Veranstaltung 2009 der traditionellen Kaminabend-Reihe des Instituts für Managementwissenschaften der TU Wien und der Fraunhofer-Projektgruppe für Produktions- und Logistikmanagement, PPL.

Wilfried Sihn

Vor über 80 interessierten BesucherInnen begnügten sich die Referenten des Abends keineswegs nur mit Lippenbekenntnissen und Durchhalteparolen. Im Mittelpunkt stand die alles entscheidende Frage, wie Unternehmen in turbulenten Zeiten erfolgreich auf Kurs gehalten, der Krise getrotzt und entscheidende Entwicklungen antizipiert werden können. Wie lassen sich unüberlegte, somit meist falsche Entscheidungen vermeiden?

Weit spannte sich der Bogen möglicher Aktionsfelder zur „Krisenresistenz“. „Operative Hektik ersetzt nicht geistige Windstille“–Krisenmanager Magister Walter Priglinger mahnte zur „strategischen Ruhe“ in turbulenten Zeiten, um die Chancen der Krise nutzen zu können.

DI Daniel Palm, Leiter der Fraunhofer PPL setzte sich mit dem Herzstück aller Produktionsunternehmen, der Wertschöpfungskette auseinander. Wie lassen sich sowohl kurzfristige Quick-Wins erzielen, als auch langfristig optimale Konfigurationen in wertschöpfenden und wertschöpfungsnahen Bereichen umsetzen. Anhand von Erfolgsbeispielen konnte er große Potentialträger identifizieren und darstellen, wie sie durch praxisorientierte Lösungen nutzbar gemacht werden können. Insourcing sei beispielsweise ein probates Mittel in der Krise um nach Rückgängen im Auftragsbestand die Auslastung der Mitarbeiter zu erhöhen. Gleichzeitig ist –so das überraschende Ergebnis einer Fraunhofer-Studie – die Produktivität von Betrieben mit einer grösseren Wertschöpfungstiefe durchschnittlich höher als die von Unternehmen mit geringer Eigenleistung.

Was haben Krisenresistenz, Wirtschaftsprüfung und Strategie gemeinsam? Eine Antwort auf diese Frage hatten die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Magister Herbert Heiser und Magister Kurt Schweighart. Sie zeigten die Bedeutung verschiedener juristischer und steuerlicher Aspekte und intelligenter Finanzierungsmodelle zur Absicherung von Unternehmen auf.

„Ich freue mich, dass wir nach der Präsentation unserer CEE-Studie innerhalb kürzester Zeit mit unserem Kaminabend einen weiteren Beitrag zum positiven Umgang mit der aktuellen, schwierigen Wirtschaftssituation leisten konnten,“ sieht Prof. Dr. Wilfried Sihn, Geschäftsführer der Fraunhofer Austria und Institutsvorstand des Instituts für Managementwissenschaften der TU Wien auch den gesellschaftspolitischen Aspekt dieser Veranstaltung. „Besonders das Thema „Wertschöpfung im Produktionsbetrieb“ hat bei unserer wissenschaftlichen Arbeit und in unserer Beratung österreichischer Unternehmen einen zentralen Stellenwert.“

Die Kaminabende sind eine feste Einrichtung des Instituts für Managementwissenschaften der TU Wien und der Fraunhofer-Projektgruppe für Produktions- und Logistikmanagement und finden alle zwei Monate statt.

Weitere Informationen:
TU Wien, Institut für Managementwissenschaften / Fraunhofer PPL

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Wilfried Sihn
T: +43-1-58801-33041

Dipl.-Ing. Daniel Palm
T: +43 (0) 1 / 5 04 69 06
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