Technische Universität Wien
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2011-11-11 [

Werner F. Sommer

 | Presseaussendung 76/11 ]

Ein historischer Moment für die TU Wien

Heute übergab Peter Skalicky nach 20 Jahren als Rektor der Technischen Universität (TU) Wien die Amtskette an seine Nachfolgerin, Sabine Seidler. Mit der feierlichen Inauguration wurde heute der letzte Akt im Führungswechsel vollzogen und an der TU Wien steht erstmals seit 196 Jahren eine Frau an der Spitze.

TU-Rektorin Sabine Seidler

Altrektor Peter Skalicky, Rektorin Sabine Seidler

Das Rektorat: v.l.n.r.: Adalbert Prechtl (Lehre), Anna Steiger (Personal und Gender), Sabine Seidler (Rektorin), Peter Skalicky (Altrektor), Johannes Fröhlich (Forschung), Paul Jankowitsch (Finanzen)

Wien (TU). - Sieben Rektoren aus dem benachbarten Ausland und 11 RektorInnen österreichischer Universitäten haben es sich nicht nehmen lassen, bei der Inauguration von Sabine Seidler am 11. November im prunkvollen Kuppelsaal der Technischen Universität (TU) Wien anwesend zu sein.

Altrektor Peter Skalicky wies auf die Exklusivität des Ereignisses für die TU Wien hin: Schließlich wären einige Studierende bei seiner Inauguration 1991 noch gar nicht auf der Welt gewesen! Skalicky forderte die Universitäten auf, ihre Stimme zu erheben. Es gehe uns zwar gut, aber man müsse sich fragen, wie dieser Status erhalten und ausgebaut werden könne. Viele der anstehenden Herausforderungen wären durch technische Lösungen zu bewältigen: „Schließlich kommt 'Ingenieur' von 'Ingenium', und das bedeutet Fähigkeit, Talent, Begabung!“

Zum Abschied erhielt Skalicky „standing ovations“ und legte Sabine Seidler die Rektorskette mit den Worten „sie ist leichter als die damit verbundene Verantwortung“ um. Diese wiederum verteilte die Amtsketten an ihre VizerektorInnen, nämlich Anna Steiger (Personal und Gender), Johannes Fröhlich (Forschung), Adalbert Prechtl (Lehre) und Paul Jankowitsch (Finanzen).

Sabine T. Köszegi verwies für die ProfessorInnen darauf, dass eine Kette nur so stark wie ihre einzelnen Glieder sei. Rudolf Freund forderte für den Mittelbau die Einbeziehung in Entscheidungsprozesse, Walter Weiss sagte die Kooperation des technisch-administrativen Personals zu und Martin Olesch und Klara Neugschwandtner forderten von der Politik ein vernünftiges Stipendiensystem, einen achtsemestrigen Bachelor für technische Studien und die ausreichende soziale Absicherung der Studierenden.

Präsident Heinrich Schmidinger bedankte sich seitens der Universitätenkonferenz bei Peter Skalicky und hieß Sabine Seidler „willkommen im Klub“. Er sicherte der TU Wien die Solidarität der anderen Universitäten in schwierigen Zeiten zu.

Seidler selbst verwies auf „mutige, in Hinblick auf das Finanzergebnis wohl zu mutige Schritte“ der TU in der jüngsten Vergangenheit. Trotzdem wären diese Schritte sinnvoll gewesen, weil man massiv in Personal, Geräte und Bauten investiert habe, um weiterhin international konkurrenzfähig zu sein. In Richtung Politik merkte sie an: „Es ist illusorisch anzunehmen, dass technische Universitäten (...) trotz permanenter Unterfinanzierung arbeitsfähig, geschweige denn international wettbewerbsfähig sind.“ Man erziele keine Exzellenz durch die Finanzierung von Kooperationen. Dadurch erreiche man nur Beutegemeinschaften. Seidler würdigte das System der Forschungsförderung, das aber an seine Grenzen stoße. Bezüglich des Systems von HTL, Fachhochschulen und Technischen Universitäten merkte sie an, dass diese jeweils spezifische Qualitäten hervorbringen würden, was gut sei und auch in der öffentlichen Diskussion zur Kenntnis genommen werden solle.

Die musikalische Umrahmung erfolgte durch „Bichler Brass“, einem Bläserquintett des TU-Orchesters. Geboten wurde Klassisches („La fille aux cheveux de lin“ von Claude Debussy), Jazz („Bugle Call Rag“) und Swing („I Got Rhythm“ von George Gershwin).

Fotodownload: http://www.tuwien.ac.at/dle/pr/aktuelles/downloads/2011/inaugurationfotos/

Videoaufzeichnung: http://www.tuwien.ac.at/dle/pr/publishing_av/nachschau/inauguration/

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