Technische Universität Wien
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2013-11-15 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

TU Wien ist großer Sieger bei den INiTS-Awards

Die INITS-Awards für die innovativsten wissenschaftlichen Arbeiten wurden vergeben: Neun von fünfzehn Preisen gingen an die TU Wien.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des INiTS-Awards 2013 [1]

Wissenschaftliche Arbeiten mit besonders großem wirtschaftlichen Potenzial wurden am 14. November 2013 mit den INiTS-Awards ausgezeichnet. Das universitäre Gründerservice INiTS vergab jeweils drei Preise in den Kategorien „Informations- und Kommunikationstechnologie“, „Allgemeine Technologien“, „Life Sciences“ und „Green Tech“ sowie drei „Woman Awards“. Großer Sieger des Abends war die TU Wien, die sich in allen Kategorien über Preise freuen durfte. Gleich neun der fünfzehn INiTS-Awards gehen an Forscherinnen und Forscher der TU Wien.

Informations- und Kommunikationstechnologie

Im Bereich IKT ging der erste Preis an Hannes Kaufmann (Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme). Er entwickelte mit seinem Team einen Feuerwehrhelm mit 3D- und Wärmebildkamera, der Feuerwehrleuten auch bei schlechter Sicht gefahrlose Rettungseinsätze erlauben soll.

Der zweite Platz in dieser Kategorie ging an Michal Simko vom Institut für Telekommunikation. Er beschäftigte sich mit kabelloser Kommunikation, zum Beispiel zwischen Handy und Sendemast. Die Transmissionssysteme, die heute verwendet werden, schöpfen die theoretischen Möglichkeiten nicht aus. Simko untersuchte, wie man Daten auf effizientere Weise übertragen kann.

Allgemeine Technologien
Elisabeth Wistrela arbeitet gemeinsam mit Martin Kucera und Franz Hofbauer (Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme) an einem Sensorsystem, mit dem flüssige und gasförmige Substanzen charakterisiert werden können. Ein winzig kleiner Cantilever wird piezoelektrisch zum Schwingen angeregt, aus seinem Verhalten kann dann präzise Information über das umgebende Medium ausgelesen werden. Dafür gab es den ersten Preis in der Kategorie „Allgemeine Technologien“.

Der dritte Preis ging an Bernhard Bergmair vom Institut für Festkörperphysik. Er forschte an Materialien, die sich als Temperatursensoren verwenden lassen. Diese Sensoren können an Nahrungsmittelverpackungen angebracht werden, und geben dann darüber Auskunft, ob die Kühlkette zu irgendeinem Zeitpunkt unterbrochen wurde.

Green Tech
Auch in der Kategorie „Green Tech“ ging der erste Preis an die TU Wien: Astrid Mach-Aigner (Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften) forscht an Pilzen, mit deren Hilfe sich wertvolle Chemikalien herstellen lassen – etwa Enzyme, die man für die Produktion von Biotreibstoffen benötigt. Mit ihrem Team untersuchte sie einen molekularen Schalter, mit dem man die Pilze dazu bringen kann, viel größere Mengen wertvoller Substanzen zu produzieren.

Der dritte Platz im Bereich „Green Tech“ ging an Matthew Clarke (Institut für Energietechnik und Thermodynamik), für eine neuartige Methode, Konzentrator-Photovoltaikmodule elektrisch zu verbinden. Die Methode kommt ohne Blei aus und soll Zeit, Geld und Ressourcen sparen.

Life Sciences
Der dritte Platz in der Life-Sciences-Kategorie ging an Heidelinde Herzog (Institut für Chemische Technologien und Analytik). Sie entwickelte ein Biochip-System, mit dem Blutvergiftungen frühzeitig diagnostiziert werden können. Die Methode verursacht nur einen Bruchteil der Kosten, die bei anderen Verfahren anfallen.

Woman Award

Auch in der Kategorie „Woman Award“ erhielten Forscherinnen der TU Wien zwei Auszeichnungen: Heidelinde Herzog (dritter Platz „Life-Sciences) errang den ersten Platz, Astrid Mach-Aigner (erster Platz „Green Tech“) erhielt den dritten Platz beim Woman Award.

Heute Idee, morgen Produkt
Vergeben wurden die INiTS-Awards am 14. November 2013 im Festsaal der TU Wien, mit insgesamt 24.500 Euro Preisgeld waren die Auszeichnungen dotiert. Das Gründerservice INiTS hat das Ziel, Startup-Unternehmen im Raum Wien zu unterstützen. INiTS stellt den Startups Finanzierung, Beratung, Zugang zum INiTS Netzwerk und Büroräumlichkeiten zur Verfügung, um deren Fortschritt zu beschleunigen. Der jährlich vergebene INiTS-Award soll Brücken zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft bauen und aufzeigen, wie innovativ und anwendungsnah viele wissenschaftliche Ideen sind.

[1] Foto: Gregor Buchhaus / INiTS