Technische Universität Wien
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2014-03-20 [

Herbert Kreuzeder

 | Presseaussendung 26/2014 ]

Sub auspiciis Promotionen am 28. März 2014 an der TU Wien

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer verleiht den Ehrenring der Republik für Bestleistungen in Schule und Studium. Am 28. März sind gleich sechs TU-Absolventen bei der Sub auspiciis Promotion.

Der Sub auspiciis-Ring im neuen Design [1]

Wolfram Hojka

Lukas Parapatits

Hannes Mikula

Johannes Inführ

Thomas Reinbacher

Matthias Hofer

Promotio Sub Auspiciis Praesidentis Rei Publicae

Freitag, 28. März 2014, 11:00 Uhr
Kuppelsaal der TU Wien
Karlsplatz 13, Stiege 1, 4. Stock
1040 Wien

Den akademischen Grad „Doktor der technischen Wissenschaften“ erhalten:

  • Dipl.-Ing. Wolfram Hojka
    Dissertationsthema: Eine Rundfahrt im Harmonischen Archipel
    Fakultät für Mathematik und Geoinformation | Institut für Analysis und Scientific Computing

  • Dipl.-Ing. Lukas Parapatits
    Dissertationsthema: Minkowski valuations and the special linear group
    Fakultät für Mathematik und Geoinformation | Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie

  • Dipl.-Ing. Hannes Mikula, BSc
    Dissertationsthema: Advanced Synthesis of Conjugated Metabolites and Structural Investigations of Fusarium and Alternaria Mycotoxins
    Fakultät für Technische Chemie | Institut für Angewandte Synthesechemie

  •  Dipl.-Ing. Johannes Inführ, BSc
    Dissertationsthema: Optimization Challenges of the Future Federated Internet: Heuristic and Exact Approaches
    Fakultät für Informatik | Institut für Computergraphik und Algorithmen

  • Mag. Thomas Reinbacher, MSc BSc
    Dissertationsthema: Analysis of embedded real-time systems at runtime
    Fakultät für Informatik | Institut für Technische Informatik

  • Dipl.-Ing. Matthias Hofer
    Dissertationsthema: Design and sensorless position control of a permanent magnet biased radial active magnetic bearing
    Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik | Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe

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Der Wiener Wolfram Hojka (WH) besuchte das BGRG Rahlgasse und das BG 8 Jodok-Fink-Platz bevor er 2000 das Studium Technische Mathematik, Studienzweig Mathematische Computerwissenschaften an der TU Wien startete. Parallel schloss er auch den ersten Studienabschnitt in Rechtwissenschaften an der Universität Wien ab. 2004 folgte die Diplomprüfung mit Auszeichnung gefolgt vom Doktoratsstudium. Sei 2009 läuft sein PhD-Studium an der Brigham Young University, Provo, USA.

Ebenfalls aus Wien stammt Lukas Parapatits (LP). Er besuchte das BG 18 Klostergasse, bevor er ab 2005 Diplom- und Doktoratsstudium der Technischen Mathematik jeweils mit Auszeichnung abschloss. Sein Weg führte vom Studienassistenten über mehrere Positionen als Forschungsassistent in FWF- und ERC-Grant Projekten von Wien nach Salzburg, Osnabrück und wieder retour nach Wien. Derzeit arbeitet er als Postdoktorand an der ETH Zürich.

Hannes Mikula (HM) stammt aus Edelstal im Burgenland. Nach Abschluss der HTL Rosensteingasse und dem Zivildienst beim Roten Kreuz folgten Bachelor-, Master und PhD-Studium der Technischen Chemie an der TU Wien. Der Vater zweier Kinder ist an mehreren Forschungsprojekten mit internationalen Partnern beteiligt. Mikula ist seit Ende seiner Vaterschaftskarenz als Postdoktorand am Institut für Angewandte Synthesechemie beschäftigt, wo er aktuell mehrere Projekte leitet.

Johannes Inführ (JI) kommt aus Wien. Nach Absolvierung der HTL Donaustadt startet er seine akademische Laufbahn mit dem Bachelorstudium Software & Information Engineering, gefolgt vom Masterstudium Computational Intelligence. Parallel zum Doktoratsstudium arbeitet er als Forschungsassistent am Institut für Computergraphik und Algorithmen, wo er derzeit als Universitätsassistent arbeitet.

Aus Niederösterreich kommt Thomas Reinbacher (TR). Seine Studien begann er 2005 an der FH Technikum Wien, wo er Bachelor- und Masterstudium absolvierte. Im Zuge dieses Studiums war er für Siemens in Nanjing China tätig. Danach folgte das Magisterstudium CS Management und das Doktoratsstudium an der TU Wien. Als Visiting Scientist war Reinbacher unter anderem an der RWTH Aachen und für die NASA tätig. In den letzten Monaten war er mit dem Rucksack in China und Indien unterwegs und plant nun in München den Start ins Berufsleben.

 Der Burgenländer Matthias Hofer (MH) absolvierte die HTL für Maschinenbau in Eisenstadt und begann 1999 sein Diplomstudium der Elektrotechnik im Studienzweig Automatisierungs- und Regelungstechnik. In der Zeit bis zum Abschluss des Doktoratsstudiums 2013 arbeitete er an verschiedenen Instituten der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und dem Magna-Konzern im Bereich Elektro- und Hybridfahrzeuge. Seit Oktober 2013 ist er als Universitätsassistent am Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe beschäftigt und betreut den Forschungsschwerpunkt Magnetlagertechnik.

Drei Fragen an die Ausgezeichneten:

War die Sub auspiciis Promotion ein definiertes Ziel oder hat sich dies "ergeben"?

WH: Mal mehr, mal weniger. Zum Anfang des Studiums gar nicht.

LP: Ich habe erst nach dem Abschluss meines Diploms realisiert, dass ich möglicherweise für eine Sub auspiciis Promotion infrage komme. Dementsprechend war es nie ein Ziel, das ich angestrebt habe. Erst kurz vor meinem Rigorosum hat mich ein wenig der Ehrgeiz gepackt, was aber hauptsächlich zu zusätzlichem Stress vor der Prüfung geführt hat.

HM: Nachdem zusätzlich zum gesamten Studium auch die Beurteilung der Oberstufe als Kriterium herangezogen wird, nein. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch nie von einer derartigen Auszeichnung gehört. Im Laufe des Studiums beginnt man dann schön langsam zu realisieren, dass sich dies ausgehen könnte. Die zusätzliche Nervosität erreicht ihren Höhepunkt schlussendlich direkt vor der letzten Prüfung. Einen äußerst wichtigen und entscheidenden Beitrag leisteten jedoch auch viele helfende Hände sowie das notwendige Glück über all die Jahre hinweg.

JI: Ich wurde erst nach Abschluss meines Master-Studiums darauf aufmerksam, dass es diese Art der Promotion gibt. Während meines Doktorrats habe ich darauf geachtet, die Bedingungen für diese Promotion zu erfüllen, was eine tolle Motivation war, um rechtzeitig das Studium abzuschließen.

TR: Als ich vor ca. 15 Jahren an der HTL begonnen habe mich für Technik zu interessieren habe ich natürlich nicht gewusst, was eine „Sub auspiciis Promotion“ ist. Das mag zum einem daran liegen, dass ich kein Latein hatte, aber zum anderen hat sich der Wunsch zum wissenschaftlichen Arbeiten und zum Promovieren erst viel später ergeben. Als ich dann mit meiner Dissertation begonnen habe, war es jedoch ein zusätzlicher Ansporn für die letzten Meter dieses Weges.

MH: Die Sub auspiciis Promotion ist für mich ein sehr schöner Abschluss eines Ausbildungsweges und hat sich für mich einfach so ergeben. Ich denke so etwas kann man nicht planen. Nach der Matura wollte ich anfangs überhaupt nicht studieren, doch mir hat im beruflichen Alltag bald die Herausforderung gefehlt und erst dann habe ich mich zum Technikstudium entschlossen, um „mehr“ zu lernen. Ich denke, wenn man das Glück hat, seine wahren Interessen zu erkennen, stellt sich der Prüfungserfolg ganz von selbst ein und anscheinend hatte ich dieses Glück.

Neben dem fachlichen Interesse: Was ist Ihre Leidenschaft?

WH: Die Oper.

LP: Meine größte Leidenschaft abseits der Universität ist sicherlich das Kochen und im speziellen das Pizzabacken. Im Schnitt backe ich wohl jede Woche einmal Pizza und versuche dabei immer näher zum perfekten Rezept zu kommen.

HM: Auch wenn mich die Wissenschaft selten loslässt und ständiger "Begleiter" ist, so verbringe ich meine Freizeit am allerliebsten mit meiner Familie. Die meist sehr spannenden Fragen meines Sohnes sowie die zurzeit noch vorwiegend nonverbalen "Anweisungen" meiner Tochter halten mich jederzeit auf Trab und ich genieße jede freie Stunde mit ihnen und meiner Lebensgefährtin. Bleibt dann noch etwas Zeit übrig, so suche ich gerne Ausgleich beim Laufen entlang der Donau.

JI: Neben allen Dingen aus dem Bereich der Informatik, die ich gerne mache, habe ich auch viel Freude am Fahrradfahren und an der Arbeit mit Holz. Einen großen Teil meiner Freizeit nimmt momentan die Arbeit für einen Verein zum gemeinschaftlichen Bauen und Wohnen ein. Ziel des Vereins ist die Errichtung und anschließende Bewohnung eines Wohnhauses in der Seestadt Aspern. Gemeinsam mit einigen anderen Mitgliedern des Vereins bin ich für die Ausstattung der Gemeinschaftsräume verantwortlich.

TR: Ich habe zwei Jahre in China gelebt und daraus haben sich viele Leidenschaften entwickelt. Zum Beispiel das Reisen mit dem Rucksack am Rücken durch ferne Länder aber auch das Lernen der chinesischen Sprache. Ansonsten versuche ich in meiner Freizeit möglichst viel in der Natur zu sein.

MH: Privat ist, neben meiner Familie (meine Frau und 2 Söhne), sicherlich die Blasmusik eine meiner größten Leidenschaften. Ich spiele Tenorhorn und Posaune und bin heuer seit mittlerweile 25 Jahren aktiver Musiker im örtlichen Musikverein. Dabei spannt sich der musikalische Bogen von Unterhaltungsmusik in kleineren Ensembles bis zur Symphonischen Blasmusik im Bezirks- und Landesorchester. Aus Interesse und Freude an der Musik habe ich während des Diplomstudiums auch die Kapellmeisterprüfung abgelegt.

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Was wäre eine berufliche Vision oder ein Wunsch(posten)?

WH: Vermutlich bleibe ich der Grundlagenforschung in irgendeiner Form erhalten.

LP: Ich möchte auch in Zukunft eine akademische Laufbahn verfolgen. In 10 Jahren hoffe ich eine Stelle als Professor zu haben.

HM: Aus heutiger Sicht möchte ich jedenfalls der Wissenschaft verbunden bleiben, wobei ich bei derartigen Fragen meist an ein bekanntes Filmzitat denken muss: "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt."

JI: In Zukunft sehe ich mich an einem außeruniversitären Forschungsinstitut, in einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung in der Privatwirtschaft oder im Beratungsumfeld. Jedenfalls an einer Position, die es mir erlaubt, meine Fähigkeiten produktiv und gewinnbringend einzusetzen.

TR: In einem Job der mir viel Freude bereitet.

MH: Für die berufliche Zukunft wünsche ich mir, dass ich weiterhin als Techniker an künftigen Innovationen arbeiten kann, das kann sowohl in der Industrie als auch an der Universität sein. Nachdem ich fast 5 Jahre in der Automobilindustrie im Bereich Hybrid- und Elektrofahrzeuge – auch in einer Führungsposition - tätig war, stellt mich die Rückkehr in die universitäre Forschung aktuell sehr zufrieden. Es müssen einfach die Rahmenbedingungen passen, um seine Ideen ausleben zu können.

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Foto [1] © APA/Neubauer