Technische Universität Wien
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2014-11-18 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Österreichischer Supercomputer VSC3 unter den Top 100 der Welt

Auf Platz 85 der Weltrangliste schaffe es der VSC3, Österreichs leistungsfähigster Computer – ein schöner Erfolg für die TU Wien und ihre Kooperationspartner.

Der VSC3 an der TU Wien

Mit über 32.000 Prozessorkernen schafft der VSC3 596 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Mit dieser beeindruckenden Zahl schaffte es der österreichische Großrechner auf Platz 85 der der nun veröffentlichten Top-500-Liste. Acht österreichische Universitäten sind an dem Projekt beteiligt, sein Zuhause hat der Großrechner an der TU Wien.

Ganz besonders Wert gelegt wurde bei der Planung des VSC3 auf Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz. Statt Luftkühlung durch stromfressende Ventilatoren setzt man auf Paraffinöl, ähnlich wie es auch in Kosmetikprodukten verwendet wird. 35 Tonnen Öl enthalten die Wannen, in die man die Prozessoren versenkt. Das Öl hat besonders gute Wärmeleitungseigenschaften, dadurch kann die an den Prozessoren anfallende Wärme sehr effizient wegtransportiert werden. Ohne Luftkühlung muss auch der Rechnerraum nicht mehr eigens gekühlt werden.

„Bei der Planung des VSC3 war sicher nicht das Hauptziel, mit möglichst vielen Teraflops möglichst weit vorne in der Weltrangliste zu landen“, sagt Prof. Herbert Störi, wissenschaftlicher Projektleiter und Mitglied des Steering Committee. „Für uns war wichtig, ein ausgezeichnetes Werkzeug für die Wissenschaft zu haben und dabei mit Ressourcen sparsam umzugehen. Dass uns das gelungen ist, wussten wir bereits – dass wir damit nun auch in der Weltrangliste weit vorne mitspielen, freut uns natürlich ganz besonders.“

Erfolgreiche Kooperation österreichischer Universitäten

TU Wien, Universität Wien und die Universität für Bodenkultur hatten schon zuvor gemeinsam die Vorgängermodelle VSC 1 und VSC 2 mit großem Erfolg betrieben. An der dritten Ausbaustufe sind die Universität Innsbruck und die TU Graz beteiligt, sowie durch diese als Partner koordiniert die Karl-Franzens-Universität Graz, die Montanuniversität Leoben und die Alpen-Adria Universität Klagenfurt.

Nachlese: VSC3-Eröffnung