Technische Universität Wien
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2015-06-15 [

Florian Aigner

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Gastvortrag von Fields-Medaillist Martin Hairer

Die Mathematik zufälliger Gummibänder: Martin Hairer hält am 17. Juni an der TU Wien einen Vortrag im Rahmen der „Distinguished Partial Differential Equation Lecture Series“.

Prof. Martin Hairer [1]

Wenn man ein Gummiband über ein Objekt spannt, dann zieht es sich zusammen. Entweder stellt sich ein Zustand ein, in dem das Gummiband einen möglichst kurzen, geschlossenen Weg um das Objekt beschreibt, oder es rutscht überhaupt ab und zieht sich auf minimale Länge zusammen. Die Bewegung des Gummibandes lässt sich also als geometrische Optimierungsaufgabe betrachten, bei der die lokalen Spannungskräfte im Band die Länge minimieren.

Der Mathematiker Prof. Martin Hairer  von der Universität Warwick wurde 2014 für seine Arbeiten zu stochastischen partiellen Differentialgleichungen mit der Fields-Medaille ausgezeichnet, der weltweit angesehensten Auszeichnung in der Mathematik.

Hairer beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Zufalls-Gummibänder verhalten würden, bei denen jeder Teilabschnitt in eine zufällige Richtung gezogen wird. Ein mathematisches Modell dafür zu entwerfen ist erstaunlich schwierig und führt zu einer Reihe bemerkenswerter geometrischer Erkenntnisse, wie auch zu einigen schönen algebraischen und analytischen Objekten. Darüber wird Hairer in seinem Vortrag „Modelling a random rubber band” sprechen, der am Mittwoch, dem 17. Juni um 16:00 am Getreidemarkt 9 in „TUtheSky" im 11. Stock stattfindet.

Distinguished PDE Lecture Series: http://viennapde.tuwien.ac.at/events/pdelectures.html

[1] Foto: The Royal Society, CC-BY-SA 4.0