Technische Universität Wien
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Donaubrücken in Wien – Geschichte, Konstruktion, Besonderheiten

Günter Ramberger
Francesco Aigner

Ort: Freihaus (4., Wiedner Hauptstraße 8-10), Hörsaal 1

Zeit: 23. Mai 2001, 17:00 Uhr

 

Vor ihrer Regulierung war die Donau im Bereich der heutigen Stadtgrenzen von Wien ein stark verzweigter Fluss. Mehrere Holzbrücken u.a. auch die erste Kaiser-Ferdinand-Nordbahnbrücke (1836) führten über die einzelnen Arme. Erst im Zuge der Donauregulierung 1870–1875 wurde es notwendig, den etwa 300 Meter breiten Donaustrom an mehreren Stellen zu überwinden. In dieser Zeit wurden die Ostbahnbrücke 1870, die Nordwestbahnbrücke 1872, die Floridsdorfer Brücke 1874, die neue Nordbahnbrücke 1874 und die Reichsbrücke 1876 eröffnet. 1923 wurden die Floridsdorfer Brücke, 1932 die Ostbahnbrücke, 1937 die Reichsbrücke durch neue Tragwerke ersetzt. Heute überspannen die Donau in Wien die Nordbrücke (1964 auf den Pfeilern der alten Nordwestbahnbrücke errichtet), der Nordsteg (1966), die neue Floridsdorfer Brücke (1978), die Nordbahnbrücke (1959), die U6-Brücke (1994), die Brigittenauer Brücke (1982), die neue Reichsbrücke (1980), die Ostbahnbrücke, sowie zwei Rohrbrücken (1960 und 1957). Über die zur Hochwasserentlastung 1980–1985 gebaute „Neue Donau" führen eine Reihe interessanter Fußgängerbrücken.