Technische Universität Wien
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TU Kooperationszentren

Im Jahr 2002 wurde mit der Einrichtung von "TU-internen kooperativen, fachübergreifenden Forschungsvorhaben" – kurz: TU-Kooperationszentren – ein Förderinstrument eingerichtet, das auch die laufende "bottom-up"-Entwicklung in der Forschung unterstützen soll. Das Instrument "Fakultätsübergreifendes Kooperationszentrum" soll als erste Ebene der fach-/fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit von Forschungsgruppen an der TU Wien, gegebenenfalls auch unter Einbeziehung von Forscher_innen anderer Universitäten, als Sprungbrett für Forschungskooperationen dienen.

Interfakultäre Kooperationszentren

ARoN – Austrian Research Center on Traffic Noise

Der Verkehr ist das größte Lärmproblem in Österreich und anderen europäischen Ballungsgebieten. Bisherige Strategien haben vielfach darauf abgezielt, den Lärmschutz zu optimieren. Vorrangiges Ziel muss es künftig sein, die Lärmentstehung grundsätzlich zu erforschen und zu minimieren. In Österreich gibt es keine maßgebliche Forschungsstelle, die sich mit der Thematik wissenschaftlich fachübergreifend auseinandersetzt. Ziel des Projektes ist die Gründung und nachhaltige Etablierung eines "Österreichischen Forschungszentrum Verkehrslärm" an der TU Wien in Zusammenwirken maßgeblicher Institute der Fakultäten für Bauingenieurwesen, für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften sowie der Elektrotechnik und Informationstechnik. Kooperationsverantwortlich ist die Fakultät für Bauingeniuerwesen.

Center for Geometry and Computational Design

Das Zentrum für Geometrie und Computational Design trägt dem zunehmenden Bedarf an Forschung und Lehre an der Schnittstelle von Technik und Design Rechnung. Forschungsgruppen aus Geometrie, Computergraphik, Interaktive Systeme, Mechanik der Werkstoffe, Bauprozess-Management, 3D Design, Modellbau und Digitaler Architektur arbeiten gemeinsam an neuen Methoden und digitalen Werkzeugen für den Entwurfsprozess. Diese sollen die computergestützte Modellierung der Form mit der Funktion und der Fertigung eng verknüpfen und damit den Produktentwicklungs-Zyklus deutlich verkürzen. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und reichen vom Industriellen Design über das Bauwesen bis hin zu neuen digitalen Produktionsmethoden. Zu den Aktivitäten des im November 2014 gegründeten Zentrums zählt ein intensives Forschungsprogramm im Rahmen des Doktoratskollegs „Computational Design“.
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CompMat - Computation of Materials

Das Kooperationszentrum CompMat (Computation of Materials) ist eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten in Forschung und Lehre an der Schnittstelle zweier Forschungsschwerpunkte der TU Wien: Computational Science and Engineering sowie Materials Science/industrielle Technologien.
Computational Materials Science ist ein Forschungsbereich, in dem die TU Wien eine weltweit führende Position einnimmt.
Die beteiligten Arbeitsgruppen entwickeln und verwenden Computerprogramme, um Materialien und deren Eigenschaften zu berechnen und am Computer zu designen. Dabei reichen die Aktivitäten von quantenphysikalischen Fragestellungen auf der Nanoskala bis hin zur Berechnung industrieller Materialien auf der Makroskala.
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COCOS - Computational Complex Systems

Das Zentrum für Computational Complex Systems wurde von fünf Forschungsgruppen der TUW gegründet um Entwicklung, Austausch und gegenseitige Unterstützung bei der Analyse und Modellierung komplexer Prozesse und Systeme durchzuführen. Durch die breite Beteiligung ist neben grundlagenorientierter und anwendungsorientierter Spitzenforschung in den „Enabling Technologies“ auch der direkte Austausch mit anwendungsgetriebener Forschung aus vielen Kernbereichen der TU Wien gegeben, was das Zentrum zu einer wirklichen Neuheit auch international macht.
Konkrete Ziele des Zentrums sind neue Zugänge zu Modellierung und Simulation komplexer Infrastruktursysteme in Kombination mit dynamischen, energetischen, Nutzer- und Informationsprozessen, wie sie in Smart Communities auftreten. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Analyse und Prognose komplexer Entscheidungsprozesse und die Entwicklung von Tools zur Entscheidungsunterstützung. Zur Unterstützung im Bereich Smart Technologies werden Modelle für unterschiedliche Fragestellungen erweitert und zwischen Forschungsgebieten transferiert.
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TTL - Technik Tourismus

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Interuniversitäre Kooperationszentren

Vienna Center for Engineering in Medicine – ViCEM

Technische Neuerungen haben die moderne Medizin ganz wesentlich mitgeprägt – und immer neue medizinische Teilbereiche erfahren durch Technik und Ingenieurwissenschaften eine Bereicherung, Verfeinerung und Verbesserung. Daher wurde ein interuniversitäres Kooperationszentrum auf dem Gebiet „Technik in der Medizin“ (Vienna Center for Engineering in Medicine – ViCEM) zwischen der Technischen Universität Wien (TU Wien) und der Medizinischen Universität Wien (MedUni Wien) gegründet.
Das Kooperationszentrum will diesen wertvollen Prozess gleichzeitig erweitern und beschleunigen. Dabei besteht der Anspruch, einerseits Forschung und Lehre auf internationalem Topniveau durchzuführen, sowie andererseits die wissenschaftliche Führungsrolle im nationalen Kontext im Bereich Technik und Medizin – als kompetenter Partner für die öffentliche Hand und die Wirtschaft – zu festigen und auszubauen. Die Kooperationspartner an der Technischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien können bei der Umsetzung auf eine jahrelang erprobte und erfolgreiche  „punktuelle“ Zusammenarbeit in Forschung auf dem Niveau einzelner Arbeitsgruppen aufbauen. Weiters bestehen wertvolle Kooperationen in der Lehre, dort vor allem im Zuge des sehr erfolgreichen fakultätsübergreifenden Masterstudiums Biomedical Engineering an der TU Wien, welches von Kollegen der MedUni Wien maßgeblich mitgetragen wird.
Der Mehrwert all dieser Kooperation definiert sich vor allem aus den komplementären Expertisen der einzelnen Forschungsgruppen, die in ihrer Integration das angesprochene Thema hervorragend abzudecken vermögen. Insbesondere sind nun zentrale Ziele von ViCEM: die weitere Verflechtung und Vernetzung der zuvor genannten, zu Spezialthemen „punktuell“ kooperierenden TU Wien-MU Wien-Arbeitsgruppen, sowie die intensivierte interne und externe Bekanntmachung der zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten von TU Wien- und MedUni Wien-Forschern. Dies wird zur Identifikation neuer Fragestellungen an der Schnittstelle Technik-Medizin führen, und somit auch zur Etablierung neuer Anknüpfungspunkte zwischen TU Wien und MedUni Wien. Auch sieht sich das Kooperationszentrum als nach außen prinzipiell offener Kristallisationspunkt für interdisziplinäre Ansätze, für den gesamten Wiener Raum (als zu verstärkendem Aspekt zum Thema „Wien als Zentrum der Life Sciences“) und den Raum Österreich (in Verbindung mit bestehenden erfolgreichen Organisationen wie dem Austrian Cluster of Tissue Regeneration oder der Österreichischen Gesellschaft für Biomedizinische Technik). Dies soll den weltweiten Ruf Wiens und Österreichs als Wissenschafts-, Ingenieurs- und Medizinstandort weiter festigen und verstärken.

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Vienna Center for Partial Differential Equations

Partielle Differentialgleichungen sind in vielen wissenschaftlichen Disziplinen von elementarer Bedeutung. Beispiele sind die Entwicklung moderner Tragflügel und die Simulation nanotechnologischer Bauteile wie Laser und Quantentransistoren. Auch in den Lebenswissenschaften spielen Differentialgleichungen eine immer größer werdende Rolle, etwa bei der Modellierung der Zelldynamik in Geweben, der Optimierung von Fluchtwegen in öffentlichen Gebäuden und der Preisbildung von Finanzderivaten.
In Wien wurde in den letzten Jahren eine enorme Expertise in Bereich Partielle Differentialgleichungen aufgebaut, die im Rahmen des Zentrums gebündelt, gestärkt und vertieft werden soll. Weitere Ziele sind die Etablierung einer Ansprechstelle für interdisziplinäre Forschungsfragen und die Unterstützung wissenschaftlicher Veranstaltungen.
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Water & Health

Im Fokus der Tätigkeit des Zentrums (gegründet zw. TUW und Med. Uni Wien) stehen die Entwicklung innovativer Konzepte, neuer physikalisch-chemischer, mikrobiologischer und molekularbiologischer Methoden sowie numerischer Modelle zur Untersuchung der Wasserqualität in hygienischer Hinsicht. Neben dem Bezug zur direkten Nutzung bzw. Nutzbarkeit von Wasser durch den Menschen dienen diese Konzepte/Methoden/Modelle als Basis für die wissenschaftliche Untersuchung aquatischer Systeme.
Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse werden zur Ableitung effektiver und nachhaltiger Managementmaßnahmen bezogen auf die Art der Nutzung (Trinkwasser, Badewasser, Wasser für den medizinischen Bereich etc.) verwendet. Der präventive Anspruch bezogen auf Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und der damit verbundene gesellschaftliche Mehrwert stehen somit direkt in Verbindung zur grundlagenwissenschaftlichen Tätigkeit der Forschungskooperation.
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