Technische Universität Wien
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2017-05-08 [

Karin Hofmann | Andreas Guzei

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

World IP Day 2017 an der TU Wien

Am 2. Mai 2017 drehte sich im TUtheSky der TU Wien alles um das Thema "Rechtsdurchsetzung von Patenten".

Alexander Cizek, Alfred Freiberger, Michael Freidl, Karin Hofmann, Reinhard Hinger, Michael Huhn, Pierre Treichel, Thomas Adocker (v.l.n.r.)

Alexander Cizek, Präsident LES Österreich

Karin Hofmann, Forschungs- und Transfersupport der TU Wien

"Patente sind wichtig für den Wissenstransfer innerhalb der Gesellschaft. Sie sind die Basis für Innovationen, welche zu höherer Wertschöpfung und in weiterer Folge zu einer höheren Wirtschaftskraft führen", so Johannes Fröhlich, Vizerektor für Forschung und Innovation der TU Wien. Die TU Wien als innovationsstarke Forschungsuniversität ist deshalb ein passender Ort für eine Veranstaltung zum World IP Day. Das Event wurde dieses Jahr von der LES Austria (Licensing Executives Society) gemeinsam mit dem Forschungs- und Transfersupport der TU Wien und mit Unterstützung des WTZ (Wissens- und Technologietransferzentrum) Ost organisiert.

Auch in diesem Jahr gab es spannende Vorträge rund um das Thema Patente. Namhafte Rechtsexperten sowie Vertreter aus Wirtschaft und Universität beleuchteten im TUtheSky Strategien für den Umgang mit Patentverletzungen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen aus österreichischer, deutscher und europäischer Perspektive. Dabei gab es auch wertvolle Tipps für alle, die in der Forschung mit dem Thema Patente in Berührung kommen.

Richter Dr. Reinhard Hinger, Senatspräsident am Oberlandesgericht Wien, erläuterte die Zuständigkeiten und den Instanzenzug bei Patentverletzungsverfahren in Österreich. Im Anschluss daran gab Patentanwalt Dr. Michael Huhn von der Kanzlei Stolmar & Partner aus Düsseldorf einen Einblick in die Situation in Deutschland, ergänzt durch Fallzahlen und Richtwerte für die in Verfahren zu erwartende Kosten. Dr. Pierre Treichel vom Europäischen Patentamt berichtete über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zum europäischen Patent mit einheitlicher Wirkung, zum Unified Patent Court und den geplanten Verfahrensabläufen bei Patentverletzungs- und Nichtigkeitsklagen.

Nach der Pause gab DI Alfred Freiberger von der Firma Secop Austria GmbH einen Einblick in die strategischen Überlegungen eines weltweit tätigen Industriebetriebs. DI Michael Freidl von der Karl-Franzens-Universität Graz schloss den Vortragsteil mit einem Beispiel für ein erfolgreiches Vorgehen der Universität gegen Patentverletzungen im Bereich der Pharmazie ab. Bei der folgenden Podiumsdiskussion mit den Referenten und vor allem beim abschließenden Networking konnten die zahlreichen Teilnehmer_innen der Veranstaltung das Thema der Patentdurchsetzung noch eingehend diskutieren.

Der World IP Day wurde von der WIPO auf Anregung der UNESCO eingeführt, um weltweit mehr Bewusstsein für den Umgang mit geistigem Eigentum zu schaffen.

Mehr Informationen:
LES Austria
Forschungs- und Transfersupport der TU Wien
WTZ-Ost
World IP Day