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2008-12-02 [

Ulrich Schubert

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Anton-Paar-Wissenschaftspreis 2008

Der Anton-Paar-Wissenschaftspreis 2008 der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) wurde am 13. November 2008 im Rahmen einer Festsitzung an Dr. Marie-Alexandra Néouze, Habilitandin am Institut für Materialchemie, für ihre Publikation mit dem Titel „Nanoparticles connected through an ionic liquid-like network“ im Journal of Materials Chemistry vergeben. Stifter des Preises ist die gemeinnützige Sandner-Privatstiftung, die Wissenschaft und Forschung fördert, vorwiegend und insbesondere auf dem Gebiet der Naturwissenschaften und Technik.

Dr. Marie-Alexandra Néouze

Dr. Marie-Alexandra Néouze

In der ausgezeichneten Publikation wird eine originelle neue Methode beschrieben, um Kieselgel-Nanopartikel miteinander zu vernetzen und gleichzeitig diese Netzwerke zu funktionalisieren. Dazu wurden 50% der Nanopartikel mit Imidazol-haltigen organischen Gruppen modifiziert, die anderen 50% mit Alkylhalogeniden. Reaktion zwischen den organischen Gruppen der unterschiedlich funktionalisierten Nanopartikel führt zur Ausbildung von Nanopartikel-Netzwerken mit kationischen organischen Verknüpfungen. Die Anionen sind in das Netzwerk eingelagert.

Einerseits wird durch diese Methode eine kontrollierte 2- oder 3-dimenionale Organisation auch unterschiedlicher Nanopartikel möglich, andererseits werden für die erhaltenen Materialien interessante Eigenschaften, z.B. Ionenleitfähigkeit, erwartet. Da sowohl die Art der Nanopartikel als auch die organischen Brücken breit variierbar sind, sollte diese Methode sehr breit anwendbar sein und viele Kombinationen von Material-Eigenschaften erlauben.

Die Weiterführung der Arbeiten ist mittlerweile durch ein soeben bewilligtes FWF-Projekt gesichert.