Technische Universität Wien
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2013-02-11 [

Herbert Kreuzeder

 | Büro für Öffentlichkeitsarbeit ]

Mars 2013: TU ArchitektInnen entwerfen für den Mars

Von 1. bis 28.Februar läuft das Projekt "Mars 2013 – Marokko Mars Analog Feld Simulation" des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF). Mit dabei: Studierende der TU Wien, die ihren "Deployable and Portable Multipurpose Shelter Prototype" in der Wüste testen.

Deployable Shelter on Mars, Foto: ÖWF, Katja Zanella-Kux

Deployable Shelter on Mars [1] Foto: ÖWF, Katja Zanella-Kux

Deployable Shelter Team, Foto: HB2

Deployable Shelter Team [2] Foto: HB2

Der Beitrag der TU Wien zum Test einer Marslandung entstand am Institut für Architektur und Entwerfen, Abteilung Hochbau 2. 30 Studierende aus Architektur und Bauingenieurwesen entwickelten einen 1:1-Prototypen einer mobilen und multifunktionalen Notunterkunft.
In Marokko testet ein Team von drei Studierenden die Bedienbarkeit (Auf- und Abbau), die Dauerhaftigkeit (mehrfaches Aufbauen), die funktionelle Gebrauchstauglichkeit (Mensch-Maschine) und die Adaptierbarkeit. Auch räumliche Konfiguration und deren Nutzbarkeit, die ergonomische Eignung für unterschiedliche Aktivitäten und die individuelle Wahrnehmung des Komforts werden untersucht.
Nach Rückkehr aus der Wüste, kann die Marsarchitektur in Wien bewundert werden:

Präsentation zum Deployable Shelter Prototype
Montag, 11. März 2013, 17.00 Uhr
TU Corner
Resselgasse 5 / Ecke Wiedner Hauptstrasse
Um Anmeldung wird gebeten.

Zum Projekt:
Das Entwerfen wird von Dr.-Ing. Sandra Häuplik-Meusburger, DI Polina Petrova und DI San-Hwan Lu geleitet. Unterstützung gab es von ExpertInnen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie Medizin, Physik, Materialwissenschaften und Weltraumforschung.
Ziel: eine mobile und schnell einsatzbereite Notfallunterkunft - für Situationen in denen eine sofortige Rückkehr zur Station bzw. zum Rover notwendig wäre, aber nicht möglich ist. Diese soll kompakt, leicht und von einem Astronauten transportiert werden können, ähnlich zu einer "Rucksack-" oder "Koffertypologie". Sie soll einfach aufzustellen sein und bis zu zwei Astronauten mit Raumanzügen Unterkunft gewähren. Sie soll temporär eine atembare Atmosphäre bis zu 48h bzw. bis zum Eintreffen von Hilfe oder bis die Notsituation beendet ist, bereitstellen können.

Der Prototyp ist eines von 14 wissenschaftlichen Experimenten aus 10 verschiedenen Ländern, die aktuell in der nördlichen Sahara in der Nähe von Erfoud, Marokko getestet werden. Die gewonnen Erkenntnisse sollen für zukünftige bemannte Marsmissionen eingesetzt werden.

Weiter Infos zu Mars 2013 unter http://www.oewf.org

Rückfragehinweis und Anmeldung zur Präsentation:
DI Dr.-Ing. Sandra Häuplik-Meusburger
Institut für Architektur und Entwerfen
Abteilung Hochbau 2
T +43-1-58801-253526
sandra.haeuplik-meusburger@tuwien.ac.at

[1] Deployable Shelter on Mars, Foto: ÖWF, Katja Zanella-Kux
[2] Deployable Shelter Team, Foto: HB2